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Schluss, aus, vorbei: Ich schließe meinen Twitter-Account. Doch bevor so mancher Leser hier in Jubelstürmen ausbricht, muss ich einbremsen: Ich werde mich von von meinem Zweitaccount trennen.
Seit einiger Zeit hatte ich neben meinem Haupt-Account @Scherzinfarkt noch einen zweiten für “Privates” und anderes Gedöns, das ich nicht gleich in die große Followerschaft rausblasen wollte. Also gab’s unter @fmeyer83 nicht nur die schnellen Tweets zwischendurch aus meinem Privatleben, sondern auch Gowalla-Links und noch mehr unsinnige Twitpics von meist alkoholschwangeren Situationen. Doch damit ist nun Schluss.
Naja, das ist ganz einfach: Die ursprüngliche Idee an dem Zweitaccount war, dass ich diesen für nervige Retweet-Gewinnspiele nutzen kann, ohne gleich eine Großzahl von Menschen zu nerven. Aber irgendwann habe ich mir gedacht, dass ich mit dem Zweitaccount doch eine tolle Abspielstation für Gedankenbröckchen habe, die ich unter meinem “Groß-Account” nicht twittern wollte. Nicht gut genug für einen Super-Tweet, aber auch zu gut, um es für sich zu behalten.
Hinter dieser Entwicklung steckt natürlich mehr. Inzwischen habe ich einen Großteil meines Lebens in 140-Zeichen-Form gepresst. Immer wenn ich mich über eine Situation freue, freue ich mich nicht nur für mich, sondern für alle Follower mit: “Das muss ich twittern!” sind zumeist die ersten Worte, die mir durch den Schädel rennen. Das muss ich ein wenig runterfahren.
Weniger ist mehr? Dann biete ich ganz schön wenig. Nämlich zu viel. Jeder noch so kleiner Lacher aus dem Privatleben wird für einen Tweet zweitverwertet, jeder interessante oder lustige Anblick aus dem Alltag wird fotografiert und getwitpict. Muss das sein? Sicher nicht.
Außerdem bedeuten zwei Accounts auch doppelte Arbeit. Man muss zusätzlich zum ersten auch immer noch den zweiten im Auge behalten: Kommen @-Replies, hat man vor Kurzem noch was getwittert, wie behalte ich das alles im Auge?! Von diesem Stress will ich mich befreien.
Ich wurde außerdem von mehreren Menschen gefragt, warum ich überhaupt zwei Accounts habe. Und eine richtig plausible Antwort konnte ich kaum darauf geben – zumindest haben meine Gesprächspartner meine Erklärungen nicht als solche verstanden.
Deswegen ist nun Schluss. Ich werde meinen Zweitaccount in Kürze schließen und alles, was ich absetze, unter @Scherzinfarkt absetzen. Weniger ist mehr? Dann wird es mehr. Ich muss mich ein wenig zurücknehmen. Denn auch 140 Zeichen können einen mit der Zeit verschlingen…
Wow, auf diese Einsicht von dir habe ich ein wenig gewartet. Dass du das so offen zugibst spricht ja mal absolut für dich.
Nicht alles aus dem Privatleben muss man weitergeben. Ansonsten hast du wirklich alles treffend formuliert. Hut ab.
(Aber nicht ganz runterfahren, wir müssen schon noch was von dir mitbekommen. *g*)
:-*
[...] This post was mentioned on Twitter by Ein Online-Redakteur, Charlotte Ebeling, Christian, Georg Schiele, Florian Meyer and others. Florian Meyer said: Hier ist bald Schluss: http://bit.ly/cyNKOk [...]
