Hochzeitskasse 2.0

Vorbemerkung: Dies ist ein überarbeiteter Text. Nach einer kontroversen Diskussion habe ich den Artikel noch einmal umgeschrieben, um einige missverständliche Passagen besser zu erleuten. Den archivierten Originaltext mit den unglücklichen Formulierungen habe ich hier archiviert.

Der ein oder andere mag es vielleicht schon mitbekommen haben – Mike und ich werden heiraten. Der Termin steht inzwischen fest, es wird in diesem Frühjahr passieren. Als er mir den furchtbar schönen Antrag gemacht hat, habe ich natürlich gleich Ja gesagt – ohne zu ahnen, was für eine Arbeit auf uns zukommt.

Klar kann man auch blitzschnell und einfach heiraten – aber wenn es ja der schönste Tag im Leben werden soll, dann möchte man ja etwas Besonderes machen. Und es gibt ja jede Menge Möglichkeiten: In Köln kann man zum Beispiel in einer Gondel der Seilbahn über dem Rhein schwebend heiraten oder in einem 100 Meter hohen Glasturm mit freiem Blick auf den Kölner Dom. Der Wahnsinn! Das wäre doch was, hatten wir uns überlegt – bis wir dann mal nach den Preisen gefragt haben.

Eine Hochzeit im Glasturm kostet satte 690 Euro (für 30 Personen und zwei Stunden) – wenn man sich das Eheversprechen geben will, darf man offenbar von allen Seiten abgezockt werden. Bei der Suche nach einem Veranstaltungsraum und einem Caterer ist es nicht anders – wenn man eine Hochzeit ausrichten will, gibt’s nochmal 30 Prozent Heirats-Aufschlag.

Also wird unsere Hochzeit nach derzeitigem Stand klein und fein. Wir werden den Glasturm links liegen lassen, uns im Kölner Standesamt die Ringe überstreifen und dann mit unseren Gästen in einem angemieteten Vereinsheim ein paar Schnittchen verdrücken. Mehr ist bei uns im Moment einfach nicht drin. Mehr muss es ja auch nicht sein, schließlich ist die Liebe alles was zählt. Trotzdem ist das Besser der Feind des Guten – und ihr könnt uns dabei unterstützen, unsere Hochzeit ein wenig schöner zu gestalten.

Ja, ich meine eine finanzielle Unterstützung. Ich rede von einem Beitrag für unsere Hochzeitskasse. Warum solltet ihr uns was geben, fragt ihr? Gute Frage – aber wer nicht mag, der muss auch nicht!

Mike und ich haben uns auf Twitter kennengelernt und unsere Beziehung ist über weite Strecken sehr öffentlich. Wir twittern aus unserem Leben und alle die wollen, dürfen daran teilhaben. Einige haben offenbar ihren Spaß daran und viele Menschen nehmen Anteil an dem, was wir tun. Am tollen Feedback von einigen Followern merken wir, dass sich viele für uns interessieren und unsere Beziehung offenbar gespannt verfolgen. Das ehrt uns sehr.

All denen, die (uns) mögen, möchten wir nun die Chance geben, uns zu unterstützen. Und es ist auch ein kleines Experiment: Kann man in so einer Sache bei seinen Followern um finanzielle Unterstützung bitten? Die Rechnung ist eigentlich einfach: Schon wenn nur jeder Follower einen Euro spenden würde, könnten wir ein rauschendes Fest ausrichten (dann wäre sogar ein Champagnerbrunnen im Glasturm drin…). Das rauschende Fest brauchen wir natürlich nicht – aber wie gesagt: Je schöner, desto schöner.

Wir würden uns wirklich freuen, wenn eure Anteilnahme über die üblichen Follow-Friday-Empfehlungen hinausgeht und der ein oder andere den folgenden Button klickt und uns mit einer kleinen Summe unterstützt:



(Die aktuelle Sponsoring-Liste – hier klicken!)

Was passiert dann?
In allererster Linie erweist ihr uns mit eurem Sponsoring einen großen Gefallen. Außerdem wird mit jedem Euro unsere kleine Hochzeitsfeier ein bisschen schöner und größer. Alle Spender werden auf der Sponsoren-Liste aufgelistet und mit dem stets aktuellen Gesamtbetrag der Zuwendungen veröffentlicht. Somit ist das Ganze transparent und für jeden gut ersichtlich.
Ursprünglich wurde allen, die uns mit 10 Euro und mehr unterstützen, ein namentlicher Dank auf Twitter zugesagt. Das hatte allerdings einen negativen Beigeschmack. Deswegen werden Sponsoren jetzt nur noch in der Liste veröffentlicht – unabhängig vom Betrag.

Diese Hochzeitskasse 2.0 ist ein Experiment. Ich weiß, dass es ungewöhnlich, ein stückweit peinlich und auch ziemlich dreist ist, fremde Menschen einfach um eine Zuwendung zu bitten. Ich selber bin gespannt auf eure Kommentare, eure Spenden und eure (Re-)Tweets und werde euch hier auch immer wieder auf dem Laufenden halten. Wir gehen hier einen ungewöhnlichen Weg – aber unsere ganze Beziehung ist bislang in der Hinsicht ziemlich ungewöhnlich gewesen. Deswegen würde ich mich freuen, wenn ihr diesen ungewöhnlichen Weg mit uns geht und ein Teil unserer Hochzeit werdet.

Vielen Dank,
euer Florian

Update, 5.2.2011, 21 Uhr: Nach diesem Aufruf haben sich einige ziemlich aufgeregt und mich beschimpft. Zum Teil haben sie Recht und haben gute Anregungen gegeben, aber teilweise sind die Kommentare unter diesem Eintrag auch echt unter aller Sau. Wen’s interessiert: Ich habe dazu noch einmal Stellung genommen.
Inspiriert von einigen Kommentaren haben wir uns entschlossen, den Verwendungszweck des Geldes etwas zu ändern: 25 % der Gesamtsumme werden einer Kindertagesstätte in unserer Nachbarschaft, dem Niehler Elternverein Köln, gespendet.

Dieser Eintrag wurde geposted amDienstag, Februar 8th, 2011zu11:16und ist abgelegt unterGedanken, Meinungen, ZweiPunktNullSie können alle Antworten zu diesem Eintrag folgen durch den RSS 2.0feed. Sie können einen Kommentar hinterlasse , oder trackback von deiner eigenen Seite You can leave a response, or trackback from your own site.

Über den Autor:

Florian Meyer ist Online-Redakteur und Tupperware®-Berater in Köln, Netz-Junkie, Twitterer, Beobachter, Schreiber

61 Comments

  1. Thomas

    traurig.

  2. Gute Sache!

    Mich persönlich würde es freuen, wenn die Mittelverwendung im Nachhinein lückenlos wäre ..

    • Meinst du, ob auch wirklich jeder Euro in die Hochzeit investiert wird? Sicher – das werden wir natürlich auch dokumentieren!

  3. Michaela

    Oh, ist das billig.

  4. Carsten

    Und ich hätte gern ein Auto. Leisten kann ich mir nur einen VW. Bitte spendet mir auch ganz viel von Eurem hart erarbeiteten Geld, dann kann ich mir einen Porsche kaufen. Und von meinem Geld gönne ich mir dann noch ein paar unnötige Apple Produkte und übertriebene Küchenmaschinen … Danke.

  5. Hmm,

    schade dass Ihr Euren schoensten Tag nicht dazu nutzt, um fuer Menschen zu sammeln, die weniger bis gar nichts von dem “Luxus” haben wie wir: fliessend Wasser, Krankenversorgung, Bildung, etc.

    Ich haette es cooler gefunden, wenn Ihr ein Projekt unter http://www.betterplace.org mit Eurer Heirat unterstuetzen wuerdet und dafuer um Spenden bittet !

    Ich wuensche Euch trotzdem Alles Gute und eine tolle Hochzeitsfeier und bewundere Euren Mut zu dieser gewagten Aktion, Chapeau :)

    Beste Gruesse

    Hendrik

  6. Also …hm, ich sitze jetzt ein Weile vor diesem Text und habe natürlich (m)eine Meinung. Und Du/Ihr habt das Brisante ja im letzten Absatz auch selbst sehr gut in Worte gefasst, es ist ein immenses Stück peinlich. Mir stellt sich eine Frage: worin liegt jetzt genau Eure Bedürftigkeit, um fremde Menschen anbetteln zu müssen, für eine Sache, die in der terminlichen Gestaltung Eurer gänzlich freiwilligen Entscheidung liegt? Also Eure echte Bedürftigkeit?

    Sieh mal, ich habe 2006 meine Mutter beerdigen müssen – unter ALG II-Bezug. Das heißt, das Sozialamt übernimmt dann die reinen Bestattungskosten im angemessenen Rahmen. Das ist dann Plastikleichenhemd und Furniersarg, Sparurne. Alles was Abschiedsfeier, Leichenschmaus etc. anbelangt, findet dann nicht statt – wenn überhaupt nur in einem sehr sehr kleinen Rahmen, der Verstorbenen kaum gerecht wird. Man gestaltet Trauerkarten selber, spart sich das Porto vom Mund ab, kocht Kaffee und backt den Kuchen selber. Mit viel Glück hat man gute Freunde, die einem dabei unterstützen. Ich wäre allerdings in der Zeit damals nie auf die Idee gekommen, meine Blogleser um Geld zu bitten. Nie. Und genau deswegen sitze ich gerade fassungslos und sehr peinlich berührt vor diesem Blogpost.

    Eine Beerdigung, das ist etwas, das kann man nicht verschieben – nur weil die finanzielle Lage ungünstig ist. Eine Hochzeit indes schon. Man kann zunächst sparen, dann heiraten oder heiraten und das Zelebrieren, die große Feier, in eine Zeit vertagen, in der es finanziell besser aussieht. Das machen viele Paare. Und deswegen fühle ich mich bei Eurem vorgetragenen Anliegen mindestens so unwohl, wie die vorherigen Kommentatoren. Aber ich wollte mein Empfinden wenigstens erklärt haben.

    Ich habe heute immer noch wenig Geld, spende aber sehr gerne bei vorliegender akuter Bedürftigkeit. Beispielsweise, wenn einer Bloggerin gerade die Wohnung abgebrannt ist oder das Haus kurz vor der Versteigerung steht. Deswegen meine sehr ernstgemeinte Frage nach Eurer Bedürftigkeit?

    Natürlich wünsche ich Euch dennoch viel Glück und eine lange glückliche Ehe.

    • KM

      Mir ging es ganz ähnlich und genauso wie du habe ich den Blogpost auch gesehen. Wir haben meinen Mann verloren, also den Hauptverdiener. Er starb völlig überraschend mit 43 und hinterliess ohne jede Absicherung Kind und Ehefrau mit Nebeneinkommen. Aber wir sind, auch mit der plötzlichen Reduktion für den eigenen Lebensaufwand, völlig ohne Bettelei, staatliche Stellen, etc. klar gekommen und haben natürlich nicht bei Freunden, Arbeitskollegen, etc. auf die Tränendrüse gedrückt. Es wäre ein Leichtes und womöglich für Viele verständlich gewesen, nun auf Trauerkarten und in Zeitungen ein Spendenkonto aufzumachen, damit z.B. für den damals 11-Jährigen die Ausbildung gesichert würde.

      Aber vielleicht geht das so bei plötzlichen Schicksalsschlägen, stattdessen bei schön geplanten Events wie einer Hochzeit, die man einfach etwas “größer” ausbauen möchte, als gerade möglich ist, wird dann die Marketing-Maschine angeworfen…

    • Ich halte fest, dass Du innerhalb dieser Aktion, Dich nicht in der Lage siehst ernstgemeinte Fragen direkt zu beantworten. Ist auch eine Antwort. ,-)

    • @creezy Wer hatte nach Deinen Notlagen gefragt?

  7. Carmen

    Ich bin bestürzt. Das ist das Schrecklichste, was du je gemacht hast. Ich schäme mich fremd, wenn ich das lese und wünsche mir, dass du mit dieser hirnlos dreisten Aktion keinen Erfolg hast. Alles andere wäre… ich kann es gar nicht ausdrücken.

    “Jedem, der zehn Euro und mehr spendet, wird in einem Tweet gedankt.” Das ist ja wirklich super. Dann überleg ich mirs ja vielleicht doch noch mal… Alter, komm mal aus deiner Traumwelt raus, für wie geil hältst du dich? Das ist so arm.

  8. Steffi

    Ich bin fassungslos. Man spendet für Menschen, die nach einer Überschwemmung kein Zuhause mehr haben oder für kranke Kinder, aber doch nicht für jemanden, der zu geizig ist, seine Hochzeit zu finanzieren, sich stattdessen aber nahezu jedes Apple-Gerät leistet.

  9. Johnny

    Das ist sowas von erbärmlich!

    Das war’s für mich mit deinem Blog und deinem Getwitter. Da hört’s doch echt auf…

  10. Andi

    Köstlich. Einfach nur köstlich wie armselig euer gebettel rüber kommt.

  11. Jesus

    Ich muss weinen. Das schlimmste, was ich jemals lesen musste.

  12. Frank

    Ich weiss garnicht, wieso sich fast alle hier so aufregen. Sicher, creezy oder Überschwemmungsopfer hätten Spenden sicher nötiger gehabt als Du jetzt, aber wer nicht will, braucht Dir ja nix zu geben. Ich finde die Bitte daher auch gar nicht dreist.

    Mein Gott, er _fragt_ doch nur. Es ist ja nicht so, dass wir eine Einzugsermächtigung unterschreiben sollen! Und die Frage hat er sich sicher gut überlegt. Fällt ja bestimmt nicht leicht, schätze ich.

    Ich würde sogar was geben, aber ich habe kein PayPal und nur deswegen werde ich es auch nicht einrichten.

    Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute für Eure Hochzeit — und weniger shitstorms!

    Viele Grüße

  13. Tom

    Hey.

    Ich finde eure Hochzeitspläne toll und wünsche euch alles, alles Gute. Aber ich muss mich den Vorpostern anschließen, die Spendenaktion ist geschmacklos und peinlich. Dann feiert halt nur mit 30 Leuten zu Würtschen, Kartoffelsalat und Kölsch, wenn es finanziell nicht anders passt. Muss ja schließlich keine riesige Sause werden. Sorry, aber wer viel Geld für iPads, iPhones, iMacs ausgeben kann, sollte sich schämen, Spenden vom Fremden zu erbetteln, damit ihr eine “euren Ansprüchen” entsprechende Hochzeit feiern könnt. So geht’s nicht und ich hoffe ernsthaft, dass eure Follower ihre hart verdientes Geld für sinnvollere Aktionen/hilfsbedürftige Menschen spenden.

    Alles Gute!

  14. Wurstegal

    Mir kann es ja echt egal sein. Aber ich finde die Aktion so bitter, dass ich mich hier auch mal kurz äußern muss. Das ist doch wohl nen schlechter Scherz, oder? Falls nicht – ERBÄRMLICH!

  15. Selbst wenn dieser Text als Experiment und Satire gedacht sein soll, empfinde ich das Betteln um Spenden als unangemessen.

    Sofern Ihr Euch nur einen Scherz erlaubt habt, um die Reaktionen zu testen und das Geld anschließend spendet, bleibt trotz allem ein fader Beigeschmack.

  16. Desi

    Großer Bettel-Flo: Du nervst!

  17. KuanQia

    Fremdschämen, gelinde Vorwürfe – so gut ich verstehen kann, wenn einem da die ALG II-Beerdigung einfällt, die man auch gerne hübscher gestaltet hätte (Hut ab, daß Du Dich trotzdem nicht hast entmutigen lassen und Du was Liebevolles auf die Beine gestellt hast, Creezy! :o ) ) – ich finde, es steht uns nicht zu, zu kritisieren, daß da zwei Tweetkollegen ihren schönsten Tag im Leben auch gerne als solchen gestalten wollen und dafür um Hilfe bitten!
    Wenn Ihr nix geben wollt – Ihr müsst ja nicht!
    Wenn Ihr neidisch seid und Euch auch was gönnen wollt – Ihr seht ja jetzt, wie´s geht! :o P
    Wer nicht allzuviel hat, aber gönnen kann und will – 1€ ist auch schon was, wenn´s mehrere gibt, die so viel spenden!

    Lieber Florian, ich wünsche Euch eine gelungene Hochzeit, liebevoll und heiter mit tollen Freunden, die Euch auch mit Low-Budget durch tolle Einfälle einen unvergesslich schönen Tag bereiten!!!

    Werdet glücklich!
    :o ) :o ) :o )

    • KuanQia

      —Sorry, da ist was mit den Smileys schief gelaufen…

  18. Shitstorm!!11111

    Da haste dir ja was eingebrockt ;)

    Vorweg: Alle, die es nicht toll, peinich, armseelig, etc – warum postet ihr hier irgendwelchen Rotz? Ach ja, Shitstorm – sry!

    Wenn ich mal etwas Geld brauche, weil ich 500 Euro Krankenkasse zahlen muss – frage ich auch Verwandte um Hilfe – es ist halt das Web 2.0. Ich selbst habe schon für Freunde Geld gespendet, die auf Asienreise waren – und? Jetzt? Bin ich genauso armseelig? Eure peinlichen Kommentare hier sind armseelig, im Ernst. Damit meine ich nicht eure privaten Geschichten (cich habe auch schon drei geliebte Menschen beerdigt, hat wohl jeder, und jeder hat dafür auch mein Mitgefühl.) sondern die “lächerlich!!111″ oder “erbärmlich!!!111″ Kommentare.

    Ich wünsche euch ganz viel Spaß und wenig Anstrengung beim Ausrichten der Hochzeit – und lasst euch nu nicht runterziehen, wegen den Kommentaren hier :) Hab selbst momentan keinen Euro – sonst hätte ich euch – erst Recht – ein paar Euro zukommen lassen…

    Viel Glück euch beiden!

  19. Kakaoherz

    Ich weiß gar nicht, was sich alle so aufregen. Das ist doch einfach typisch Web 2.0. Ich finde es ganz witzig, dass ihr das mal ausprobiert. Also kein Grund die beiden hier so anzumotzen!
    Lasst euch nicht unterkriegen und viel Spaß bei der Hochzeit!

  20. calito

    Ganz ehrlich, eine miesere Aktion gibt es gar nicht. Vor allem die Bekanntheit dieses Blogs auszunutzen um an Spenden zukommen.

    Bei einer Hochzeit sollte die Liebe gefeiert werden, nicht das Ambiente.

    Echt derbe billige Aktion!

  21. Meine Herren,

    die sich am meisten über Aktion aufregen sind sicher die auch bei Flutkatastrophen nicht spenden.
    Jeder hat seine eigenen Prioriotäten. Warum soll man nicht auch mal für sowas spenden statt immer nur für traurige Sachen? Wer nicht will der hat schon. Jedem das Seine. Finde es schlimmer das hier eine Art Bashing gemacht wird.
    Ich bin alleinerziehend und habe nicht viel Geld, aber ich spende bei Erdbeben usw auch immer einen kleinen Betrag. Jetzt werde ich es auch tun, denn ich freue mich für die beiden und warum soll ich auf diesem Weg nicht was zur Hochzeit beitragen wenn ich es doch gern möchte?

    Jana

  22. Peter

    Unter dem Artikel ist ein Artikel verlinkt, der in allen Einzelheiten beschreibt, wie Du Dir ein iPad kaufst. Vielleicht wirst Du mal diesen Apple-Schnickschnack los und verwendest das Geld für die Dinge, die wichtiger sind.

    Der Artikel ist peinlich und ziemlich erbärmlich. Es gibt Menschen, die haben wirklich wenig Geld und arbeiten ziemlich hart. Andere haben Luxus-Scheiße, sitzen den ganzen Tag vor dem Computer und betteln auf Twitter ihre Follower nach Geld an, damit die Hochzeit ein bisschen größer werden kann – Geht’s noch?

  23. Walter

    Natürlich sollte man für Menschen spenden, die einen Schicksalsschlag erlitten haben und aus eigener Kraft nicht daraus kommen. Doch sehe ich den “Spendenaufruf” hier etwas anders. Man spendet ja nicht für die beiden weil die so arm dran sind und unsere Hilfe bitter benötigen, sondern weil man Ihnen etwas für ihre Tweets und Blogs zurückgeben möchte. Ich lese beides gerne und auch wenn ich die beiden nicht persönlich kenne, kann ich Ihnen für ihre Bemühungen etwas zurückgeben. Keiner ist dazu verpflichtet und man sollte die Intention dahinter sehen.

  24. Frank

    Ich finds klasse, wenn Schwule heiraten! Hey, Leute, das ist eines dieser traumhaften Rechte, die wir hier haben. Ist das geil oder geil? Das muss man unterstützen, wenn man will, aber man darf die Leute nicht auch noch ankacken! Ich finde die Aktion von scherzinfarkt und tweetwerk absolut ok.

    Seid mal nicht so zickig!

    Viele Grüße und alles Gute für Eure Hochzeit!

  25. Manon

    Ich sehe das so:

    Für jede Hochzeit ist es üblich eine Liste zu erstellen, mit Dingen die das Paar geschenkt haben möchte, damit es nichts doppelt gibt und man nur Dinge bekommt die das Paar wirklich braucht.
    Weil aber immer mehr Paare bereits voll ausgestattete Haushalte haben, ist es üblich, sich Geld zur Hochzeit schenken zu lassen. Soweit, so normal. Niemand fragt dabei nach, wofür diese Geldgeschenke verwendet werden und ich vermute viele gleichen damit auch Löcher in den Konten aus, die von der Feier gerissen wurden.

    Alles was hier anders ist, ist die Bitte, dieses Geld vorab zu schenken.
    Wer sich nicht angesprochen fühlt, soll es sein lassen. Wer das Bedürfnis hat, den beiden was Gutes zu tun und ihnen eine Freude zu machen (ohne sie persönlich zu kenne oder eingeladen zu sein oder eine Gegenleistung zu erwarten) der hat hier die Möglichkeit.

    Etwas unglücklich war vielleicht die Formulierung als “Spende”. Alles andere finde ich völlig in Ordnung.

    Ich wünsche euch alles Gute, Glück und Zufriedenheit, eine schöne Hochzeit und ein wundervolles Leben als Ehepaar.

  26. priska

    Ich find die idee etwas durchgeknallt, aber ok. Ihr müsst ja nicht spenden wenn ihr nicht wollt. Und alle die, dies als schwachsinn abstempeln und von spenden für überflutungsopfer oder haiti reden, haben sicher dort keinen cent gespendet. Flo ist nicht der erste der im web 2.0 bettelt. In youtube hatte einer um 1million gebeten und sie bekommen, also was solls?
    Also regt euch nicht darüber auf!
    Ich wünsche euch (flo & mike) alles gute für die hochzeit

  27. saschm

    Oh je… jetzt hagelt’s bestimmt ganz viele “Unfollows”…
    Schon irre dieses ‘Internetz’… :D

    Meine eigene Meinung zu der Aktion ansich behalte ich jetzt mal einfach mal für mich…
    Aber vielleicht hättet ihr einfach statt “Danke per Tweet oder Blog-Mentions” einfach sagen sollen, dass (sofern tatsächlich eine gewisse Summe zusammen kommt) alle Spender und damit die, die mit helfen, dass ihr eine größere/bessere Party ausrichten könnt, dann einfach auch dabei sein können!? Dann schlägt das in meinen Augen dann auch tatsächlich den Bogen zu dem Punkt, dass eure Follower eure Geschichte bis hier her und dann eben auch bis zu diesem Höhepunkt miterlebt haben…

    Naja, ihr werdet schon wissen, was ihr tut… Und über die Planungen etc. werden wir ja vermutlich ohnehin ausführlich auf dem Laufenden gehalten ; )

    Wie auch immer, ich wünsch’ euch trotz allem alles Gute und ganz viel Glück für eure gemeinsame Zukunft!

  28. Die letzten 25 Kommentare haben mich darin bestärkt, 5 Euro in Eure Hochzeitskasse zu legen. Habt einen schönen Tag!

  29. Lena

    Ich hoffe insgeheim noch, dass ihr mit dieser Aktion einfach nur bei Punkt 12 landen wollt. Das entsprechende Niveau habt ihr dadurch ja bereits….

  30. KM

    Ich will da noch mal differenzierter drauf eingehen: Was mich so irritiert ist ja, dass eine finanzielle Notlage zunächst thematisiert (690 Euro für den Glasturm sind zu teuer) und dann anschliessend für die “Spende” eine Gegenleistung in Aussicht gestellt wird. Deine geschätzten Follower und Blogleser dürfen also mit namentlicher Erwähnung auf eine Verlinkung “geworben” werden. Wenn Ihr nun einfach gesagt hättet: Es läuft geschäftlich grad nicht so dolle, deshalb wird’s was Einfaches, aber wer mag, kann etwas dazu tun, dann wäre die Bereitschaft sicher ebenso groß gewesen. Jedenfalls für die Leser und Follower, die Euch tatsächlich persönlich mögen und keine Probleme mit einem kleinen Betrag haben. Ich habe auch schon völlig unbekannten Leuten was von deren Amazon-Wishlist gekauft oder Paypal-Spenden gemacht, eben genau ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Es ist diese offensichtliche Geschäftsbeziehung, die mich stört.

    • KuanQia

      Genau das liest sich aber doch aus Flos Text heraus!

  31. omg, kommen jetzt hier alle aus einem Loch gekrochen, die jemals in ihrem Leben vom Schicksal gebeutelt wurden? -.- Was können zwei jung verliebte Menschen dafür?

    Es kann jeder selbst entscheiden wofür er sein Geld ausgibt oder spendet. Die einen beruhigen ihr Gewissen mit einem 5er für irgend eine Hilfsorganisation, die sich dann min. 50% selbst einsteckt, und andere helfen vll lieber zwei jungen Menschen um ihnen den schönsten Tag ihres gemeinsamen Lebens zu ermöglichen.

    Macht euch beiden nichts aus den ganzen Kommentaren. Ich finde es eine sehr schöne Geschichte wie ihr euch kennen gelernt habt und mir macht es viel Spaß euch zu folgen bzw. virtuell an eurem Leben teil haben zu dürfen. Deswegen helf ich euch gerne! :-)

  32. MarcoVau

    Also…

    So an sich finde ich die Idee gar nicht mal schlecht… Mutig? Naja… Geht eher in die Richtung cool. Der Shitstorm ist total übertrieben, gehört aber unweigerlich zu 2.0 dazu. Daran wird sich auch in Zukunft nicht’s ändern… Wenn ihr noch nen kleinen Zusatz in euer “Bettelschreiben” einbaut wie -sollten mehr als 600blabla Euro zusammenkommen, spenden wir den Rest an folgende gemeinnützige Organisation…- werde ich mir ein PayPal Konto einrichten…
    Ansonsten wünsche ich euch gutes Gelingen und allen anderen viel Spaß beim Stalken…

    Gruß, MarcoVau

    PS: Ich wünsch mir nen iMac… Da ist doch sicher was zu machen mit 366 Followern ;-)

  33. MG

    Ich sehe das nicht als peinlich oder dreist an, wie es Florian sogar selbst schreibt, sondern als kleine “Gegenleistung”, die alle geben können (und nicht müssen!) um dem Paar, dass für so viele kleine Schmunzler und Lacher im eigenen Leben sorgte, selbst zu einer unvergesslichen Feier beizutragen. Seht es doch viel mehr als ein Hochzeitsgeschenk, statt als Spende für “notleidende”. Und mal ehrlich: Wenn ihr zu einer Feier eingeladen werden würdet, schenkt ihr dann auch nur um dem Hochzeitspaar den entstanden finanziellen Schaden auszugleichen oder um den Gastgebern eine Freude zu bereiten? Von daher: Alle, die was schenken möchten und können: tut es! Alle anderen, “geht einfach nicht zur Feier” und bereitet den Menschen dadurch keine Freude…

  34. Caro (Frau_Thor)

    Ich hab das jetzt erstmal ein paar Stunden sacken lassen, bevor ich mich dazu äußere und werd mich so objektiv wie möglich fassen.

    Ich freu mich für euch, wenn sich durch diese Aktion Leute finden, die euch für eure Hochzeit finanziell unterstützen werden. Auch wenn ich diese Idee weniger cool, sondern eher dreist finde. Sorry.

    Interessant wäre allerdings, ob eure Spender auch andere unterstützen würden, die es euch vielleicht nachtun werden. Kann mir nicht vorstellen, das so viel dabei herauskommen würde wie bei euch, wenn es sich um jemanden handelt, der nicht so… hm… “beliebt”… “berühmt”… ist wie du. Ihr werdet mit Sicherheit von so einigen unterstützt werden; ich werde allerdings nicht dazugehören. Warum? Weil andere, die mit Sicherheit viel weniger haben als ihr (trotz Fulltime-Job mit unbezahlten Überstunden) und sich keine Luxus-Spielereien leisten können, auch allein klarkommen (müssen).

    Zitat aus dem obigen Text:
    “Wir twittern aus unserem Leben und alle die wollen, dürfen daran teilhaben. Einige haben offenbar ihren Spaß daran und viele Menschen nehmen Anteil an dem, was wir tun. Warum sollten wir sie also nicht nach einer kleinen Beteiligung fragen?”

    Klingt wie “Es wird eine Theatervorstellung gegeben und hinterher wird mit dem Hut rumgegangen.”

    Und wer zwingt euch, euer Privatleben bei Twitter breitzutreten?

    Aber gut. Ihr versucht es halt, mit diesem Aufruf schneller zu einer besseren Hochzeit zu kommen. Okay. Ihr seid jung und bissi verrückt. Okay. Aber habt ihr wirklich nicht damit gerechnet, dass euch eine solche Welle der Ablehnung entgegenschwappen könnte? Dann scheint ihr euch doch etwas zu hoch in den Sphären bewegt zu haben und seid nun Richtung Boden der Tatsachen heruntergezogen worden.

    Selbstverständlich wünsch ich euch für euren gemeinsamen Lebensweg alles erdenklich Gute und eine tolle Hochzeit, egal ob an den Niagarafällen oder am Rhein mit ‘nem tollen Grillabend am Flussufer.

    Liebe Grüße

    Caro (Frau_Thor)

  35. Zunächst: Glückwunsch zu Euren Hochzeitsplänen, das ist ja immer was fürs Herz.
    Was die Spendenaktion betrifft, nunja, „Versuch macht kluch“, wie man so sagt. Klar, daß man sich über Twitter gefunden hat ist schon (noch) etwas Besonderes und insofern ist es nur naheliegend, die Follower in irgendeiner Form mit in die Feierlichkeiten miteinbeziehen zu wollen. Und das Gesabbel der Berufswohltäter, die meinen, man solle statt groß auf die Sahne zu hauen doch an die armen Kinder/Bedürftigen/Hungernden/Katastrophenopfer etc. weltweit denken und doch lieber dafür spenden, die finde ich auch reichlich peinlich. Wer nicht feiern kann und anderen Leuten morlisch kommt, wie sie ihr Geld ausgeben sollen, ist imho ein armes Würstchen.

    Aber: Seine Follower mit einzubeziehen hieße für mich beispielsweise: Ihr wollt eine rauschende Ballnacht mit allen Followern. Da das keiner finanzieren kann, braucht Ihr Spendengeldumschläge von den Gästen, ganz im Stil von „Der Pate“ (wobei es da eher um die Aussteuer der Braut und das Beeindrucken des Schwiegervaters ging). Es wird eine Hochzeit, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat und Twitter wird bis in alle Ewigkeit (okay, bis ca. zwei Tage später) davon reden.

    Ach so: Ihr wollt dann doch nicht so viele fremde Leute an Eurem schönsten Tag dabeihaben? Ihr kennt ja eigentlich Eure Follower gar nicht richtig, und Tom auf MySpace ist jetzt auch nicht direkt Euer Freund, hihi, das ist ja nur so, äh, also, nunja, … kurz: NO FUCKING WAY! #Panik

    Jo, und genau das schoß mir auch eben durch den Kopf. No fucking way.

    Ich folge Dir gern, Du twitterst witzig und originell, Deinen Partner und seinen Account kenne ich (noch) nicht, aber Du bzw. Ihr würde(s)t mich garantiert nicht zum schönsten Tag Deines Lebens einladen und ich würde dafür garantiert auch nicht nach Köln fahren. Und das ist auch ganz genau richtig so.

    Ich spende für Leute, die’s brauchen im Sinne von „ich hab’ nichts zu essen/kein Dach überm Kopf/bin krank/weiß nicht, wie’s morgen weitergehen soll“. Nicht für „wir wollen standesgemäss heiraten“, sorry.

    Aber ich flattre gern Artikel, die mich gut unterhalten haben.

  36. Donna

    Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich schon an eurem “Sinn für Realität” gezweifelt, als ihr angefangen habt, im Namen eures Hundes zu twittern. Diese Aktion setzt aber nochmal gewaltig einen drauf.

    Ich weiß nicht, ob oder was ihr beide arbeitet, aber wenn ihr eine pompöse Hochzeit wollt, wie wäre es dann mit sparen? Ob ihr nun ein paar Monate früher oder später heiratet, ist doch völlig egal. An euren Gefühlen füreinander ändern doch auch ein paar Ringe und ein standesamtlicher Wisch nichts.
    Ich denke, es wäre auch für euer Ego besser, wenn ihr wüsstet, dass ihr das alleine geschafft habt. Natürlich ist es einfacher und bequemer, sich auf andere zu verlassen, aber ein angenehmes Gefühl ist das mit Sicherheit nicht, andere für euren Spaß blechen zu lassen.

    Wenn ihr es nicht schafft zu sparen oder auf das neueste Apple-Gerät zu verzichten, um 700 Euro zusammenzubekommen, dann ist eben nicht mehr drin als eine kleine Party. Reicht doch auch, oder nicht? Wie oben schon gesagt, an euren Gefühlen ändert es nichts, wenn ihr keine Riesen-Sause habt. Und eure Freunde und Bekannte werden sich auch so mit euch freuen und Spaß haben.

    Apropos: Habt ihr mal an eure Gäste gedacht? Wenn ich eurer Gast wäre, hätte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen, wenn ich wüsste, dass andere (fremde) Menschen für mein Essen etc. auf der Party bezahlt haben. Wenn ich mir hier die anderen Kommentare durchlese, geht das sicher vielen genauso. Vielleicht gehen einige dann sogar so weit, dass sie gar nicht kommen.
    Es ist doch ein viel größerer Luxus, all seine Lieben um sich zu haben und eine kleine Party zu feiern, anstatt eine bombastische Sause auf Kosten anderer zu veranstalten, seinen Freunden und Bekannten dann eventuell ein schlechtes Gewissen zu machen oder sie gar nicht dabei zu haben.

    Und ganz ehrlich: 700 Euro sind nun wirklich nicht die Welt. Ich als Studentin muss jedes Semester diesen Betrag auf den Tisch legen, ob ich kann oder nicht. Da verzichte ich lieber auf das ein oder andere Luxusgut oder leihe mir im äußersten Notfall etwas bei den Eltern, anstatt bei fremden Leuten zu betteln.

    Mein Rat wäre: Brecht die Aktion ab, gebt das Geld, das ihr bisher bekommen habt zurück oder spendet es für einen guten Zweck und arbeitet selber für eure Hochzeit. Das erleichtert euer Gewissen im Nachhinein ungemein. Dann dauert es zwar noch etwas, aber das ist doch egal. Wer sich sicher ist zu heiraten, der kann auch warten.

    P.S.: Vor allem gebt ihr den Spendern bei einer eventuellen Scheidung nicht das Gefühl, umsonst gespendet zu haben…

  37. Pingback: Kekse krümeln » Twitterhochzeit oder der Versuch derselben

  38. Ich wünsche Euch eine tolle Hochzeit und viele glückliche Jahre. Und wenn ich helfen kann Euer Fest ein wenig schöner zu gestalten dann will ich das gern tun. Ohne Euch damit was zurückgeben zu wollen (ich folge noch nicht mal Euch beiden) und ohne etwas von Euch dafür haben zu wollen. Deshalb 9,99 von mir.

  39. Yosemite

    Die Aktion zeigt, dass euch die Twitterwelt zu Kopf gestiegen ist. Ihr dachtet wohl: hey, ich habe so viele Followers/Fans, irgendeiner wird uns das bezahlen. George Clooney zahlt seinen Nespresso auch nicht immer selbst. Der Erfolg hat euch gierig gemacht und nun seht ihr, dass ihr zu weit gegangen seid. Viele finden diese Aktion nicht so toll und ihr spielt die beleidigte Leberwurst. Bezeichnet die Kommentare als `Shitstorm` – tss, tss, tss – geht man wirklich so mit Kommentaren um?

  40. Kein Weddingplanner

    Erst einmal: Wow!
    Diese Aktion ist wirklich außergewöhnlich. Leider außergewöhnlich peinlich.

    Ich frage mich, ob Ihr verstanden hab, worum es bei der Ehe (ich weiß nicht, ob das homosexuelle Pendant dazu immer noch “eheähnliche Partnerschaft” genannt wird) und somit auch bei der Hochzeitsfeier geht. Denn wenn ich mir den Artikel durchlesen, bekommt man das Gefühl, es ginge vor allem darum, rumzuprotzen (Champagnerturm, exklusive Location, etc…). Und das kann es doch nun wirklich nicht sein, oder?
    Geht es nicht vielmehr darum, mit seinem Partner eine festere Verbindung einzugehen, die Liebe füreinander noch mehr zu beweisen?
    Herrscht bei Euch irgendein Zeitdruck, so dass ihr nicht warten könnt, bis Ihr Euch eine Hochzeit in dem Umfang, wie Ihr ihn für nötig haltet, überhaupt leisten könnt?
    Oder bringt eine Welt, in der man ständig von “30 Monatsraten mit 0% Zinsen”-Angeboten zugemüllt wird, eine solche Mentalität mit sich? “Was ich mir morgen nicht leisten kann, will ich heute schon haben?”
    Es ist einfach traurig, denn JA, natürlich könnten die Leute Ihr Geld für bessere Zwecke ausgeben.
    Ich zum Beispiel spende seit der Tsunami-Katastrophe jedes Jahr zu Silvester einen netten Betrag an eine Organisation. Geld, dass ich sonst für Böller ausgegeben hätte. Während ich an dem Tag in Euren Tweets lese, wieviel Geld Ihr für den Quatsch ausgebt.
    Es ist einfach unklug, ständig darüber zu berichten, was man sich alles Tolles kauft, um dann bei der eigenen Hochzeit zu betteln.
    Wenn Ihr unbedingt eine pompöse Hochzeit feiern wollt, spart dafür, bis IHR (und nicht wildfremde Menschen) es Euch leisten könnt. Oder überdenkt das Ganze einfach nochmal, vielleicht kommt es ja doch darauf an, _was_ an dem Tag passiert und nicht _wo_.

    Als letzten Tipp (der mich vermutlich die Veröffentlichung kosten wird): Bietet den Leuten einfach Wetten an, wie lange die Ehe hält. Bei einer Verlobung nach 7 Monaten bin ich mit Sicherheit nicht der einzige, der auf einen bestimmten Zeitpunkt wetten würde. So ist dann wenigstens schon einmal die pompöse Scheidung im Musical Dome finanziert.

    PS: Nein, das was hier stattfindet, ist kein Shit-Storm. Hier sagen Euch lediglich ein paar Menschen, die Euch einmal geachtet haben, die Meinung.

  41. Jenny

    So… Ich habs getan… Ich habe für Euch gespendet. – Nicht viel – aber trotzdem.

    Warum habe ich gespendet? Aus einenm einfachen Grund.
    Warum sollte man immer nur für Erdbeben oder Flutkatastrophen spenden?
    Sorry, da spenden genügend. Wenn mal wieder appelliert wird und so weiter. Keiner weiß ob die Spenden auch ankommen. 70 % werden eh für Verwaltungskosten verwendet.

    Außerdem kann man doch auch mal für etwas schönes spenden.

    Florian und Mike (und Emma ;) ), ich hoffe, dass Ihr einen wunderschönen Tag verleben werdet. Mit viel Sonne, einer tollen Feier und den Gästen, die Euch wichtig sind.

    Lasst Euch nicht unterkriegen. Das ist der Neid, da die Leute nicht selbst auf die Idee gekommen sind. ;)

    Viele Grüße
    Jenny

  42. Caro (Frau_Thor)

    Das hat mit Neid ab-so-lut nichts zu tun! Ich versteh einfach nicht, wieso ausgerechnet dieser Begriff immer wieder auftaucht!

    Liebe Grüße

    Caro (Frau_Thor)

    • KuanQia

      Weil´s unter anderem genauso rüberkommt:
      Wo von “Gier” und “zu Kopf gestiegen” die Rede ist, wenn zwei – ich nenne sie jetzt mal “Tweetkollegen” – spaßeshalber um einen kleinen Beitrag zur Hochzeit bitten!
      Mißgunst wäre vielleicht dann angebracht, wenn sie von Beruf Sohn aus begütertem Hause wären und unverschämterweise verlangen würden, daß man ihnen tatsächlich die Hochzeit im Glasturm (oder noch luxoriöserer Location) ausrichten würde.
      Sind sie aber nicht, haben sie aber nicht!
      Das mit dem Glasturm liest sich für mich als Beispiel und vielleicht als heimliche Sehnsucht, aber nicht als das zu erreichende Ziel.
      Den Beitrag, den man dazu geben kann, haben sie nicht eingefordert und erst recht keine Beitragshöhe angegeben.

      Hier geht es simpel um eine Anfrage an Menschen, denen sie sich vielleicht schon etwas zu nahe und freundschaftlich verbunden fühlten – leider stellt sich heraus, daß es sich – bis jetzt – in der Mehrzahl leider nicht um freundlich gesonnene Mitmenschen, sondern um solche handelt, die unterhalten werden wollen, ohne etwas zurückgeben zu wollen.

      Das nenne ich nicht gönnen können!
      Und das hat was von Neid.

      Schade!

  43. Hi,

    vorausschicken will ich, dass ich keinen hier persönlich kenne. Ich lese “Scherzinfarkt” per RSS. Das Wort “Shitstorm” hat mich angezogen, deshalb hab ich mir alles bis hierher mal durchgelesen.

    Ich persönlich finde nichts Anstößiges oder Aufregendes dabei. Wer will, kann “spenden” (in diesem Zusammenhang vielleicht wirklich ein unglückliches Wort). Wer nicht will, eben nicht. Da gleich Geschütze von verhungernden Kindern oder Beerdigungen aufzufahren, halte ich für übertrieben. Es macht für mich keinen Unterschied, ob man hier ein paar Kröten gibt oder ob das Paar bei der Hochzeitsfeier ein Schweinderl aufstellt.

    Was ich vielmehr faszinierend finde, ist, dass manche Leute beim Geld an die Decke gehen. Offensichtlich ist das ein Thema, das nur wenige unemotional diskutieren können. Mein Eindruck ist, dass die Aktion in manchen Komentatoren hier irgendwas antriggert, was sie hochemotional reagieren lässt. Das hat aber meiner Meinung nach etwas mit ihnen selbst zu tun und nicht mit dem Hochzeitspaar. Insofern ist ein “Shitstorm” ungerechtfertigt. Es fällt schon auf, dass die “Pro-Spenden-Fraktion” hier die ruhigere und souveränere Stimme hat.

    Just my 2 cents,

    • KuanQia

      Sehr fein ausgedrückt!
      Das sind die Worte, die mir fehlten!

      :-)

  44. NistjaBln

    Web 2.0 braucht auch “Mündige Bürger 2.0″

    Wer sich hier so reinsteigert findet wohl auch beim Fernseher nicht den Off-Button wenn eine Sendung läuft die einem nicht gefällt.

    Schade! Aber wohl typisch deutsch…..

  45. HaMa

    Tut mir leid, ich finde es trotzdem immernoch sehr bedenklich, dass jemand, der offen und fröhlich sein Geld für Technik-Schnickschnack verprasst auf der anderen Seite um Geld bettelt und damit auch noch Erfolg hat. “Bei uns ist nicht mehr drin als Schnittchen”… nicht mehr außer einem iPhone, einem iPad und sonstigem Kram vermutlich in doppelter Ausführung. Tut mir leid, man KANN halt nicht alles haben.

    Dass eine Hochzeit “mehr kostet als ein iPad” (wie du es in deinem anderen Blogpost geschrieben hast), ist völlig klar – aber kein Argument, dass diese Bigotterie entkräftet. Auf der einen Seite ein Leben in Saus und Braus mit allerlei teurer Elektronik führen – auf der anderen Seite um Geld für die Hochzeit betteln. Das ist es, was zumindest MIR sehr übel aufstößt.

    Mal im ernst, lieber Scherzinfarkt: Hättest du es andersrum auch gemacht? Wenn du das Geld für die Hochzeit gespart hättest – hättest du dann einen Spendenaufruf gestartet: “Bitte finanziert mir ein iPad”? Würde dir das nicht auch ein wenig kurios vorkommen?!

    Ich glaube, dass keiner eure Hochzeit missbilligt. Heiratet, seid glücklich, freut euch des Lebens. Aber bitte kommt von dem Trip herunter, dass ihr die Star-Entertainer seid, die gegen die Bösartigkeiten des Lebens (zu wenig Geld, zu viele Kritiker) ankämpfen müssen.

    Natürlich ist die Aktion ALS SOLCHE irgendwo witzig und schräg und eins dieser 2.0-Experimente, die interessant zu beobachten sind. Aber die oben beschrieben Umstände machen das ganze in meinen Augen wirklich empörend. Ich denke, dass die Reaktionen der “Anti-Partei” deshalb teilweise so emotional geworden ist. Mit “Neid” hat das mMn nichts zu tun, zumindest nicht beim Gros der Kommentierer. Ich habe noch keinen Kommentar gelesen, der die Hochzeit an sich kritisch sieht.

    Was die Leute empört ist mMn eher die oben beschriebene Bigottierie und obendrauf der Anschein, den du erweckst: Ich bin ein geiler Twitter-Star, der für großes Entertainment sorgt und dafür kann ich jetzt auch mal eine “Gegenleistung” erfragen. Wirklich, SO cool und wichtig sind weder Twitter, noch dieser Blog, auch wenn ich deine Zuschauerzahlen nicht kenne.

    Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, wie und wo er sein Geld verbrät (das gilt sowohl für dich und deinen Tech-Faible, als auch für die armen Irren, die tatsächlich spenden, ohne dich persönlich zu kennen). Aber es muss auf der anderen Seite auch erlaubt sein, auf Fehlverhalten hinzuweisen und seiner Empörung über diese Aktion hier Luft zu machen. Ich finde, du solltest das Alles nochmal gründlich überdenken und auf die vielen kritischen Stimmen hören. Wie ich im anderen Blogpost bereits geschrieben habe: Größe kannst du jetzt MEINER Meinung nach nur noch dadurch zeigen, dass du deinen Fehler eingestehst und die Aktion abbrichst. Komplett.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich euch eine schöne Hochzeit und eine gute Zeit. Wirklich. Ohne billige Spenden.

    Grüße nochmals, HaMa

  46. Ein Follower

    Ich bin hin und her gerissen.
    Als ich von dem Antrag und der Annahme gelesen habe dachte ich: OOOHHh wie schööönnn! Und habe mich ehrlich für euch gefreut.

    Dann kam das hier, und ich habe lange überlegt ob ich einen Kommentar hinterlassen soll oder nicht.
    Viele regen sich auf, einige findens nicht so schlimm, aber noch viel mehr werden sich wohl einfach enthalten.
    Ich persönlich frage mich, was das eigentlich soll.

    Ja, eine Hochzeit kostet Geld.
    Aber: Ihr seid, wenn ich richtig im Bilde bin, Doppelverdiener!
    Und so ganz allgemein scheint ihr euch auch ein bißchen was leisten zu können.
    Mit vernünftiger Planung und Organisation sollte euch die Finanzierung eigentlich keine Probleme bereiten sollen.
    Ja, ich weiß was eine Hochzeit kostet, ich habe auch schon geheiratet.
    Aber: Wir sind bei unseren Leisten geblieben und haben so gefeiert, daß wir es uns auch leisten konnten. 500€ war unser Budget. Und es hat gereicht. Friseur, Brautstrauß, Ringe, Gebühren, Saalmiete, Buffet (selbst gerichtet!) für 50 Gäste und das hat völlig gereicht.

    Es spricht absolut nichts dagegen seine Freunde zu fragen, ob sie sich statt vielen (manchmal recht unnützen) Geschenken an den Kosten beteiligen würden. Da würde niemand das Gesicht verziehen. Aber mal eben einfach so sagen: Wir haben zwar noch keinen Termin, bitten aber schon mal um spenden für ein rauschendes Fest? Je länger ich drüber nach denke, desto mehr dreht sich mir dabei der Magen um.
    Da gibt es so viele Menschen die vom Schicksal wirklich arg gebeutelt werden. Wo Menschen not leiden, und nicht selten völlig unverschuldet. Werden da Spenden gesammelt, wird dies von irgendwelchen Freunden organisiert weil betreffende Menschen selbst niemals bitten oder fragen würden!

    Klar ist das nicht angenehm, sich von den all den Kommentatoren kritisiert zu sehen.
    Eure Aktion Hochzeitskasse ist einfach grauenvoll unverhältnismäßig und regelrecht eine Beleidigung für alle Jene die mit weit weniger Geld im Leben zurecht kommen müssen. Die sich, trotz Arbeit, kaum einen neuen Kühlschrank oder die Reparatur der defekten Waschmaschine leisten können. Euer Problem scheint mir dagegen lediglich ein Luxusproblem zu sein. Es ist nicht wirklich nötig tausende Euro aus zu geben, ihr wollt es nur einfach.

    Ich wünsche euch, persönlich und menschlich, ein glückliches und langes gemeinsames Leben.
    Aber beendet das hier.

  47. Patrick

    Es ist wohl das peinlichste was ich seit langem gelesen habe. Herzlichen Glückwunsch ihr habt das fremdschämen auf ein neues level gebracht. Nach so einer Aktion habt ihr nicht mal Würstchen und Wasser zur Hochzeit verdient. Alle die Spenden sind Idioten die in der selben Traum Welt leben wie ihr und deshalb überhaupt nicht verstehen was hier eigentlich versucht wird. Ich hoffe das ihr kein glück damit habt….

  48. Jenny

    Nehmt das Geld, das ihr bis jetzt habt und ermöglicht damit eurem Goldfisch eine artgerechte Haltung.

    Ansonsten:
    It’s all about love – and not about se Glasturm or se fette Eheringe.

  49. l2k

    Warum fragt ihr nicht einfach nach Manpower? Das wäre erstens viel mehr social, zweitens viel persönlicher und hätte imho auch weniger Shitstormpotential.
    Immerhin kennt ja jeder irgendwen, da ist bestimmt auch der ein- oder andere Goldschmied dabei der euch Ringe zum Sonderpreis macht oder ein Caterer der euch die Schnittchen n bisschen billiger anbietet.
    Vielleicht weicht meine Vorstellung von einer romantischen Hochzeit von eurer ab, aber wäre es nicht viel menschlicher und wärmer, die Community die ihr beide so gern habt, an eurem Glück teilhaben zu lassen als mit gesichtslosem Geld im Elfenbeinturm zu sitzen?

  50. CoDe-BuSTeR

    Hallo @ all,

    ich liebe das Internet, die Menschen darin und auch diejenigen die sich über alles, jeden, solches und welches aufregen obwohl sie gar keinen Grund dazu haben :-)

    Das ganze diskutieren/beleidigen/flamen/beschimpfen erinnert mich an das dicke Kind das rumbrüllt weil es Unreal-Tournament spielen will aber keine Lust hat zu warten bis das Spiel geladen ist.

    ALle reden von social, meshing oder “jeder kennt wen” :-) Wenn dem wirklich so wäre sollten sich auch alle so verhalten. Wenn dem nicht so ist, sind wir alle Unbekannte…

    Wenn wir alle Unbekannte sind, wie können wir uns dann eine Meinung über den anderen erlauben?!

    Was haben wir : den freien Willen :-) … Also wer will kann Spenden..

    Alle anderen : Get a life

    Mit besten Empfehlungen

    Der Eine.

  51. Ich habe meinen Partner auch bei Twitter kennen gelernt, mittlerweile sind wir zusammen gezogen. Für unsere Wohnung brauchen wir noch: Einen Grill (Weber), Gartenstühle und Liegen, daneben hätten wir gerne noch einen ausziehbaren Esstisch sowie einen größeren Fernseher. Natürlich kein billiges Zeugs, sondern ordentliche Sachen. Wäre es möglich, dass das bei der Spendenaktion mit berücksichtigt wird? Gerne veröffentliche ich dann auch so eine Spendenliste. Aber erst nach unserem Urlaub, vorher haben wir dafür nämlich keine Zeit. Lieben Dank, Eure Frau Elise.

  52. Crishan

    Ich wünsch euch alles Gute!

  53. Meine erste Reaktion war: Witzige Idee! Das nenn ich mal eine interessante Erprobung der Grenzen der Social Webs. Das unterstütz ich gerne.
    Und dann lass ich diese Diskussion hier.
    Meine ehrliche Meinung: All die Menschen, die sich hier beschweren, machen mich traurig. Das sind echte Gründe, sich fremd zu schämen. Reagieren die auch so, wenn die Kartenkäufer vor der Haustür stehen? Oder jemand in der Bahnunterführung mit der Mandoline sitzt? Beschimpft ihr sie als peinlich und erbärmlich? Viele von diesen haben es nicht annähernd so nötig wie sie vorgeben.
    Zu einer Hochzeit schenkt man etwas. Und wieso sollte man das nicht auch über ein Blog erbitten? Erbitten, wohlgemerkt, nicht erbetteln!

    Und gerade wenn es ausnahmsweise mal einen schönen Anlass zu beachten gilt, kann man auch dafür spenden.

    Daher: Habe soeben 15 Euro überwiesen. Immerhin. Meine Mittel sind als Student leider auch etwas bescheiden. Aber das ist es mir dutzendfach wert!

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