Scherzinfarkt Was nützt eigentlich der #FollowFriday?

Was nützt eigentlich der #FollowFriday?

Abgelegt unter ZweiPunktNull am 12. September 2009 um 10:09 Uhr 4 Kommentare

Foto: modellbauknaller / pixelioEs ist eine nette Tradition bei Twitter: Jeden Freitag empfehlen zigtausende User andere User, die sie lesenswert finden und nennen das ganze dann #FollowFriday (das komische #-Zeichen ist eine Twitter-Besonderheit, mehr dazu hier). Das Ziel: Andere sollen auf die guten und interessanten Zwitscherer aufmerksam werden und ihnen auch folgen, die Spreu soll sich so vom Weizen trennen. Aber ist der FollowFriday eigentlich immer noch sinnvoll? Follower-Stürme kann kaum noch ein User freitags verzeichnen und irgendwie geht ja auch jede einzelne Empfehlung im Wust der anderen unter.

Ich habe am gestrigen Freitag mal Buch geführt. Das Ergebnis: 27 mal wurde ich von anderen zum FollowFriday empfohlen und 49 neue Follower haben sich mir an dem Tag an die Fersen geklebt. Jede Empfehlung brachte also statistisch gesehen nicht mal zwei Follower – keine wirklich tolle Quote, muss man sagen. Allerdings ist das zu einfach gesagt. Denn einige Empfehlungen haben gar-niemanden in meinen Account befördert, andere Empfehlungen (wie die von @ProSieben) haben hingegen schnell mal eine Hand voll Neu-Follower auf meine Spur gebracht.

Es kommt aber auch drauf an, wie empfohlen wird. Manche Twitterer pressen einfach so viele Usernamen wie möglich in 140 Zeichen, quetschen noch ein #ff: davor und meinen dann, dass das ihren Verfolgern hilft. Andere hingegen empfehlen pro Tweet einen einzelnen User mit einem Satz, der aussagt, warum derjenige denn verfolgenswert ist – da kann sich der Leser wenigstens was drunter vorstellen. Wenn mir einer empfohlen wird, weil er jeden Tag ein tolles Kochrezept in 140 Zeichen absetzt, ich aber Pizzadienst-Flatrate-Inhaber bin, weiß ich, dass ich da nicht folgen muss.

Ist der FollowFriday denn nun komplett verzichtbar und hat ausgedient? Ich denke nein. Wenn ich mir meine Follower-Entwicklung so ansehe, merke ich schnell: Freitags macht die Kurve immer noch einen zusätzlichen Sprung, da kommen dann noch ein paar Follower mehr, die den Weg ohne die ein oder andere Empfehlung nicht zu mir geschafft hätten. Also: Empfehlt euch -und vor allem mich – fleißig weiter. Immer wieder freitags…

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4 Kommentare:

  1. Agent_Dexter sagt:

    Stehe der “Ich empfehle einfach so 10 Leute in einem Tweet” auch kritisch gegenüber. Deshalb gibts bei mir immer drei Empfehlungen in der von dir geliebten Form – nämlich mit Begründung :-)

  2. Ein Student sagt:

    Ebenso, wie viele Twitterer bedingunslos allen folgen, die ihnen folgen, empfehlen einige einfach nur nach dem Zufallsprinzip aus den Reihen ihrer Anhänger. Da entstehen auch skurrile Szenen wie “den finde ich ja gut, ich habe ihn aber erst vor zwei Wochen empfohlen. Naja, empfehle ich halt doch den Depp hier”.

    Der Sinn? Genau Null!

    Ich halte es für deutlich sinnvoller, “zwischen den Zeilen” zu lesen. Jemand, der wirklich verfolgenswert ist, wird wohl auch hier und da mal außerhalb des #ff erwähnt. Und eben nicht nur, weil Freitag ist und man ja schließlich irgendwen empfehlen MUSS.

    Freitags steigt die Zahl der Verfolger stärker, als sonst. Wenn man denn empfohlen wird. Aber es steigt auch die Zahl derer, die einfach jedem folgen. Ob da wirklich jemand sitzt und klickt, oder ob es ein Bot ist – Interesse an den Tweets haben sie nicht.
    Was bringen einem solche Follower? Will man nicht gelesen werden? Oder ist es nur Teil des virtuellen Schwanzvergleichs: mehr Follower, egal wen und warum.

  3. Selbst ich war ab und an mal Günstling des #ff. Und das, obwohl ich fast ausschließlich neue Blogartikel über Twitter “verbreite”. Da rutscht man also schon mal rein, weil tatsächlich die 140 Zeichen noch nicht ausgenutzt sind. Eigentlich ist es schade um die Idee. Aber so ist Twitter (glaube ich). :)

  4. christoph sagt:

    dann verschieb das ganze einfach um 2 tage und mach nen #FollowSunday ;-)
    statistisch gesehn sind mehr leute am sonntag online als am Freitag …

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© Florian Meyer 2010