Scherzinfarkt Die “Fanpost” und was dahinter steckte…

Die “Fanpost” und was dahinter steckte…

Abgelegt unter ZweiPunktNull am 5. Januar 2010 um 17:32 Uhr 7 Kommentare

Die gröbsten Spuren des Umzugs sind verwischt, die meisten Kisten ausgepackt und inzwischen kann man auch den Flur durchqueren – ich bin in meiner neuen Wohnung angekommen. Zeit also, endlich mal wieder was zu bloggen. Und: Endlich ein Rätsel aus dem letzten Jahr aufzulösen. Erinnert ihr euch an meine Brief-Stalkerin? Die gute “Jessica” hatte mir Anfang November einen Brief geschickt – und inzwischen weiß ich, dass nur platte Werbung dahinter steckt!

Auf den ersten Brief folgte schnell ein zweiter, ein dritter und ein vierter Brief. Das waren schon so viele, dass es mir komisch vorkam und so manch ein Follower mir auch schon vorgeworfen hat, dass ich mir die Briefe doch selber schreiben würde. Erst nach einiger Zeit kam wieder Post und erstmals konnte man zwischen den Zeilen lesen, dass da dann doch ein wenig was anderes hintersteckt.

Bald darauf kam dann auch die Auflösung: Hinter den Briefen steckt eine Firma, die nach eigenen Angaben eine Superstar-Simulation vertreibt – was immer das sein soll, ich habe es mir nicht so genau angesehen. Hier der Brief, der alles erklärt:
fanpost-loesung

Die Werbeform ist ja mal ziemlich aufwändig und geschickt. Immerhin waren die Briefe handgemalt und es waren auch mit viel Mühe Rechtschreibfehler eingebaut, die an einen kindlichen Fan erinnern. Letzten Endes hat es sich aber nicht gelohnt. Ich habe die Website nie besucht – auch nicht, nachdem mir inzwischen Anstecker und ein T-Shirt geschickt wurden (“Geschenke für unseren Superstar”). Und ich bin auch noch so gemein, nun bei der Veröffentlichung des Briefs den Namen der Simulation unkenntlich zu machen, um mich nicht für Werbezwecke instrumentalisieren zu lassen. Müssen wohl Star-Allüren sein…

Passend zum Thema:

7 Kommentare:

  1. FcSebi sagt:

    WTF? Also damit hätte ich wohl auch wirklich nicht gerechnet. Was sich die Werbeindustrie jedoch immer wieder ausdenkt ist auch nicht von schlechten Eltern. ^^

  2. DANNZ sagt:

    …die haben sich jetzt einfach nen populären Blogger/Twitterer ausgesucht und haben Fanpost verschickt? Das… verwirrt mich jetzt ein wenig.
    Aber scheinbar hat sich der Aufwand nicht gelohnt ;)

  3. Nadine sagt:

    Wow, das ist ja verrückt. Die waren wirklich handgeschrieben und -bemalt? Kein toller Druck, sondern wirklich “selbst gebastelt”?

    Hm. Die Idee ist prinzipiell ganz clever, weil überraschend. Aber wie du schon sagst: In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Gewinn?

    Und auch die Auflösung hinkt: Vom Blogger zum Autogramm gebenden Superstar? Was soll das sein? Das Metamorphose-Prinzip à la Perez Hilton?

    Und du willst wirklich nicht mal nachschauen, was das für eine Website ist? Würde mich – weiblich-neugierig, man kann ja doch nicht aus seiner Haut – doch mal interessieren. :)

    Viele Grüße,

    die Frau Neß

    • Die Schrift war Computerschrift (auf Handschrift getrimmt), aber die “Malereien” auf den Briefen waren echt.

      Nein, ich will mir die Seite nicht ansehen. Allein aus Prinzip. Aber bei dir scheint die PR ja angeschlagen zu haben… ;-)

      • Nadine sagt:

        Och nö. Bei mir schlägt Werbung selten an, das liegt wohl in der Natur der Sache.

        Aber ich will immer dahinter sehen, wissen, ob und wie`s funktioniert – und wer dafür verantwortlich ist. Auch das liegt wohl in der Natur der Sache. :)

  4. Benny sagt:

    Hey,
    ich wollte mal fragen, wo dir in den Briefen Rechtschreibfehler aufgefallen sind? :)

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© Florian Meyer 2010