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23Jul/090

Was ich von den Kölner OB-Kandidaten weiß – Teil 2: Peter Kurth

Am 30. August ist Kommunalwahl in Köln. Ich habe dieses Jahr beschlossen, mich vor der Wahl mit den Kandidaten zu befassen und nicht aus Reflex die gleiche Partei zu wählen wie immer. Also folge ich den Jürgen Roters (SPD/Grüne) und Peter Kurth (CDU) bei Twitter, lese Interviews und Artikel über die beiden und beobachte den Wahlkampf. Hier nun ein kleines Zwischen-Fazit, knapp einen Monat vor der Wahl.

Teil 2 - Peter Kurth:
Ist der CDU-Kandidat. Charismatischer Kerl, gewinnendes Lächeln und trotzdem seriös und patent. Kurth ist offen schwul, was in der Hauptstadt der Schwulen vielleicht die einzige Chance für die CDU ist, noch irgendwas zu reißen (Stichwort Wowereit-Faktor). Die Aussagen zum Wahlprogramm auf seiner Homepage sind konkret nachlesbar und knackig formuliert, das ist praktisch für alle, die sich informieren wollen. Der Mann weiß, was er umsetzen will. Die Homepage im Gesamten ist auf schick getrimmt, persönliche Worte oder einen Blog gibt's hier nicht.

Homepage von Peter Kurth

Homepage von Peter Kurth

Über seinen Twitter-Account erzählt Kurth manchmal, wo er so Wahlkampf-Termine hatte. Hin und wieder brechen ein paar persönliche Worte durch (mal ein Rotwein auf der Terrasse) und immer wieder überschreitet er die 140-Zeichen-Grenze und seine Tweets enden mit "...". Kurths Wahlplakate? Gibt's die überhaupt? Für diesen Blog-Eintrag wollte ich eines fotografieren und habe mich im Bereich Rudolfplatz/Ring dumm und doof gesucht - nichts! Einmal habe ich welche am Hansaring gesehen, die sind schick und sehen modern aus, der Slogan "Politik wird anders" ist für eine politisch verkorkste Stadt wie Köln wirklich raffiniert.

Inhaltlich hat Peter Kurth schnell klargemacht was er will. Kernpunkte sind höhere Bußgelder für Müllferkel, damit es in Köln endlich mal sauberer wird und das Einrichten einer grünen Welle im Straßenverkehr (eine sehr gute Idee, in dem Aufwasch sollte er die zahlreichen Linksabbiege-Verbote gleich mit abschaffen!). Kurth wirkt entschlossen bei dem was er will und wirkt, als habe er alles durchdacht. Auf mich macht er einen analythischen, fakten-orientierten und weniger emotionalen Eindruck.

Zum Hintergrund: Kurth war Staatssekretär und Finanzsenator in Berlin. Den Vorwürfen, ein Immi zu sein, hält er stets entgegen, dass er erstens gebürtig aus Siegburg kommt und zweitens in Berlin gearbeitet hat und die Probleme von Großstädten doch insgesamt irgendwie die gleichen sind.

Hier geht's zu Teil 1: Was ich von Jürgen Roters weiß...

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Online-Redakteur aus Köln, Netz-Junkie, Twitterer, Beobachter, Schreiber
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