Scherzinfarkt Wichteln – aber diesmal in Zweipunktnull

Wichteln – aber diesmal in Zweipunktnull

Abgelegt unter Gesellschaft, ZweiPunktNull am 8. November 2009 um 19:29 Uhr 5 Kommentare

Foto: hofschlaeger / pixelio.deOh Tannenbaum, oh Tannenbaum, die Weihnachtszeit ist mir ein Grau’n… Ja, ich bin bekennender Weihnachtshasser. Wenn der Duft von Kommerz durch die viel zu früh viel zu dunklen Straßen zieht, alle mitmenschlich sind und hinter den Lichterketten-verschandelten Hausfassaden in besinnlichen Familien die Fetzen und die Fäuste fliegen, möchte ich nicht dabei sein. Aber man entkommt dem ganzen Spökes ja auch nicht. Das Schlimmste an Weihnachten waren früher immer die Weihnachtsfeiern, auf denen gewichtelt wurde: Kleine Glas-Elefanten oder andere Abscheulichkeiten wurden aus Eigentlich-Müll-aber-man-könnte-es-noch-verschenken-Kisten gezogen, in grün-rotes Papier gequetscht und einem zugelosten Opfer übergeben.

Besonders peinlich wurde es dann beim Entgegennehmen seines eigenen Glas-Elefanten Wichtelgeschenks. Mit Bedacht auspacken, in die Runde der Umstehenden gucken, versuchen zu erraten, von wem es kommt, dabei neugierig am Papier nesteln und im richtigen Moment begeistert gucken! Denn Freude über das Grauen aus dem Geschenkpapier Wichtelgeschenk muss sein – der andere hat genau den richtigen Geschmack getroffen, das ist ein wunderbares Geschenk, das macht sich sicher totaaaaal gut im Müll.

Dieses Jahr werde ich auch wichteln. Aber in der Zweipunktnull-Version, zusammen mit anderen Nerds, Twitteren und Digitalmenschen. Zweinuller wie du und ich eben. Ich werde twichteln: Kleine Geschenke verteilen an Wildfremde – aber ohne sie beim Auspacken beobachten zu können. Ich bin die Tage über Twitter auf das Twichteln aufmerksam geworden, habe mir die Website durchgelesen und dachte: “Was für ein bekloppter Kitsch!”. Drei Tage später habe ich mich angemeldet.

Die Idee finde ich toll: Man bekommt einen anderen registrierten Twitterer zugelost (also einen Menschen, der im Zweifel genauso bekloppt ist wie man selber), wühlt sich durch seine Timeline, versucht rauszufinden, was ihm gefällt – und beschenkt ihn dann! Im Gegenzug wird man dann auch mit Post von einem anderen Twitterer (vielleicht sogar einem Follower?!) bedacht, über die man sich dann im besten Fall freuen kann.

Für mich sind die Menschen, mit denen ich via Twitter kommuniziere inzwischen zu Freunden geworden. Wir teilen alle ein Hobby, wir tauschen und miteinander aus und hin und wieder gehen wir auch ein Bier miteinander trinken. Also freue ich mich darauf, in der Weihnachtszeit in einigen Timelines von netten Twichtel-Geschenken zu lesen. Ich glaube, das wird dieses Jahr das Beste an Weihnachten. Und der Glühwein mit Amaretto natürlich…

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5 Kommentare:

  1. Agent_Dexter sagt:

    Ich habe mich bisher erfolgreich geweigert, darauf einzusteigen…
    Also soll ich jetzt auf einmal mitspielen?
    Soll ich mich darauf einlassen?

  2. Ania sagt:

    Hab fast genauso lange gezögert, aber die Neugierde überwiegt. Kein Wunder, wird meinem Geschlecht ja ein großes Maß davon zugesprochen. Ein T-Shirt werd ich aber nicht verschenken.

  3. Mario sagt:

    Ich hab mich auch angemeldet und mache auch (u.a. in meinem Blog) dafür Werbung. Finde die Idee sollte unterstützt werden ;-)

    Nur mal gespannt ob die Umsetzung denn auch reibungslos klappt.

  4. marie_cgn sagt:

    hab mich auch angemeldet bin mal gespannt ob das wirklich klappt =)

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© Florian Meyer 2010