Scherzinfarkt Pöbelei in der Provinz: Stromberg is back!

Pöbelei in der Provinz: Stromberg is back!

Abgelegt unter Medien am 16. Oktober 2009 um 08:45 Uhr 5 Kommentare

Foto: ProSieben/Willi WeberEr ist zurück! Fies wie immer, gut wie nie: Bernd Stromberg ätzt wieder! Am 3. November startet auf ProSieben die vierte Staffel “Stromberg”. Nachdem ich die ersten beiden Folgen gesehen habe, kann ich nur raten: Schaltet ein! Stromberg legt sich mit dem Kantinenchef an und landet in der Provinz – ein Fest!

An dieser Stelle eine leichte Spoiler-Warnung: Es wird zwar nicht viel verraten, aber ein paar Infos zur neuen Staffel stecken schon in diesem Text!

Das passiert in der vierten Staffel:
Bernd Stromberg ist rehabilitiert. Er schleimt sich bei seinen Vorgesetzten ein und kommt damit nach ganz oben: Er soll die Gesamleitung der Schadensregulierung bei der CAPITOL-Versicherung übernehmen. Blöd nur: Stromberg legt sich in seiner unnachahmlichen Art mit dem Kantinenchef an (“Halloooo? Wen muss man hier vögeln um bedient zu werden? Ich frag mich auch wie der Koch-Nazi an seinen Job gekommen ist…”). Und der Kantinenchef ist der Cousin einer Dame aus dem Vorstand. Und die – ja, die sorgt dann dafür, dass Stromberg eben nicht Gesamtleiter wird, sondern wegbefördert. In die CAPITOL-Außenstelle nach Finsdorf. 50 Kilometer außerhalb.

Ihr geruhsames Arbeitsleben hat ein Ende: Achim Dörfler (Kai Malina, r.) und Magdalena Prellwitz (Ramona Kunze-Libnow, l.) bekommen einen neuen Chef: Stromberg!

Ihr geruhsames Arbeitsleben hat ein Ende: Achim Dörfler (Kai Malina, r.) und Magdalena Prellwitz (Ramona Kunze-Libnow, l.) bekommen einen neuen Chef: Stromberg!

Nach fünf Jahren Stromberg wagen die Macher der Serie den Sprung nach draußen: Mit Finsdorf kommt gleich ein ganzes Dorf Kaff neu in die Serie – und das tut richtig gut! Spielt die erste Folge noch komplett im CAPITOL-Hauptgebäude, erfahren wir in der zweiten Folge (ProSieben zeigt am 3. November beide Folgen), wo die Reise hin geht: Ganz weit raus! Stromberg als Pendler zwischen den Welten. Einerseits ist er gefangen in der Mini-Klitsche in Finsdorf, andererseits schaut er immer noch in der Zentrale vorbei, wo er “nach dem Rechten sehen” und vor allem Kollegin Jennifer Schirrmann angraben will.

Fans der Serie werden sich freuen, dass die gewohnten Charaktere der letzten Staffeln auch wieder dabei sind (außer der verstorbenen Erika, die aus verständlichen Gründen nicht mehr zu sehen ist). Und die CAPITOL-Mitarbeiter haben sich kaum verändert, höchstens entwickelt. Ulf ist immer noch ein Chaot (als er hört, dass er Strombergs Posten übernehmen soll, plant er erstmal, wo der Kickertisch hinkommt), Tanja ist immer noch strebsam (als sie dann wirklich Strombergs Position bekommt, entwirft sie erstmal einen neuen Sitzplan) und Ernie ist immer noch schrullig. Naja – noch viel schrulliger. Nach dem Tod seiner Mutter ist er völlig deprimiert und will nun den gesamten Hausstand verkaufen. Göttliche Szene: Ernie kommt mit einem Bund weißer Blumen zur Arbeit, Stromberg fragt: “Was ist das denn?” und Ernie antwortet im weinerlichen Ton: “Ich muss meine Mutter neu bepflanzen. Die ist hinten komplett zugewachsen.”

Genialer Mini-Gag: Zur Feier auf Strombergs Beförderung stoßen die Kollegen mit dem »Kleinen Mann« aus der gleichnamigen Serie der Stromberg-Erfinder an.

Genialer Mini-Gag: Zur Feier auf Strombergs Beförderung stoßen die Kollegen mit dem »Kleinen Mann« aus der gleichnamigen Serie der Stromberg-Erfinder an.

“Stromberg” ist gewachsen und sich trotzdem treu geblieben – auch der Auftakt zur vierten Staffel konnte mich wieder restlos begeistern, sogar mehr als die nicht ganz so starke dritte Staffel. Die Darsteller sind immer noch fantastisch, die Atmosphäre der Pseudo-Doku kommt noch besser rüber als die letzten Male (“Das ist die Frau Prell…ähhhh…witz. Die kommt aus Polen, also halten Sie besser die Kamera fest!”) und vor allem die Darstellung von Finsdorf hat mich begeistert. Ein echtes (Entschuldigung!) Scheißkaff, dass die Macher so liebevoll darstellen, dass es einfach Spaß macht. Sei des der Oma-Roller, der durchs Bild knattert, die Anwohnerin, die neugierig aus der Tür schaut, als Stromberg interviewt wird oder die dörfliche Art der beiden neuen Kollegen in Finsdorf – einfach toll!

“Monaco. Rio. Finsdorf”: Das erfundene Kaff hat als netten PR-Gag sogar eine eigene Homepage bekommen! Der Auftritt unter www.finsdorf.de ist zum kaputtlachen liebevoll schlimm gestaltet – auch hier beweisen die Macher Liebe zum Detail. Die Krönung: Werbetrailer für Finsdorf im 90er-Style bei Youtube:

Und auch ich habe mich ein wenig kreativ betätigt und für die Finsdorf-Fans da draußen ein T-Shirt kreiert, dass man hier bestellen kann.

Das Warten auf die neue Staffel Stromberg war lang – aber es hat sich gelohnt! Stromberg ist gut wie eh und je, der Humor bewegt sich weiterhin zwischen zart und hart und man hat als Fan die ganze Zeit das Gefühl, dass man seine Freunde endlich wieder um sich hat. Ralf Husmann und Co. ist mit der vierten Staffel das gelungen, was einige nicht gedacht hatten: Durch das “Umtopfen” nach Finsdorf beweisen die Macher, dass die Geschichte von Bernd Stromberg eben doch noch nicht auserzählt ist und dass es noch was Neues geben kann. Einschalten!

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5 Kommentare:

  1. Duckterpepper sagt:

    Freue mich drauf! Wenn jetzt endlich noch Ricky Gervais seine gebührenden Credits für die Erfindung des Charakters bekommt, bin ich zufrieden.

    und ps: SPOILER Alert vergessen! ;)

  2. Scatterd sagt:

    Ich beneide dich. Ich möchte auch unbedingt schon die ersten Folgen der neuen Staffel sehen. Kann es gar nicht erwarten endlich wieder schwarzen Humor zu sehen :)

  3. Steili sagt:

    Super Vorschau, die meine Freude ins Unermessliche hat steigen lassen.
    Die DVD ist schon seit Wochen vorbestellt. Man, was freue ich mich!

  4. Alleine der Name “Magdalena Prellwitz” lässt meine Vorfreude jetzt wohl täglich wachsen :-) Stromberg in der Provinz … kann nur herrlich werden.

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