Letzte Woche habe ich in diesem Blog von einer Wahlkampfveranstaltung der Initiative “Aufbruch für Köln” berichtet, auf der mich der Kölner Oberbürgermeisterkandidat Peter Kurth überzeugt hat, ihn zu wählen. In den Kommentaren wurde ich dann gefragt, warum das denn so sei. Warum ich Peter Kurth wählen werde, warum er besser für Köln sei als Jürgen Roters. Die Antwort darauf gibt es hier nun in ausführlicher Form: Warum ich am 30. August Peter Kurth wähle…
“Politik wird anders” verspricht Kurth flächendeckend in der Stadt. Na wenn das nicht schonmal ein Grund ist, ihn zu wählen… Aber natürlich ist das nicht der Einzige. Das, was viele ihm vorwerfen – nämlich, dass er aus Berlin kommt -, ist auch ein riesiger Vorteil. Nicht unbedingt für Kurth selber – seine Wahlchancen sind dadurch natürlich nicht viel besser. Aber es ist ein riesiger Vorteil für Köln. Denn hier kommt jemand von außerhalb. Mit einer neuen Sicht auf die Dinge. Jemand unvoreingenommenes.
Und trotzdem ist Peter Kurth die Stadt Köln nicht egal. Kurth ist Rheinländer. Er ist in Siegburg geboren, kennt Köln schon seit langem. Weil er die letzten Jahre in Berlin verbracht hat, hat er einen ungefilterten Blick darauf bekommen, wie Köln von außen wahrgenommen wird. Und das ist nicht gerade glorreich. Wenn Kurth gefragt wird, wieso er als Oberbürgermeisterkandidat nach Köln gekommen ist, erzählt er, dass es ihm im Herzen weh getan hat, wie die bundesweite Presse über Köln hergefallen ist, nachdem das Stadtarchiv eingestürzt ist. Dilletantentum und Klüngel in Verbindung mit den Worten “Typisch Kölsch!” – das habe ihn geschmerzt und war mit ein Grund, herzukommen und anzupacken.
Sind das Gründe, Peter Kurth zu wählen? Nein, nicht unbedingt alleine. Aber es sind genug Gründe, Peter Kurth eine Chance zu geben und sich mit ihm zu befassen. Das habe ich getan. Und mich eben entschlossen, dass er genau der Richtige ist. Dazu vielleicht an dieser Stelle ein kleiner Blick ins Wahlprogramm:
• Peter Kurth will eine Grüne Welle auf den großen Kölner Straßen (Innere Kanalstraße, Aachener Straße etc.) schaffen. Jeder Autofahrer in Köln kann doch bei dieser Vorstellung und diesem Ausblick aufatmen! Alle, die sich bislang immer nur mit Stop’n'Go von einer Ampel zur nächsten gerettet haben werden wissen, was ich meine. Was will Gegenkandidat Roters? Die Stadt flächendeckend mit Tempo-30-Zonen in sämtlichen Wohngebieten zukleistern. Ist ja schön und gut, aber ich möchte mit meinem Auto bitte schnell und mit möglichst wenig Benzinverbrauch nach Hause oder ins Büro. Roters will außerdem mehr Kreisverkehre, Kurth will alle Verkehrsmaßnahmen die “schikanösen Charakter” haben, verhindern oder entfernen. Also entscheide ich mich für die Kurth-Lösung.
• Köln ist zu dreckig. Die Folge: Im Wahlprogramm von Peter Kurth ganz oben stehen höhere Bußgelder fürs Verschmutzen der Stadt. Gleichzeitig will er mehr Mülleimer in der Stadt aufstellen und jede Menge Automaten für Hundekacke-Tüten aufstellen. Stimmt: Köln ist wahrlich zu dreckig. Hier sollte sich niemand ausnehmen, auch ich lasse schonmal ein Bonbon-Papierchen fallen. Weil’s jeder macht. Ist nicht gut, aber leider wahr. Aber wenn wir alle ein neues Bewusstsein für unsere Stadt bekommen, kann das funktionieren. Und von einem sauberen Köln profitieren wir alle. Zum Thema Sauberkeit schreibt Jürgen Roters auf seiner Seite: “Die Bekämpfung von Verschmutzungen im Stadtbild hat daher eine ebenso große Bedeutung wie die Stärkung der bestehenden Ordnungspartnerschaften zwischen Stadtverwaltung, Justiz, Polizei, gesellschaftlichen Institutionen und Wirtschaft.” – Konkrete Aussagen, wie die Verschmutzung bekämpft werden soll? Fehlanzeige!
• Der Kölner Klüngel gehört ja irgendwie zum Stadtbild wie ein Glas Kölsch und Lukas Podolski. Aber im Gegensatz zu den beiden anderen können wir auf Klüngel sehr gut verzichten. Peter Kurth will Köln entklüngeln. Ein Schritt dazu: Städtische Unternehmen verkaufen, wenn sie nicht unbedingt der Stadt gehören müssen. Die Stadt ist an so vielen Firmen beteiligt, dass Verstrickungen darin kaum zu vermeiden sind. Das will Kurth ändern. Außerdem möchte er dafür sorgen, dass er nicht zig Ämter zusätzlich erbt, wenn er Oberbürgermeister ist. Denn der OB von Köln ist bislang immer auch gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Messe (um nur ein Beispiel zu nennen). Das will Kurth nicht sein. Er will solche Posten mit Leuten besetzen, die sich dann voll und ganz um diese Aufgabe kümmern können. Auch Jürgen Roters spricht davon, dass er den Klüngel bekämpfen will. Wie er das machen will? Dazu habe ich noch nichts konkretes, greifbares gehört.
Dies sind an dieser Stelle erstmal drei (gewichtige) Punkte aus dem Wahlprogramm. Wer sich inhaltlich weiterbilden will, kann das gerne auf den Websites der Kandidaten machen: www.peter-kurth.de beziehungsweise www.juergen-roters.de. Es gibt noch zahlreiche andere Punkte, in denen die Kandidaten mehr oder weniger konkrete Vorstellungen haben, wie sie Köln in die Zukunft führen wollen. Für alle gilt aber meiner Meinung nach, dass Peter Kurth sich wesentlich besser in die Karten schauen lässt: Er hat ein klares Wahlprogramm, klare Ziele und sagt klipp und klar, wie er seine Ziele erreichen will. Auf der anderen Seite steht Jürgen Roters, der verspricht Köln schöner, sozialer und umweltfreundlicher zu machen – und an keiner Stelle wirklich konkret wird. Schade.
Ich bin 26 Jahre alt und damit ein (vergleichsweise) junger Mensch. Ich möchte einen modernen Oberbürgermeister in meiner Stadt, die ich zwar erst seit zwei Jahren bewohne, aber sehr liebe. Peter Kurth ist genau das. Ein junger, moderner Politiker, der anpacken will und uns in eine neue, moderne Zukunft führen will. Jürgen Roters mag Köln schon länger kennen, ja. Aber der gute Mann ist ja auch schon 60 Jahre alt. Nichts gegen Roters, er macht einen sympathischen Eindruck. Aber leider auch einen weniger kompetenten Eindruck als Peter Kurth.
Zum Schluss nun noch ein Thema, das ich bislang noch nicht erwähnt habe: Die Parteizugehörigkeit von Peter Kurth. Und hier möchte ich ganz deutlich klarstellen: Ich werde Peter Kurth wählen, obwohl, und nicht weil er der CDU-Kandidat ist. Bei der Wahl des Oberbürgermeisters geht es um eine Person und nicht um eine Partei. Sicher, wenn ein CDU-OB gegen eine SPD-Mehrheit anregieren muss, ist das bitter – aber er ist immer noch der Oberbürgermeister! Und obwohl ich in meinem Leben noch nichts anderes als die SPD gewählt habe, werde ich am 30. August Peter Kurth meine Stimme schenken. Ich habe ja noch zwei andere Stimmen…
Wollt ihr auch, dass Peter Kurth unser neuer Oberbürgermeister wird? Dann informiert eure Freunde und Bekannte, dass sie zu Wahl gehen sollen und sich vorher gut überlegen sollen, wen sie wählen. Außerdem empfehle ich euch die Bürgerinitiative “Aufbruch für Köln“, die sich völlig unabhängig dafür einsetzt, dass Peter Kurth Oberbürgermeister unserer Stadt wird. Für frischen Wind, für ein modernes Köln, für die Zukunft.
Mehr zum Thema:
• Was ich von den Kölner OB-Kandidaten weiß – Jürgen Roters
• Was ich von den Kölner OB-Kandidaten weiß – Peter Kurth
• Roters vs. Kurth – das TV-Duell
• Aufbruchstimmung bei Freibier

Warum ich Peter Kurth wähle



Hi!
Finds gut, dass sich jemand recht intensiv mit den Programmen & Inhalten auseinandersetzt! Ich selbst bin in der SPD und wählen kann ich in Köln nicht – das vorweg.
Zu deinen Ausführungen: Du hast die Themen Grüne Welle, Müll und Klüngel ausgewählt. Wenn ich mir das anschaue frage ich mich, ob das DIE Themen sind, die in Köln das größte Problem verursachen…Gibt es nicht erstmal ganz viele Menschen, für die allein eine warme Mahlzeit oder ein Dach über dem Kopf zählen würden und eine grüne Welle völlig nebensächlich? Natürlich regt es mich auch auf, wenn ich im Stau stecke, aber ist das wirklich wichtig für alle Kölner Bürger?
Thema Müll: Das Köln zu dreckig ist – da stimme ich dir voll und ganz zu. Natürlich kann man das Strafgeld erhöhen. Allerdings brauch man dann auch genügend Mitarbeiter, die diese verteilen. Daher glaube ich, dass dies keine sonderliche Wirkung ist, sondern nur eine Idee um Stimmen zu fangen. Mehr Mülleimer aufstellen und die Hundetütenautomaten sollten eigentlich nicht eines der großes Themen eines OB-Kandidaten sein, oder?
Zum Klüngel: Du schreibst, dass es gut wäre, wenn die städtischen Unternehmen privatisiert würden. Damit gibt man natürlich einen gewissen Spielraum aus der Hand und vernichtet evtl viele Arbeitsplätze (da es in der Privatwirtschaft so gut wie nur um reinen Profit geht). Weiterhin sollen die Ämter, in die der OB hineingeboren wird, abgegeben werden. Glaubst du ernsthaft, dass dadurch Köln entklüngelt wird? Klüngel ist doch nicht, wenn der OB viele Ämter hat – es geht dort doch v.a. darum dass Bekannte oder ähnliches Ämter, Jobs etc. erhalten. Das bekämpft man doch nicht, indem man auf Ämter verzichtet!?
Ich muss gestehen, dass ich mich nicht groß mit den einzelnen Kandidaten auseinandersetzen kann / konnte, da ich hier bei mir genug in der Politik zu tun habe, aber als Kölner Student interessiert man sich ja doch für die Kölner Politik. Deine Ausführungen find ich interessant, nur leider nicht wirklich nachvollziehbar – v.a. in der Gewichtung. Ob die Änderung von dem CDU-Kandidaten ernsthaft etwas verändern können – und zwar für alle Kölnerinnen und Kölner – das muss ich stark bezweifeln.
Liebe Grüße
Arne
Hi,
auch wenn ich mir dafür eigentlich ein Bein abhacken müsste – ich werde Peter Kurth auch wählen, obwohl er ein CDU-Mann ist. Ich sehe das genauso: er kommt von außen, kann eigentlich in keinerlei Klüngeleien verstrickt sein, hat wohl auch keine Seilschaften in der Stadtverwaltung etabliert und wird sich hoffentlich auch auf nichts einlassen.
Irgend jemand hat Schramma so schön beschrieben als jemand, “der dachte, er könne die Stadt regieren indem er sich auf möglichst vielen Karnevalssitzungen blicken lässt” – Kurth kommt mir da vor wie jemand aus einer anderen Welt. Wenn er der größtmögliche Gegensatz zu einem bürgermeisternden Lateinlehrer ist, dann gebe ich ihm meine Stimme. Und als bekennender Schwuler weiss er leider sicher auch, wie er sich gegen Vorurteile und Gängeleien ewig gestriger und engstirniger Zeitgenossen zur Wehr zu setzen hat. Ich traue ihm auf jeden Fall eine Menge Souveränität zu.
Sicher, grüne Wellen und der allgegenwärtige Müll sind nicht die dringendsten Probleme. Aber eine Stadt wie Köln muss sich in vielen Bereichen ändern, und wenn wir alle ein bisschen schneller voran kommen und den Blick nicht dauernd in Erwartung des nächsten Hundehaufens auf den Boden senken müssen statt einander anzusehen – bittesehr, her mit dem Kandidaten.
Roters dagegen verblasst völlig neben dem vermeintlichen Aushilfskandidaten Kurth. Seine Aussagen sind in der Tat schwammig und wirken etwas oberflächlich. Da hilft auch die Penetranz nicht mehr, mit der sein Gesicht die Straßen der Stadt pflastert.
Was Kurth noch braucht, sind ein paar ganz grobe Besen. Das liegt nun an uns, ihm einen Rat zusammenzuwählen, der mit ausfegt. In der Stadtverwaltung genauso wie in den ganzen städtischen oder stadtverwandten Betrieben. An erster Stelle die KVB. Wobei ich mir da nicht ganz sicher bin, ob man die nicht dichtmachen und komplett neu gründen müsste.
Ich bin gespannt, was wir in drei Jahren zur Halbzeit an Ergebnisse sehen werden.
Hola…

Ich schließe mich meinem Vorredner an… Werde auch Peter Kurth wählen, obwohl ich sonst mit CDU nicht so viel am Hut habe. Aber das Argument mit dem frischen Wind ist auch bei mir einfach das überzeugendste. Er hat nicht soo viel mit Köln am Hut gehabt in den letzten Jahren, also kann er höchstwahrscheinlich gar nicht so klüngeln wie seine Vorredner
Arne, ich finde schon, dass das Klüngeln auch damit zu tun hat, dass der OB zu viele Posten hat, weil er dann evtl. persönliche Interessen gegen das richtige Vorgehen für die Stadt abwägen muss. Aber natürlich geht es da auch um die Bekannten/Verwandten in irgendwelchen Posten. Aber wen soll Kurth denn da einsetzen, wenn er neu in Köln ist?
Und bei allen Gelegenheiten, bei denen ich die beiden Kandidaten bis jetzt gesehen habe, wirkt Kurth 1. viel natürlicher, sympathischer und moderner und 2. wesentlich kompetenter und zielgerichteter als Roters.
Und da die Wahl ausdrücklich als Direktwahl angelegt ist, sehe ich keinen Grund, nicht auch diese persönlichen Eindrücke mit in mein Wahlverhalten einfließen zu lassen.
Und ich traue ihm zu, dass er eine Veränderung bewirken kann!
Zu Punkt 1:
Nun gut, für die Autofahrer mögen die grünen Wellen ja förderlich sein, aber leider fördert dies auch die Raser. Wenn man mit dem Rad durch Köln fährt, wird man dann auf diversen großen Straßen nahezu umgefahren, weil eben keine Ampeln mehr da sind.
Außerdem ist es doch wohl klar, dass Kreisverkehre ganz sicher keinen “schikanösen Charakter haben”. Kreisverkehr bedeutet 1.: mal ein bisschen aufpassen, nicht immer nur fahren-anhalten-fahren und 2.: ein viel flüssigerer Ablauf an Kreuzungen. So muss man z.B. nicht halten, wenn kein anderer durch diesen Kreisverkehr fährt; während man an einer roten Ampel steht, obwohl niemand zu sehen ist. Außerdem halten Kreisverkehre auch Raser ab.
Ja toll. Peter Kurth wählen, weil er “einen Blick von außen hat”, weil er nicht in Köln gewohnt hat, weil er unvoreingenommen ist? Da fallen mir noch Millionen andere Deutsche ein, die auch die letzten Jahre nicht in Köln gewohnt haben. Das ist doch ein Nicht-Argument.
Oh man. Da wohnt man hier über zehn Jahre und endlich kommt mal ein OB-Kandidat, der sich auskennt mit Verwaltungsangelegenheiten (denn das ist das größte anzupackende “Übel” in dieser Stadt).
Endlich jemand, der einen Blick von außen und von innen hat, eben weil er nicht aus Köln kommt und weil er aber Köln gut kennt.
Endlich jemand, der wohl gute Kontakte zu den wichtigen Institutionen und der Wirtschaft hat.
Endlich jemand, der (so sagt ma ja) “volksnah” ist.
Jemand ohne Schnauzbart (Yippieh, Köln wird modern).
Einer, der sich anscheinend Gedanken gemacht hat.
Eben: Jürgen Roters.
Also, wenn man sich Müll, Klüngel und Ampelschaltungen vornimmt, ja, dann kann man wirklich zweigeteilter Meinung sein.
Wenn allerdings jemand hier OB-Kandidat wird (und das glaubt doch nun wirklich niemand, das der werte Herr Kurth aus Berlin gekommen ist, weil er Herzschmerz bekam, als die Presse über Köln hergefallen ist), weil man jemanden brauchte, weil niemand es machen wollte, weil eine Partei wohl nicht mehr richtig zurecht kam…dann ist es wohl doch eher parteipolitisches Geschacher.
Unfreundlich scheint der Mann gar nicht zu sein. Doch wählbar zum Oberbürgermeister einer ihm fremden Stadt, ist er definitiv nicht.
Zum “Aufbruch für Köln”: Hatte schon vor Tagen davon mitbekommen; allerdings muss ich eher lächeln, wenn man sich auf die Fahne schreibt, eine unabhängige Initiative zu sein, die die Menschen zum wählen anregen möchte, und dann eben doch eine Präferenz äußert, wer es denn sein soll.
Gut, ich bin ja tolerant. Jeder soll wählen wen und was er mag. Im Zweifel dann halt ungültig machen. Doch wählen gehen, das sollte jeder.
Was mir immer wieder auffällt in der “Diskussion” über die OB-Kandidaten, ist der Umstand, dass Peter Kurth von vielen (vor allem Roters-Anhängern) schlecht geredet wird. Aber im Gegenzug leider keine schlüssigen Argumente für Herrn Roters angebracht werden. Ich bin deshalb nach eigener Kandidatenanalyse zum Schluss gekommen, dass Peter Kurth der bessere OB für Köln wäre und deshalb unterstütze ich ihn – und nicht aus einer voreingenommenen Abwehrhaltung Herrn Roters gegenüber. Hätte es z.B. geheißen: Schramma gegen Roters wäre meine Wahl auch anders gewesen.
Es klingt für mich einfach immer so sehr nach Parteibrillensicht, wenn Peter Kurth abgelehnt wird, weil man nicht akzeptieren will, dass ein guter Kandidat auch mal von der CDU kommen könnte – es ist schließlich ne Personenwahl und da soll man mal bitteschön etwas weniger parteigebunden an die Sache rangehen. Aber in dem Punkt ist es mit der berühmten Kölner Toleranz dann doch schnell zu Ende…. Schade eigentlich.
Es geht “Aufbruch für Köln” nicht darum, in der Hinsicht unabhängig zu sein, welcher Kandidat gewählt werden soll, sondern, was das mit der Partei zu tun hat.
Also: Stark machen für Peter Kurth, ganz abgesehen davon, welche Partei man sonst wählen würde…
Wo man hin kommt, werden Müll und Klüngel als DIE Probleme Kölns bezeichnet. Das ist Fakt. Verkehrspolitik ist nicht weniger wichtig und so ist die Grüne Welle ein Mosaikstein im Bereich einer intelligenten Verkehrspolitik.
Die Stadtverwaltung ist nicht das Problem, die funkitoniert. Das Problem innerhalb der SPD-dominierten Verwaltung ist vielmehr die Haltung einiger, die das Parteibuch vor das Wohl der Stadt stellen. Das wird ein Oberbürgermeister Roters unter dem Hauptbürgermeister Börschel nicht ändern wollen.
Deshalb muss Kurth ran. – Kein “Weiter so”.
Ich kenne Peter Kurth noch aus dem Studium. Er ist ein kluger, freundlicher und besonnener Mann, der weiss, was er will. Eine sehr integre Persönlichkeit. Ich bin zwar nicht aus Köln (aber aus der Nähe), doch ich bin sicher, dass er Köln gut tun wird. Er wird mit Karneval feiern, denn als echter Rheinländer kann er gar nicht anders. Aber: Er wird sich nicht Narrenkappe und Pappnas auf Dauer aufsetzen – d.h. er wird sich nicht vereinnahmen und zum Narren machen lassen. Die Rheinische Mafia der jovialen Bürgerlichkeit wird ihn nicht korrumpieren können.
Und das ist auch gut so!
Viel Glück Peter!