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“Haste Hamburg gesehen?” Ich persönlich würde ja auf so eine Frage etwas wie “Ja, der Hafen ist beeindruckend” antworten. Aber die meisten meiner Mitmenschen wissen, dass die korrekte Entgegnung eher in Richtung “Jaaaaa, war das ein krasses Spiel – was sagst du zu dem Foul?” oder “Klar – das war doch eindeutig ne Schwalbe, oder?” geht.
Keine Frage: Fußball ist in Deutschland eindeutig die beliebteste Sportart. Zumindest bei anderen. Ich kann dem Ganzen nämlich nichts abgewinnen. Wenn 22 Männer hinter einem Ball herrennen (oder 20 hinterherrennen und zwei ein Stück Rasen bewachen), kommt bei mir selten Adrenalin auf. Klar – bei einer WM oder sogar zur EM schaue ich mal zu, wenn Deutschland spielt. Aber es gibt ja auch nicht wenig Leute, die sich ein Fußballspiel ansehen und denen es scheißegal ist, wer da gegen wen spielt. Hauptsache, andere Menschen schwitzen sehen.
Ich verstehe es ja vollkommen, wenn man Fan eines Vereins ist. Sympathie für die Heimatstadt oder Identifikation mit einem netten Trainer – das geht mir alles in den Kopf. Aber warum schaut man sich an, wie zwei ausländische Vereine gegeneinander spielen und am Ende einer weiter kommt, um dann vielleicht irgendwann mal gegen einen deutschen Verein zu spielen? Wenn ein deutscher Verein, den man eigentlich nicht mag, gegen einen ausländischen spielt, verstehe ich wiederum das Mitfiebern – immer für die Deutschen, klar! Selbst wenn’s die Bayern sind.
Inzwischen ist die Liebe für den Fußball in Deutschland ja schon so weit, dass man als Mann schon von Frauen angeblafft wird, wenn man keine Ahnung hat und noch nie im Stadion war: “Musst mal mitkommen, ist voll geil da!”. Das alte Klischee, dass Frauen sich beim Fußball nur über den Trikottausch freuen ist so überholt wie der Satz “Dumm kickt gut”.
An diesem Wochenende steht vielleicht der neue Deutsche Meister fest und bald ist auch wieder Weltmeisterschaft. Außerdem sind die natur-verachtenswerten Bayern gerade schwer beliebt, weil sie ins Endspiel eines Turniers der Superhelden eingezogen sind. Im Moment hat man es echt schwer, am Thema Fußball vorbeizukommen. Es sei euch allen gegönnt, euch Fußball-Fans. Ich bin ja nicht intolerant, sondern nur verständnislos. Aber so geht es euch ja auch immer, wenn ich sage, dass ich Formel 1 mag: “Wie, man steht extra früh auf, um 22 Autos zuzusehen, wie sie im Kreis fahren?” Ja, macht man. Und es sind 24 Autos.
(Foto: jeremywilburn / flickr)
Das mit dem ins Stadion gehen solltest du dir aber echt mal antun. Ich hatte auch nichts für Fußball übrig und sehe auch heute nur internationale Spiele wirklich gern. Aber die Atmosphäre in einem Fußballstadion reißt wohl wirklich jeden mit. Auch wenns 5. FC Jammertal gegen 1999 Hoffnungverlorenheim ist – tu es dir mal an. Geh mit nen paar Freunden hin, habt Spaß. Ich freu mich schon auf den Blogpost danach.
“Wenn ein deutscher Verein, den man eigentlich nicht mag, gegen einen ausländischen spielt, verstehe ich wiederum das Mitfiebern – immer für die Deutschen, klar! Selbst wenn’s die Bayern sind.”
Oha, du hast ja echt gaaar keine Ahnung… ;-P
Gääääähn… und drei Stunden Manchester gegen Mailand wären immer noch interessanter als dieses Gefasel hier.
Jedem das seine… Aber olympische Spiele sind immer #1…
lach…genial….für mich ist fußball spannend….weil….ich die leute beobachte die sich so herrlich aufregen können positiv wie negativ…..
auch wenn ichs nicht nachvollziehn kann….jedem wie ers mag ob auf 2 beinen oder 4 rädern…..
begeisterung ist was tolles solange es nicht ins negative und gewalt umschlägt….
ein lob für die art zu schreiben….sag ja….genial
