“Der Tod ist näher denn je in Digital 3-D” heißt es im Trailer zu “Final Destination 4″. Stimmt! Ich habe den Ausflug ins Kino und die Vorführung trotzdem überraschenderweise überlebt (obwohl ich eine Herzattacke befürchtet habe, weil ich notorisch schreckhaft bin). Als Fan der ersten drei Teile konnte ich mir natürlich auch Final Destination 4 nicht entgehen lassen. Und: Es hat sich gelohnt! Gleich vorneweg: Ja, es wird viel gemetzelt, geschreddert, geschlotzt und gematscht – auch im vierten Teil der Reihe sind die Macher nicht gerade zimperlich. Eigentlich bleiben sie sogar ihrem Motto treu und setzen mit jedem neuen Film beim Gore-Faktor noch einen drauf. Aber: Richtig schlimm ist’s dann doch nicht, denn dafür ist der Film einfach zu lustig!
Wer die ersten drei “Final Destination”-Teile gesehen hat, wird seine helle Freude an Anspielungen im Minutentakt haben. Seien es Todesarten, die man doch irgendwie so (aber dann doch anders) schon gesehen hat, die ständige Anwesenheit der Zahl 180 (seit Flug 180 im ersten Teil ein steter Begleiter durch die andere Reihe) oder andere nette Seitenblicke auf die Vorgänger (es wird wieder Hice-Bier getrunken, ein Schild bewirbt “Clear Rivers Water” etc.) – als Fan der Reihe hat man dauernd was zu entdecken und zu schmunzeln.
Zum Neugierde wecken hier erstmal der Trailer:
Man sieht: Es geht wieder einmal hoch her und gestorben wird im Minutentakt. Die Handlung ist die altbewährte: Teenies überleben eine Katastrophe (diesmal: Unfall bei Autorennen), weil einer von ihnen eine Vision hat, werden dann aber nach und nach fantasie- und effektvoll um die Ecke gebracht. Dabei sind die Todesszenen diesmal auffallend kürzer als in den Vorgängern. Das Raten, wie derjenige denn nun ins Gras beißt hat meist ein schnelles Ende und ganz so unverhofft und überraschend wie in den Vorgängern ist das Ergebnis dann meistens auch nicht.
Dafür gibt’s diesmal noch mehr Blut, Hirnmatsch und sonstiges Geschmodder zu sehen, dass einem dank 3-D teilweise gleich ins Gesicht geschleudert wird. Das Ganze ist aber so übertrieben und kurios aufgearbeitet, dass es schon fast nicht mehr eklig genannt werden kann. Wenn einem ein Pfahl ins Gesicht zeigt, an dem gerade einer aufgespießt wurde, freut man sich eher noch über den krassen 3-D-Effekt als dass man sich ekelt.

Stairway to Heaven...
Ohnehin ist das Dreidimensionale das Faszinierendste am Film. Die Macher waren wahrlich originell und haben Effekte sehr schick eingesetzt. Verständlich, dass da keine Zeit für eine Story mit Tiefe blieb. Aber die Produzenten haben sich die Zeit genommen für ein grandioses Intro. Während die Namen der (eigentlich ja eh unwichtigen) Darsteller eingeblendet werden, sehen wir die schönsten Tode der ersten drei Teile noch einmal – allerdings an dreidimensional Skeletten “im Röntgen-Modus”. Sieht saugeil aus und macht ordentlich was her!
Auch das Ende von FD 4 ist wieder einmal ein Kracher – so wie bislang eigentlich alle Teile mit einem Knall endeten, gibt’s auch hier lieber ein Ende mit Schrecken. Allerdings ist das nun nicht ganz so überraschend wie andere Kritiker behauptet haben. Fazit: Wer die Reihe mag, sollte sich auch Final Destination 4 nicht entgehen lassen – vor allem nicht in 3-D!

Bis dass der Tod euch schreddert…



Vielen dank für deinen beitrag
ich war mich nicht sicher ob ich nun FD4 in 3D sehen soll oder nicht (da der eintrittspreis schon recht hoch ist und eine freundin in “Oben”-3D war und nicht so begeistert war). aber du hast mich überzeugt
werd es mir nun doch endlich mal ansehen!