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Seit etwas mehr als einem Monat gehen wir nun gemeinsam durchs Nerd-Leben: Mein iPad und ich. Am 28. Mai zog es bei mir ein und weilt seitdem jeden Tag an meiner Seite und jede Nacht neben meinem Bett. Inzwischen haben wir also genug Zeit miteinander verbracht, dass ich mir ein Fazit zum Kauf erlauben kann. Und da mich einige gebeten hatten, meine Erfahrungen mit dem Pad zu schildern, will ich das nun tun.
Eigentlich könnte ich mich sehr kurz fassen: Ich liebe mein iPad noch heute wie am ersten Tag!
Aber damit würde ich es mir sehr einfach machen. Was ist es, das mich fasziniert und begeistert? Was ist es, das den Unterschied zum Netbook ausmacht? Und warum ist das iPad gerade für mich der richtige Kauf gewesen?
Die Antworten sind simpel: Ich bin ein Nerd und ein Sofa-Täter. Ich liege gerne auf dem Sofa und lese ein Buch oder schaue Fernsehserien. Aber nebenbei möchte ich keine eingehenden E-Mails verpassen, und was bei Twitter so los ist, will ich auch gerne wissen.
Vor dem iPad hatte ich ein Netbook. Das allerdings habe ich so gut wie nie mit ans Sofa genommen – das Aufklappen und Hochfahren war mir einfach immer zu aufwändig und zeitraubend. Als versauerte mein Netbook die meiste Zeit im Regal, während ich eher vor dem großen Computer saß, um nichts zu verpassen.
Heute habe ich fast immer mein iPad neben mir liegen, wenn ich auf dem Sofa sitze. Es piept, wenn ich eine neue E-Mail bekomme oder wenn sich mein Twitter-Client aktualisiert. Wenn mir etwas (mehr oder weniger) Lustiges einfällt, kann ich es immer gleich twittern. Wenn ich etwas nachschlagen möchte, habe ich die gesamte Wikipedia neben mir liegen. Alles Dinge, die ich mit dem Netbook auch hatte – aber nie gemacht habe.
Ein weiterer Faktor ist, dass mein iPad nie aus ist. Im Gegensatz zum Netbook, das immer wieder hoch- und runtergefahren werden will, ist mein treuer Begleiter von Apple immer an. Wie ein iPhone lässt er sich schnell aus dem Sleep-Modus wecken und ist sofort einsatzbereit. Der Akku hält bei meiner (nicht gerade intensiven, aber auch nicht sparsamen) Benutzung mehrere Tage locker durch und ist in einer Nacht schnell wieder bis zum Anschlag geladen.
So ist das iPad der immer bereite Begleiter in meinem Nerd-Alltag geworden. Mit diversen Apps checke ich die aktuellen Angebote im Supermarkt, lese Zeitungen, schaue abends im Bett Fernsehserien, die ich mir via W-Lan vom Mac streame (den Mac mache ich danach mit dem iPad via WLan aus), twittere, facebooke, und, und, und.
Mein iPad begleitet mich nahezu überall in den eigenen vier Wänden. Auf dem Sofa, auf dem Balkon, im Bett (wo ich schon vor dem Aufstehen Postfach und Timeline checke) und auch in der Küche, wo ich beim Kochen alles im Blick behalte. Mein flacher, treuer Begleiter ist immer dabei – nur nicht, wenn ich das Haus verlasse.
Als Unterwegs-Gerät sehe ich das iPad nicht. Da müsste ich schon gezielt losgehen und mir vornehmen, bei Starbucks Surfen zu gehen. Aber warum auch? Wenn ich unterwegs meine Mails checken oder einen Tweet absetzen will, habe ich immer noch mein Handy dabei. Einzig auf längere Zugfahrten würde ich das iPad mitnehmen, um mich unterwegs mit Musik oder Filmen zu unterhalten. Und auch, wenn man seine Großeltern besucht und Fotos zeigen will, macht das iPad eine vorzügliche Figur – und beeindruckt alte Leute für Technik. Ich spreche aus Erfahrung.
Insgeheim hatte ich ja ein bisschen Angst, als ich mir das iPad gekauft habe. Angst, dass es ein Lustkauf ist, der mir ein paar Tage Spaß bereitet und dann in der Ecke landet (denn so bin ich – ich kaufe mir teure Gadgets, die ich nicht brauche und nach kurzer Zeit schon ignoriere). Aber mitnichten: Das iPad hat sich in meinen Nerd-Alltag eingefügt und ist ein fester Teil meines Lebens geworden (was jetzt vielleicht ziemlich pathetisch klingt, aber ich bin nun mal bekennender Internet- und Technikjunkie).
Kann ich den Kauf eines iPads empfehlen? Keine Ahnung. Es muss jeder für sich selber entscheiden, ob er eins haben möchte. Es gibt sicher niemanden, der ein iPad “braucht”, aber es ist ein tolles Technikspielzeug und eine Möglichkeit, das Internet stets ganz nah zu haben, ohne dass es auf einem mickrigen Handy-Display erscheint. Man muss für sich selber entscheiden, ob man bereit ist, einen hohen Anschaffungspreis zu zahlen für ein Gerät, dass kaum mehr kann, als ein Netbook – aber eben anders ist.
Für mich hat der Kauf definitiv Sinn gemacht. Aber das musste ich in den letzten Wochen erst rausfinden. Ich bereue es nicht. Ich würde mir jederzeit wieder ein iPad kaufen. Aber ich bin ja auch Nerd…
(Foto: flickr/arnybo)
Klasse Bericht, klingt aufrichtig, ehrlich – und gar nicht scherzinfarktig.
Müsste es nicht “begeistert alte Menschen für Technik” heißen?
Ich hatte auch ein Netbook und hab es nur selten benutzt. Als das iPad raus kam hab ich zuerst gesagt: “Würde ich sowieso kaum nutzen und dafür ist es mir dann zu teuer.”
Jetzt hatte ich aber schon ein paar Wochenenden Gelegenheit das iPad meines Kerls zu testen und mittlerweile will ich es auch haben – warte aber noch, bis sich die Preise etwas “beruhigt” haben.
Lass Dir den Artikel von Apple bezahlen. Niemand hat je besser beschrieben was das iPad eigentlich ist.
Sehr passend dazu auch der erste Eintrag bei “Passend zum Thema:” ![]()
Scherz beiseite, ich finds klasse, ich würde auch lieber mit direktem Fingerkontakt surfen, stelle ich mir echt klasse vor, aber erster Schritt wird da erstmal ein iPhone sein, das hab ich ja auch noch nicht
Gurk ich hier erleichtert von allen Finanzen mit meinem alten Nokia rum.
MßG
Da kann ich nur zustimmen. Ich bin zwar auch Nerd und eine Apple-Fan-Hure, aber es stimmt.
Ich hab vorher ganz groß getönt brauch ich nicht, ich hab nen iPhone, was will ich damit in übergröße… Ich hab’s dann noch am Launch Day gekauft… Am gleichen Tag hab ich dann mein netbook verkauft… Wobei ich das gerät auch Gerne mitnehme…. Leider fehlt mir dafür aber UMTS…. Naja nen Grund nen neues zu kaufen… Oder?
Das ein iPad alte Menschen begeistert kann ich auch nur zustimmen… Ich hab’s meiner großmutter gezeigt und sie hat nun eine 3G Variante… Liest Kochrezepte, surft im Internet, hat sogar eine Mail-Adresse gehört Hort jeden Donnerstag ihren Sohn im Dortmunder Lokalradio… Und das alles nur weil ihr jemand ein simple zu bedienendes gerät gegeben hat….
Achso es kann auch für Streit sorgen… Seitdem siendas iPad hat und die Bild am Vorabend liest gibt es morgens Stress, weil der großvater jicht mehr 2 Zeitungen da liegen hat und meine Oma sagt “leg die Zigarette weg und lies die Bild auf dem iPad, da kannst auch die Schrift größer machen….
Du sprichst mir aus der Seele. Heißt dass, ich bin auch technogadgetverliebter Nerd? Scheint so
Das deckt sich mit den Erfahrungen der FAZ: http://www.faz.net/s/Rub7BCAE2D03FE144229BAEBFA2D908DBF0/Doc~ECCF7C9F6809A440A828D250DE6AACA5B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
[...] @Pulloverschwein Warum ich mein ipad immer noch liebe"..http://www.scherzinfarkt.net/2010/07/wa... [...]
