Darum geht’s: Am Straßenrand steht ein Kreuz mit roten Rosen: zum Gedenken an einen Autounfall. Das Todesdatum: morgen. Und tatsächlich entdeckt die Polizei am nächsten Tag eine junge Frau gefangen in einem Kofferraum – nur Sekunden trennen sie vom Tod. Ihr Peiniger wusste offensichtlich, dass sie unter schwerer Klaustrophobie litt. Die Verhörexpertin und psychologische Ermittlerin Kathryn Dance erkennt als Erste, dass der Mörder es darauf abgesehen hat, die schlimmsten Ängste seiner Opfer wahr werden zu lassen. Und weitere Kreuze kündigen weitere Morde an…
So ist’s: Wer sich lange auf den zweiten Thriller mit Kathryn Dance gefreut hat, sollte nicht allzu viel erwarten. Deaver erzählt zwar wieder eine starke Story mit vielen unerwarteten Wendungen – aber wie unerwartet sind schon erwartete Überraschungen? Deaver-Fans wissen von Anfang an, dass sie dem ersten Eindruck nicht trauen dürfen. Leider werden gegen Ende die Wendungen immer konstruierter und man bekommt das Gefühl, Deaver wollte unbedingt noch eine Überraschung unterbringen. Nichts desto Trotz ist “Allwissend” wieder ein spannender Thriller, der sich mit einem interessanten Thema beschäftigt: Was richten Blogs und Onlinespiele heutzutage an – und wie gefährlich sind sie wirklich?! Sicher nicht der beste Deaver – aber ein Deaver!

Buchkritik: “Allwissend”


