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Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, zu der es kein Internet gab. Ehrlich. Dunkel in meinem Hinterkopf – aber sie ist da, die Erinnerung. Und: Die Zeit ist eigentlich gar nicht so lange her! So, wie wir heute selbstverständlich das Internet nutzen, können wir uns nur kaum noch erinnern, dass es vor rund zehn Jahren noch ganz anders war. Und interessant wäre: Was würden wir sehen, wenn wir zehn Jahre nach vorne schauen könnten?
Das Internet hat sich aus dem virtuellen Raum, in dem man mal ein Rezept nachschlagen kann oder einen elektronischen Brief verschickt, innerhalb von kürzester Zeit zum festen Alltagsbegleiter entwickelt. Im Ernst: Was sind schon zehn Jahre? Ein Fliegenschiss im Lauf der Zeit! Selbst für ein durchschnittliches Leben sind zehn Jahre ja nicht mal so viel, wie sie scheinen, wenn wir Kinder sind.
Inzwischen ist das Internet ein nahezu komplettes Abbild der realen Welt geworden. Es gibt nichts, was es nicht gibt – im Leben wie im Netz. Wir können schreiben und lesen, können uns die kartografierte Real-Welt anschauen, Videos filmen und der ganzen Welt präsentieren, und und und. Das Internet ist ein Teil des realen Lebens geworden.
Wie geht’s weiter?
Inzwischen gibt’s als logische Weiterentwicklung auch das Internet für die Hosentasche. Das Web steckt nicht mehr in klobigen Maschinen auf dem Schreibtisch, sondern ist überall verfügbar. Dank UMTS und Co. kann ich von überall unterwegs im Netz schauen, wo die nächste Bahn abfährt. Das klobige Gerät ist nicht mehr so wichtig für den Zugang ins Web. Aber auch das wird nicht der letzte Schritt sein – schließlich wird immer weiterentwickelt und geforscht.
Wenn das Tempo beibehalten wird, mit dem die Entwicklung in den letzten Jahren voranging, werden wir in weiteren zehn Jahren also in einer komplett neuen Welt leben. Der nächst logische Schritt ist die totale Verknüpfung von realer Welt und Internet. Aber wie könnte die aussehen? Laufen wir an einer Kneipe vorbei, über der als Hologramm drei Sterne schweben, die ein Bewertungsportal nach der Meinung der bisherigen Kunden ausliefert? Vielleicht sitzen wir ja auch vor einem Restaurantbesuch zu Hause, wählen auf einer virtuellen Speisekarte aus, was wir essen wollen, bestellen online, gehen essen, bewerten das Gericht dann später noch im Restaurant auf der dortigen virtuellen Speisekarte und erleichtern so den nächsten Gästen die Wahl.
Es ist schwer vorstellbar, wie das Internet noch weiterentwickelt werden kann. Sinnvoll wäre auch eine Live-Erfassung der Straßen, um Parklücken aufzuspüren (entweder durch Kameras oder durch Satelliten). Dann sitzen wir eines Tages im Auto, klicken auf “Parkplatz suchen” und unser Navi dirigiert uns zur nächsten Lücke, in die wir passen (weil es auch die Ausmaße unseres Autos kennt). Oder wir können schon von unterwegs checken, wie voll es im örtlichen Supermarkt ist, um uns anders zu entscheiden: Wenn es da grad so voll ist, gehe ich lieber später einkaufen…
Oder alles ganz anders?
Letzten Endes sind auch das alles nur wirre Gedankenspiele. Ich bin kein Forscher und mir fehlt auch das Visionäre im Blut, um mir eine völlig neue Welt ohne Barrieren vorzustellen. Aber ich kenne das Internet und ich weiß, dass es immer etwas Neues geben wird. Die virtuelle Welt dreht sich verdammt schnell und die E-volution (geht das als Wortspiel durch?) hat uns bisher auch gelehrt, dass Entwicklungen rasanter passieren, als wir sie uns jemals vorstellen konnten. Wie sieht die Welt von morgen aus? Wir werden es sehen. Leider erst morgen.
Wie stellt ihr euch die Zukunft des Internets vor? Was würdet ihr euch wünschen, was könnt ihr euch vorstellen – und wann ist es so weit?
(Foto: CLUC / flickr)
Wie das Netz sich entwickeln wird, weiss Niemand. Aber es wird in zehn Jahren immer noch Visionäre geben, die den Kühlschrank, der selbst im Supermarkt bestellt, vorhersagen.
Wie sich das Internet entwickeln wird ? Keine Ahnung… aber, die Schnittstelle Internet-Mensch wird sich weiterentwickeln:
so wie sie sich in den letzten 20 (!) Jahren vom PC über Schlepp- zum Laptop, Notebook, Subnotebook, Netbook, Smartphone entwickelt hat, wird es definitiv weitergehen über die halbtransparente Bildschirmbrille (i-Glasses) und Kontaktlinsen (i-Lenses) bis zum Chip, der direkt mit den Sehnerven oder den passenden Synapsen im Gehirn verkabelt wird.
Schrecklicher Gedanke ?
Die jungen Leute von morgen (heute noch gar nicht geboren ?) werden es lieben: endlich wirklich ständig online, kein leerer Akku mehr, echt kopfgesteuertes Internet eben !
