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Ein 18-jähriges Mädchen hat Deutschland im Griff. Egal, was Lena Meyer-Landrut macht – es interessiert. Warum nur? Die Siegerin von Stefan Raabs “Ein Star für Oslo” selber redet nicht viel über sich. Sie singt lieber, tanzt und redet in Interviews darüber, wie gern sie singt und tanzt. Private Worte kommen ihr nicht über die Lippen – ganz so wie bei dem Mann, der sie berühmt gemacht hat. Und während auch Stefan Raab schon erfahren musste, dass die Presse trotzdem gerne über Sachen berichtet, über die er nicht sprechen möchte, wiederholt sich das Muster nun bei seinem Schützling Lena.
Lena wiederum hatte das Pech – von dem sie wohl damals dachte, dass es Glück sei -, dass sie schon diverse Fernsehauftritte als Komparsin hinter sich hatte. In unserer Lena steckte wohl schon immer so eine kleine Rampensau. Und wenn Lena vor einem Jahr Nacktszenen für eine RTL-Trashsoap gedreht hat, war es doch nur eine Frage der Zeit, bis die Aufnahmen nochmal an die Öffentlichkeit gezerrt werden. Jetzt, wo sie jeder kennt. Jetzt, wo sie jeder liebt. Jetzt, wo sie nur noch darüber redet, wie gerne sie singt und tanzt.
Normal und doch anders.
Woher kommt die Faszination für dieses Mädchen nur? Vielleicht liegt es daran, dass sie so angenehm normal ist – und doch irgendwie anders. Lena freut sich wie ein kleines Kind – so, wie wir uns auch gerne nochmal freuen würden. Sie quatscht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und wirkt dabei immer natürlich. Sie schreibt locker ihre Abi-Klausuren, während die Charts vollgeschrieben sind mit ihrem Namen. Und doch ist zwischen all dem Natürlichen was Besonderes – sei es ihre Nora-Tschirner-Art in Interviews oder die Kate-Nashige Art zu singen, die immer ein wenig klingt, als hätte der liebe Gott Lena die Stimmbänder falsch verbunden.
Eigentlich hatte Stefan Raab bei seinem Wettbewerb ja nach dem deutschen Vertreter für den Eurovison Song Contest gesucht. Gefunden hat er einen Star für Deutschland. Lena erlebt hierzulande einen Hype, wie ihn kein Castingsieger mehr erlebte, seit die ersten Staffeln von DSDS und Popstars vorbei sind. Wie Lena nun beim Song Contest abschneidet, ist ja fast schon noch Nebensache.
Und Europa?
Kann Europa sich auch so blitzschnell in unsere Lena verlieben wie Deutschland? Eher nein. Das Phänomen Lena Meyer-Landrut ist wohl ein deutsches. Schließlich kennen die Zuschauer des Eurovision Song Contest nicht die Vorgeschichte. Für die ist Lena nur eine flippige Sängerin, die lustig über die Bühne hopst. Aber das ist ja auch sympathisch! Und warum sollte sie denn deswegen schlechtere Chancen beim Grand Prix haben als andere?
Inzwischen, einen Tag nachdem die Nackt-Aufnahmen von Lena auftauchten, hat sie sich auch mal geäußert. Knapp, aber immerhin. Sie würde sich nicht schämen für die Aufnahmen, sagt Lena. Schließlich wusste sie damals noch nicht, dass sie mal berühmt wird. Heute würde sie das aber wohl nicht mehr machen. Mehr hat Lena auch dazu nicht dazu zu sagen…
also soweit ich das mitbekommen habe, wird Lena bei den Buchmachern mittlerweile auf Platz 1 gehandelt. Und die Buchmacher hatten beim Grand Prix bisher immer Recht
Haste sehr schön geschrieben. Die “Europa-Frage” ist meiner Meinung nach aber falsch beleuchtet – denn “Satellite” dudelt vor allem in Osteuropa quer durch jeden Club und jedes Radio…
ich finde “Satellite” eigentlich schon noch toll, nur ihr nerviger Dialekt nervt -.-
