Darum geht’s: Jess Finnegan ist froh, bei einem Familienausflug einmal eine freie Minute für sich zu haben, denn ihr acht Monate alter Sohn Louis hält sie ziemlich auf Trab. Doch dann sind ihr Mann Mickey und ihr Sohn von einem Moment auf den nächsten verschwunden. Panisch sucht sie sie überall in London, Stunden vergehen, und die beiden tauchen nicht wieder auf. Die Polizei findet Mickey schließlich bewusstlos und ohne Louis. Jess steht kurz vor einem Zusammenbruch, als ihr Bruder Robbie ihr eine Nachricht hinterlässt: Er weiß, wo Louis ist. Doch kurz darauf ist Robbie tot…
So ist’s: Eine verzweifelte Mutter in Sorge um ihr Kind – auf der Basis entstand hier ein Thriller, der detailverliebt und langsam das Leiden der Protagonistin aufblättert. Das allerdings leider zu Lasten der Spannung. Man hat dauernd das Gefühl, dass die Autorin lieber möglichst genau die Gefühle und Gedanken von Jess beschreibt, als einen spannenden Thriller hinzulegen, der die Leser fesselt. Entsprechend zieht sich das Ganze wie Kaugummi und das, was der Klappentext verspricht ist nach der Hälfte des Buches noch nicht mal durch. Schade – da wäre mehr drin gewesen.

Buchkritik: “Morgen früh, wenn Gott will”


