Es war neulich abends in einem Kölner Restaurant. Ich saß da mit zwei Kolleginnen, vor mir mein Bier und mein Handy (Palm Pre, kein iPhone). Dass ich das Gerät da platziert habe, war ein großer Fehler – denn damit habe ich eine ziemliche Diskussion entfacht. Eigentlich nicht mit der Tatsache, dass ich mein Handy da hingelegt habe, sondern damit, dass ich es hin und wieder benutzt habe. Wann immer die beiden Damen untereinander gequatscht haben, habe ich einen schnellen Blick auf meine Mails geworfen, wenn wir am Tisch eine Frage diskutierten und einen Fakt nicht zur Hand hatten, habe ich ihn gewikpediat, wenn wir einen neuen Termin gesucht haben, habe ich in meinem Google-Kalender nachgeschaut. Für mich ganz normal, für die Kolleginnen befremdlich.
“Kannst du nicht mal ohne das Ding?” oder “Was machst du denn da die ganze Zeit?” musste ich mir anhören. Auf meine Antwort, dass ich E-Mails checke, bekam ich nicht nur komische Blicke, sondern auch noch eine interessante Sichtweise zu hören: “Ich checke meine Mails zwei Mal am Tag, das reicht doch….”
Reicht das? Mir nicht. Ich bin mir bewusst, dass es bei einem gemeinsamen Abendessen unhöflich ist, dauernd auf sein Handy zu schauen – deswegen grenze ich es wenn möglich ein oder erledige das Mails-Abrufen beim Toilettengang. Aber die Mails nur zwei Mal am Tag checken? Unvorstellbar für mich. Wenn es geht und ich gerade nichts zu tun habe, mache ich das dank mobilem Internet immer. Im Supermarkt an der Schlange, beim Warten auf einen Kumpel an einem verabredeten Treffpunkt oder an der Theke, nachdem ich ein Bier bestellt habe.
Seit das Internet dank Handy immer und überall verfügbar ist, bin ich auch immer mehr drin. Ich twittere direkt, wenn mir unterwegs was auffällt, ich schreibe Mails in der Straßenbahn und google, wann auch immer mir eine Frage in den Sinn kommt. Grenzen gab es gestern – und diesen das Fehlen dieser Grenzen nutze ich voll aus.
Aber davon auszugehen, dass es alle Menschen so handhaben, scheint ein großer Fehler zu sein. Im Umgang mit Gleichaltrigen und auch schon mit Jüngeren habe ich schon mehrfach bemerkt, dass diese Internetfixierung längst nicht bei jedem jungen Menschen vorherrscht. Mein eigener Bruder ist 19 Jahre alt, schreibt keine Mails und hat sich vor einem Monat erst bei Facebook registriert.
Als Onliner habe ich das Gefühl, Informationen jederzeit zu senden und zu empfangen. Klar – wir leben in einer schnelllebigen Welt und so wirklich gut für den Blutdruck kann es auch nicht sein, wenn man nie mal abschaltet und immer nur “drin” ist. Aber so hat es sich nunmal entwickelt und wieso sollte ich diese Entwicklungen nicht für mich nutzen?
Allerdings frage ich mich immer wieder, ob ich das Netz nun überschätze oder die Offliner es unterschätzen. Die Wahrheit wird wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegen. Man kann sicher wesentlich ruhiger und befreiter und ohne Ich-verpasse-gerade-was-ganz-wichtiges-Angst leben, wenn man sich nicht zu sehr aufs Internet fixiert. Aber man kann als Offliner auch sehr viele Dinge gewinnen, wenn man die wunderbaren Möglichkeiten des Internets an sich ran lässt und sich angstfrei und voller Neugier ins Getümmel stürzt….

Onliner oder Offliner?



Früher glaubte man auch, es würde reichen, Telefone mit Schnur zu haben und sich Faxe und Briefe zu schicken. Heute haben wir uns den Möglichkeiten angepasst und sehen es als selbstverständlich an, überall zu telefonieren und jemandem am anderen Ende der Welt mal eben ein Foto zu schicken. Darüber wundert sich keiner mehr… (auch nicht deine Kolleginnen).
Nun ist das Überall-Internet noch eine relativ neue Sache (im Vergleich zu Handy udn email). Deswegen sehen es viele Leute noch als unnötig an. Was ist schon unnötig und nötig? Es ist einfach angenehm, Internet überall verfügbar zu haben, es nutzen zu können (ohne es zu müssen, das bringt Stress und Druck).
In einigen Monaten/ wenigen Jahren werden sich auch deine Kolleginnen an das Überall-Internet gewöhnt haben und dich nicht mehr komisch beäugen. Es wird von einem Spielzeug für Technikfreaks mehr zu einem selbsverständlichen Werkzeug für jeden werden.
Du bist also meiner Ansicht nach nicht der, der etwas eigenartiges tut – du gehst mit der Zeit. Außerdem sollte man sich weniger fragen, wie das, was man tut, auf andere wirkt – die anderen tun das nämlich auch nicht (oder sitzen deine Kolleginnen jetzt vor ihren Blogs und schreiben darüber, wie sie ihren Onliner-Kollegen komisch angeschaut haben und ob sie etwas altmodisch sind?).
Die Zeichen der Zeit zeigen doch klar, dass wir teilweise jetzt, in Zukunft aber mit Sicherheit darauf verzichten können, Mails selbstständig abzufragen. Ich persönlich nutze ein neues Blackberry-Gerät, und da ist es Standard, Mails per Push-Technik zu empfangen. Auch auf dem iPhone wird dies immer mehr eingesetzt, und je nach Mailanbieter wird es auch ausgiebig genutzt.
Dies hat für uns den Vorteil, dass wir immer up-to-date sind, ohne alle paar Minuten auf dem Handy herumdrücken zu müssen. Nachrichten kommen jetzt wie SMS auf das Handy, und ich denke diese Kolleginnen können vielleicht ohne mobiles Internet leben, aber nicht ohne den schnellen Nachrichtendienst. Im Prinzip sind Mails doch nur größere Short-Message Nachrichten, die sich prima mit Multimedia kombinieren lassen (ja ich weiß, der Vergleich hinkt).
Mails werden noch immer vorrangig in der Geschäftskommunikation eingesetzt, aber ich sehe da schon einen Trend, dass man neben IM-Nachrichten und Statusmeldungen per Twitter oder Facebook in Zukunft auch vermehrt eMails vom Handy aus schreibt. Eben weil man weiß, dass der Empfänger sie auch umgehend lesen wird.
Und dass wir uns auch unterwegs informieren können, ist doch für das Allgemeinwissen nur förderlich. Früher haben wir Fragen, die wir uns unterwegs gestellt haben, schnell wieder vergessen. ich kann mich nicht daran erinnern, jemals unterwegs auf eine Frage gestoßen zu sein, und diese dann zu Hause in einem Lexikon oder bei der Wikipedia nachgeschlagen zu haben. Nun nutze ich diese Mobilität aus, und steigere damit mein Allgemeinwissen.
In den kommenden Jahren wird Augmented Reality Einzug in unseren Alltag erhalten. Wir zeigen mit der Handykamera auf ein Gebäude, und erhalten dazu Informationen wie Geschichte, eventuelle Geschäftszeiten und Preise etc.
Und wo du es gerade ansprichst, ich kann euch Interessierten nur wärmstens empfehlen, sich die folgende Präsentation des Google-CEOs auf dem vergangenen Mobile Congress in Barcelona anzuschauen (siehe http://bit.ly/cc8b3I ). Denn er ist der Meinung, dass Mobile das nächste große Ding wird. Und ich glaube, er könnte damit recht behalten.
Eindeutig ist es so, dass die “Offliner” es unterschätzen.
Ich habe eigentlich nur Kumpels, die in der IT Branche tätig sind und dennoch, sind es solche, die auch zu der Fraktion gehören, die ihre (privaten) Mails nur 2x am Tag checken. Unvorstellbar. Man muss auf eine Antwort per Mail 1 Tag warten wenn man Pech hat.
Ich frage mich wieso ich täglich SMS bekomme. Ich frage mich, warum Leute mir keine E-Mails schicken oder mich per GTalk anschreiben. (Besitze ein Android Handy)
Mich persönlich nervt es enorm, dass ich in meinem Umfeld der Einzige bin, der per Twitter/E-Mail/GTalk erreichbar ist. Mich nervt es, Leuten SMS schreiben zu müssen, statt Ihnen eine kurze E-Mail zu schicken.
Ich kann diese Leute nicht verstehen.
Hallo Online-Fans,
auch ich bin im Supermarkt an der Schlange, beim Warten auf einen Kumpel an einem verabredeten Treffpunkt oder an der Theke, nachdem ich ein Bier bestellt habe gleichzeitig online mit meinem Smartphone, einem iPhone 3G.
Seit das Internet dank Handy immer und überall verfügbar ist, bin ich auch immer mehr drin.
Leider sind die Verbindungskosten nicht zu vernachlässigen, gerade wenn ich das Handy nicht über WLan nutze. Habe ein gehacktes iPhone und nutze eine günstigere Prepaid-Karte von Tschibo. Ebenfalls der Vorgänger 2G hat so problemlos funktioniert.
Im Ausland, gerade im Urlaub, wollte ich natürlich ebenfalls permanent online sein, ohne mich finanziell zu ruinieren.
Meine Empfehlung ist eine Prepaid SIM-Karte eines ansässigen Anbieters mit billigem Datentarif (weitere Informationen unter google “internet ausland” gefunden).
Besonders im Spanienurlaub konnte ich mit MASmovil 95% der Kosten sparen und erholsam surfen.
Welche Erfahrungen haben andere Nutzer im Ausland gemacht?
Abschalten ist wichtig. Dazu gibt es ein schönes Buch von Miriam Meckel “Das Glück der Unerreichbarkeit”. So lange man noch im Urlaub oder an freien Tagen was anderes zu tun hat, als alle 2 Stunden seine Email zu checken oder einen Tweet zu senden, ist es vielleicht nicht so schlimm.
Man sollte aber auch mal das Wort “Sucht” ins Spiel bringen. Hast Du schon mal versucht, ohne zu leben? Während einer ganz normalen Woche? Kein mobiles Internet, wirklich nur an Arbeits- oder Heimcomputer? Und? Geschafft? Ich kann es nicht. Und mir macht das Angst. Man muss Körper und Geist auch mal etwas Ruhe gönnen, was wir als Onliner viel zu wenig machen. Zweimal am Tag Mails checken: das hab ich zu Zeiten meines alten 56k-Modems gemacht. Heute läuft Outlook den ganzen Tag im Hintergrund und ruft alle drei Minuten ab. Auch wenn ich unterwegs bin, schaue ich dank UMTS-Stick öfter mal ins Netz. Ich kann nicht anders, nicht mehr. Und ich persönlich finde das leider krankhaft.
IMHO:
Ich bin zwar etwas irritiert, dass die beiden Damen so abweisend auf das Handy reagiert haben, obwohl es ja bei Terminsuche, Fakten googeln/wikipediaen etc hilfreich auch für das aktuelle Gespräch war.
Und natürlich denke ich als halbtags Onliner durchaus positiv darüber, dass man seine Mails auch am Handy checken kann.
Und sofern das Handy nicht die Gespräche am Tisch be- oder verhindert, ist dagegen doch nichts einzuwenden?! Ein bisschen mehr Toleranz seitens Offlinern und ein bisschen mehr Rücksichtnahme seitens der Onliner und das ganze “Problem” wäre nicht mehr existent.
Ist die Frage hier wirklich “Onliner oder Offliner”? Oder ist es nicht eher eine Frage der Ablenkung (und vielleicht auch der Höflichkeit, um mal ein altmodisches Wort zu bemühen)?
Mag ja antiquiert klingen, aber Onliner machen schnell mal den Eindruck, sie wären überall dabei, aber nirgends so richtig. Aus Angst zu verpassen wenn der Sack Reis umkippt (live dabei gewesen zu sein ist ja immer besser als es erst später zu erfahren) hören sie dem Offliner nur mit halber Aufmerksamkeit zu und haben permanent ein Auge/Ohr am Online. Mal eben einen Satz sagen, dann schnell die Mails checken, ein kleines (leicht abgelenktes) “Hmmm.” dem Offliner gegenüber hinwerfen während man mal eben schnell noch einen aktuellen Tweet absetzt. Nächste Frage nicht richtig verstanden und nur mit blabla beantwortet – was soll’s, die Welt da draußen wartet auf Antworten ohne die sie sich nicht weiter drehen kann. Soll der Offliner doch endlich seine Fragen mal mailen, dann kann man die auch vernünftig beantworten…
Das führt irgendwann zu einer Trennung zwischen Off- und Onlinern. Der Onliner twittert auch noch beim Pinkeln weil er der Meinung ist, dass die Welt unbedingt darüber informiert werden muß (möglichst auch mit Beweisbild) – dem Offliner ist das egal, denn er lebt damit, manche Dinge einfach nicht mitzubekommen und manche Gedanken auch für sich zu behalten (bzw. nur mit dem flüchtigen Medium Sprache an den Gesprächspartner zu übertragen).
Offliner verstopfen das Web nicht mit mehr oder weniger Nutzlosem – und bewahren sich zusätzlich auch noch einen gewissen individuellen Status weil man eben nicht jeden Gedanken und jede Äußerung ergooglen kann. Das Netz vergisst nichts, und genau das scheinen die Onliner manchmal zu vergessen wenn sie ihre gedanklichen Ergüsse verbreiten oder ihre Profildaten im “social network” eintragen. Irgendwer hat mal gesagt “if you want to keep it private, don’t publish it.” Insofern hat Offliner sein durchaus Vorteile….
Ich denke wichtig ist die Balance. Ich hänge nicht 24 Stunden an meinem Handy oder PC, aber ich finde es praktisch unterwegs mit meiner Freundinn (die zurzeit in Japan ist, ihr könnt euch die sms kosten vorstellen) Mailen zu können.
Push Mail ist dabei eh das beste weil man so nicht alle 5 Minuten auf sein Gerät schauen muss und so nicht unhöfflich wirkt.
(habe ein ogo von 1&1 super Tarif, nur Tel ist zu teuer, 2.Handy zum tellen ist da am besten hehe)
Sicher ist es besser nicht jeden Gedanken in die Welt hinauszuschreien, aber ich stelle mir meinen Blog auch gerne als Tagebuch vor, dass ich in ein paar Jahren hervorkramen und darin herumstöbern kann.
Soundso hatt beides seine Nach- und Vorteile.
Im Endeffekt muss jeder für sich selber entscheiden ob er ein Onliner, Offliner oder irgendein zwischenwesen ist.
Interessante Ausführung zu einer Frage, mit der ich mich auch fast täglich konfrontiert sehe.
Dass es jetzt möglich ist, an jedem Ort un zu jeder Zeit mit dem Internet verbunden zu sein, jede Art von Information jederzeit greifbar zu haben und mit Jedermann jederzeit kommunizieren zu können hat viele Vorteile: In einer fremden Stadt unterwegs und den Weg zum Parkplatz vergessen? –> Google Maps und gut is’! Nachsehen wenn man in einer fremden Stadt ist wo und was man heute Abend noch unternehmen könnte? –> Ein Blick ins Netz genügt. (Mit Geolocation noch einfacher!) Beispiele könnte man an dieser Stelle hunderte aufzählen!
Ich denke es ist noch eine Frage der Zeit, bis sich diese Omnipräsenz des Netz bei den meisten Menschen “vernormalisiert” hat. Ich erinnere mich noch daran, wie man selber noch vor 10-15 Jahren verständnislos den Kopf geschüttelt hat wenn einem in der Stadt jemand mit dem Handy dauerquasselnd entgegen kam. Heute juckt das niemanden mehr, wenn an jedem Ort dieses Planeten irgend jemand in sein Telefon quatscht.
Vielleicht liegt die Akzeptanz von Telefon gegenüber Twitter & Co. neben der Gewohnheit (Telefon gibt es halt schon ein bischen länger) darin, dass die “Offliner” Twitter Facebook und ähnliches nicht als bidirektionales Medium wahrnehmen. Daher auch oft die Vorurteile gegenüber Twitter, garniert mit dem Spruch: “Wen soll das den Interessieren, was ich gerade Esse oder tue?”
Ich habe mich vor ein paar Wochen gedanklich schon mal mit der Analogie von modernen Handys und Smartphones zu den Tricordern aus “Star Trek” beschäftig: Bei Star Trek ist es völlig normal, dass man ein kleines Gerät bei sich hat, welches einem den Alltag erleichtert. Erleichtern kann in diesem Sinne z.B. bedeuten, dass dieses Gerät Fragen beantwortet (Internetrecherche allgemein), Sprachen übersetzt (Google Translate?), Informationen bereit hält (Wikipedia u.ä.) und aufarbeitet, Kommunikationsschnittstelle (Telefon, SMS, Email Twitter etc..)
Zu der Frage, die hier in den Kommentaren aufkam, warum man nicht von jedem Emails geschickt bekommt: Ich denke das Problem ist, dass einfach zum jetzigen Zeitpunkt eine zu große Vielzahl an Kommunikationskanälen existiert und es immer schwieriger wird überhaupt noch den Einstieg oder den Überblick zu behalten. Sonnvoll wäre eine Trennung der Kanäle nach Nutzung: Lange Informationen mit Multimediainhalten –> Email, Kurznachrichten –> SMS, Mit Freunden in Kontakt bleiben –> Facebook. Aber wer trennt da schon so genau bzw. wer hält sich an deratige Konvetionen? Interessant ist in diesem Zusammenhang, wenn, wie es bei den Xperia-Handys von Sony Ericsson alle Kanäle zu einem Stream gebündelt werden. Dann bleibt auch die Übersicht erhalten und das Medium ist für mich als Sender oder Empänger egal.
Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen: Öfter mal alle Kanäle schließen und die Online-Welt mal Online-Welt sein lassen kann nie schaden, so viel verpasst man, wenn man ehrlich ist dann doch nicht. Von anderen Onlinern wünsche auch ich mir dass ich in einem persönlichen Gespräch nicht um die Aufmerksamkeit gegen 10 andere nicht im Raum anwesende Personen ankämpfen muss. Von Offlinern wünsche ich mir gelegentlich einfach etwas mehr Interesse an diesen ganzen neuen spannenden Möglichkeiten, die das mobile Internet uns bietet.
Glücklicherweise kann ja immer noch jeder für sich entscheiden ob und was für Dienste er nutzt und man sollte nicht dafür Verurteil werden wenn man sie nutzt bzw. wenn man sie _nicht_ nutzt!
Onliner.
& beruhigt, dass es noch mehr Menschen der Gattung gibt.
Des- und nur teilinformierte Menschen sind einfacher steuer-, regier- & lenkbar.
@Nico
schön gesagt!
@Pussi
Vorsicht! Nicht alles was im Internet steht ist auch tatsächlich Information in reiner Form, das allermeiste ist schon gedanklich “vorverdaut” und Meinung.
Somit sind die Onliner diesbezüglich nicht wirklich besser dran als die Offliner – die reine Menge macht aus Meinung immer noch lange keine Information. (“Fresst Sch…. – Millionen Fliegen können sich nicht irren”). Onliner geben sich diesbezüglich höchstens mehr Input – das befreit sie aber nicht von der Verpflichtung, hinter all dem Input die Tatsachen zu entdecken und aus empfangenen Daten verwertbare Information zu machen. Und an der Stelle sind sie alle wieder gleich, Onliner wie Offliner.
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Ich weiß genau, wo mein Handy ausgeht. Und ich benutze diesen Knopf sogar einigermaßen regelmäßig. Es gibt sogar Tage, an denen ich keine Mails lese – nicht viele zwar, aber immerhin. Es geht auch ohne.
Und ich kenne sogar lohnende Urlaubsziele OHNE Mobilfunkabdeckung, da kann man tagelang im Funkloch unterwegs sein
Beim gemeinsamen Essen mal einen Tweet zu schreiben oder die Timeline zu checken, finde ich gar nicht schlimm, denn dabei kann man weiterhin zuhören.
Schlimmer als wir Onliner sind doch jene Handysklaven, die grundsätzlich bei jedem Klingeln ans Telefon gehen, auch wenn man mitten ins Gespräch vertieft ist, und dem Gegenüber damit das Gefühl geben, dass grundsätzlich jeder x-beliebige Anrufer wichtiger ist als die Person, die mit ihnen am Tisch sitzt.
ich sehe da keinen Unterschied – mir als deinem Gegenüber gibt es doch dasselbe Gefühl der “Weniger-Wichtigkeit”, egal ob du deine Mails checkst oder ans Telefon gehst. Ich empfinde das beides als absolutes no-go.
Nur weil man durch die Smartphones jetzt immer und überall Zugang zum Internet hat, heißt doch nicht, dass man diesen Zugang auch permanent nutzen muss. Was verpasst man denn schon groß.
Wenn ich diese Kommentare so lese, fällt mir auf, dass es eher die “Onliner” sind, die sich intolerant geben und so einen Graben schaffen. “Warum können die nicht einfach eine E-mail schreiben” – diesen Vorwurf empfinde ich echt als absurd, angesichts der Tatsache, dass nur ein geringer Prozentsatz aller Handynutzer überhaupt ein Smartphone nutzt.
Ich weiß garnicht, wann ich das letzte mal richtig offline war.
Außer wenn ich schlafe, ist das Handy (Nexus One/Android) andauernd am synchronisieren, aktualisieren, und so weiter.
Das ist der Stand der Technik also warum sollte man es nicht nutzen? Nur weil der Rest es auch nicht nutzt?
Eine Woche ohne Handy würde ich, wenn ich es für die Arbeit nicht bräuchte, allerdings auch nicht aushalten.
Wenn ich dann auch nicht an den PC könnte wäre ich von der Außenwelt abgeschnitten.
Hi!
Also wenn jemand während eines Gesprächs andauernd am Handy rumfummelt, dann nervt mich das (wenn man mal was bei Wikipedia nachguckt, ist das was anderes – aber nicht andauernd).
Die (theoretische) pausenlose Erreichbarkeit ist selbstverständlich eine Chance – aber auch teilweise erdrückend. Dadurch, dass man theoretisch sofort antworten könnte, besteht die Gefahr, dass das von einem auch erwartet wird. Das setzt einen auch unter Druck und kann Stress erzeugen.
Ich spreche mich ganz bestimmt davon nicht frei, dass ich oft das Bedürfnis habe, meine Mails zu checken, aber mittlerweile genieße ich die Zeit, in der ich gar keine Mails checken kann.
Die komplette Erreichbarkeit ist also für mich definitiv eine Chance, aber auch eine Belastung.