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	<title>Scherzinfarkt &#187; Gesellschaft</title>
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		<title>Wenn die Uhren langsamer ticken&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 12:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte man sich ja nicht aufregen. Man könnte einfach schön zuschauen, wie sich die Post mit der Zeit selber zu Grunde richtet. Aber einiges ist einfach zu ärgerlich, um es zu ignorieren. Anscheinend hat man bei der Post noch immer nicht begriffen, dass die goldenen Zeit von einst vorbei sind. Nein, es gibt kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte man sich ja nicht aufregen. Man könnte einfach schön zuschauen, wie sich die Post mit der Zeit selber zu Grunde richtet. Aber einiges ist einfach zu ärgerlich, um es zu ignorieren.</p>
<p>Anscheinend hat man bei der Post noch immer nicht begriffen, dass die goldenen Zeit von einst vorbei sind. Nein, es gibt kein Monopol mehr. Nein, ihr seid nicht mehr die einzigen Zusteller und ihr seid auch nicht mehr staatlich, liebe Postler. Und doch benehmt ihr euch manchmal so.</p>
<p>Im Grunde lebt die Deutsche Post noch immer von den Zeiten, als sie staatlich und mit Monopol ausgestattet war. Ein neues Unternehmen am Markt würde sich niemals etablieren, wenn es so arbeiten würde, wie die Post heute arbeitet. Aber nein &#8211; wer mal staatlich war, bei dem ticken die Uhren des Wechsels wohl was langsamer.</p>
<p>Ich rege mich ja schon länger über diesen gelben Konzern auf. Dass die Jungs immer mehr Filialen dicht machen und dafür Post-Schalter in Kioske integrieren &#8211; geschenkt! Alle müssen sparen, da ist das dann vielleicht auch ne gute Maßnahme. Dass aber die letzten verbliebenen Filialen jeden Tag bis zu zwei Stunden Mittagspause machen, ist ein unfassbares Relikt aus den siebziger Jahren. Liebe Leute, es ist das 21. Jahrhundert &#8211; wo gibt&#8217;s denn bitte noch Mittagspausen?</p>
<p>Die Liste an Post-Aufregern (Stichwort: &#8220;Haben Sie eigentlich schon unseren günstigen Strom?&#8221;) ist nun also um einen Punkt gewachsen: Die E-Post. Das neue Produkt ist im Prinzip nichts anderes als eine E-Mail &#8211; allerdings besser verschlüsselt und mit einer gesicherten Identität. Eigentlich ein Fortschritt &#8211; endlich muss man für Behördenkram nicht mehr zum gelben Kasten laufen. Aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die mit De-Mail ein ähnliches System starten, langt man bei der Post ordentlich zu: 55 Cent wollen die Gelbmänner für einen E-Brief haben. Da kann man sich doch nur an den Kopf fassen, bei so viel Arroganz.</p>
<p>Wenn der Hybrid-Brief (ich maile den Brief, die Post druckt ihn aus, tütet ihn ein und stellt ihn zu) mich 55 Cent kosten würde &#8211; das würde ich verstehen. Aber nein: Auch der reine E-Brief kostet diese 55 Cent, die mich schon seit ewigen Zeiten der reale Brief kostet. Für eine komplett virtuelle Leistung, die die Post nichts kostet (außer vielleicht Entwicklungs- und Serverwartungskosten) soll ich genausoviel bezahlen wie für die Zustellung eines Briefes quer durch die Republik? Wie will man denn das erklären?</p>
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<p>Trotz all dieser Ärgernisse habe ich mich für E-Post angemeldet, um mir möglichst schnell meine Wunschadresse zu sichern. Denn ich fürchte, nicht nur die Post selber ist davon überzeugt, noch immer im alten Glanz zu strahlen, sondern auch noch einige andere. Es ist eben &#8220;Die Post&#8221; &#8211; und die sind die Nummer eins für die Zustellung von Briefen (ob nun real oder virtuell). Deswegen fürchte ich, dass viele Unternehmen und einige Privatleute den E-Post-Service trotz der unerklärlichen Preise nutzen werden &#8211; so ärgerlich auch sein mag. Denn langsam aber sicher sollte man dem Konzern mit der Tröte mal zeigen, dass wir im 21. Jahrhundert leben&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>(Foto: Deutsche Post)</em></p>
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		<title>Herr Präsident, Sie sind ein Schleimer!</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 15:56:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball-WM]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Bundespräsident Wulff, das Bundesverdienstkreuz also. Für Jogi Löw. Den Übungsleiter einer Fußballmannschaft. Nach nur einer Woche im Amt. Mein lieber Herr Wullf, ich frage mich, wie man sich nur so offensichtlich bei seinem Volk einschleimen wollen kann. Keine Frage, Sie hatten einen schwierigen Start. Eigentlich hätte Deutschland ja lieber Herrn Gauck als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident Wulff,<br />
das Bundesverdienstkreuz also. Für Jogi Löw. Den Übungsleiter einer Fußballmannschaft. Nach nur einer Woche im Amt. Mein lieber Herr Wullf, ich frage mich, wie man sich nur so offensichtlich bei seinem Volk einschleimen wollen kann.</p>
<p>Keine Frage, Sie hatten einen schwierigen Start. Eigentlich hätte Deutschland ja lieber Herrn Gauck als Bundespräsidenten gesehen. Aber der Bundespräsident wird ja nicht vom Volk gewählt, sondern von befangenen Politikern, die parteipolitischen Klamauk betreiben wollen. Und so sitzen Sie nun auf einem Sessel, den die Mehrheit der Bürger wohl lieber von jemand anderem besetzt gesehen hätte.</p>
<p>Während Ihr Vorgänger Horst Köhler und Ihr Herausforderer Joachim Gauck etwas staatsmännisches haben, habe ich bei Ihnen, lieber Herr Wulff, immer das Gefühl, dass Sie möglichst volksnah und kumpelhaft rüberkommen wollen. Sicher: Dass Sie damals Lena Meyer-Landrut nach ihrem Triumph in Oslo vom Flughafen abgeholt haben, war ein kluger Schachzug. Schon damals hatte ich das Gefühl, Sie freuen sich ungemein, wenn ein wenig von Lenas Glanz auf Sie hinüberstrahlt. Damals waren Sie noch niedersächsischer Ministerpräsident und über das Tattoo Ihrer Frau hat noch niemand gesprochen. Das ist heute anders.</p>
<p>Gestern Abend, nach dem Spiel um den dritten Platz der Fußball-WM, sah ich Sie kurz nach dem Abpfiff neben dem Spielfeldrand stehen. Sie sahen aus, als wollten Sie dazugehören und in meinem Kopf formte sich die Frage &#8220;Was macht denn der Ministerpräsident Wulff da?&#8221;. Verzeihen Sie&#8217;s &#8211; dass Sie seit einer Woche Bundespräsident sind, ist noch nicht in meinem Selbstverständnis angekommen. </p>
<p>Sie haben Medaillen an die Spieler verliehen und dabei gestrahlt. Wieder sollte etwas vom Glanz der Mannschaft auf Sie weiterstrahlen, wie damals bei Lena. Lieber Herr Wulff, nehmen Sie es mir nicht übel, aber: Sie haben als Bundespräsident noch nichts geleistet. Statt dessen haben Sie sich heute bei der DFB-Pressekonferenz neben Joachim Löw gesetzt und der versammelten Presse erzählt, dass Sie dem Bundestrainer das Bundesverdienstkreuz verleihen werden. Nach einer Woche im Amt solch ein Manöver, da drängt es sich einem doch förmlich auf: Herr Präsident, Sie sind ein Schleimer!</p>
<p>Klar hat die deutsche Nationalmannschaft eine tolle Leistung geliefert und dafür gesorgt, dass wir Deutschen endlich mal wieder kollektiv gute Laune haben (und das Team hat auch über ganz schön schlechte Laune über die deutsche Politik hinweggetröstet). Klar haben Löw und seine Jungs eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt und einen ehrenvollen dritten Platz geholt. Aber das Bundesverdienstkreuz???</p>
<p>Ich zitiere einmal die Wikipedia:<br />
<em>Das Bundesverdienstkreuz wird verliehen für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet.</em></p>
<p>Da steht nichts davon, dass Sportler, die gut abschneiden solch eine Auszeichnung bekommen sollen. Auch wenn die deutsche Nationalmannschaft dafür gesorgt hat, dass das Ansehen unseres Landes in Europa steigt und auch wenn Jürgen Klinsmann und Handball-Bundestrainer Heiner Brand schon Bundesverdienstkreuze bekommen haben &#8211; ich halte das für überzogen. Und: Es wertet die Leistung derjenigen Kreuzträger gewissermaßen ab, die sich die Auszeichnung mit wirklichem Engagement verdient haben.</p>
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<p>Nun gut &#8211; ob Sportler geeignete Empfänger für das Bundesverdienstkreuz sind oder nicht, ist die eine Frage. Aber diese Verleihung halte ich nun für reinen Populismus. Oder eben anders formuliert: Sie wollen sich bei Ihrem Volk einschleimen!</p>
<p>Herr Wulff, Deutschland hat wirklich wichtigere Probleme, als seinen Bundestrainer ausreichend zu würdigen (auch wenn das &#8220;der kleine Mann auf der Straße&#8221; selten so sehen wird). Die Regierungskoalition verzapft nur Grütze, ist zerstritten und die Kanzlerin in der Schusslinie. Und was macht der erste Mann im Staat? Fußball schauen und nach dem Spiel mit den Kickern auf Kumpels machen.</p>
<p>Nun ist die Fußball-WM ja vorbei und wir können zur Tagesordnung übergehen. Aber lassen Sie mich Ihnen eines sagen: Dieses durchschaubare Manöver hat mir als Bürger und Wähler nicht gefallen. Aber auch das kann man ja positiv sehen: Sie können es ab jetzt nur besser machen!</p>
<p>Hochachtungsvoll,<br />
Florian Meyer</p>
<p style="text-align: right;"><em>(Foto: flickr/<a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/">qnibert</a>)</em></p>
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		<title>Schluss mit GEZielter Schnüffelei</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 10:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühr]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Darf ich kurz reinkommen, oder störe ich beim Fernsehen?&#8221; oder &#8220;Wie fanden Sie denn letzte Woche &#8220;Wetten, dass&#8230;?&#8221;?&#8221; &#8211; Fangfragen gehörten bislang immer zum festen Stamm der Arbeitsmethoden von Deutschlands wohl unbeliebtester Berufsgruppe. Auch im Müll sollen sie gerne mal wühlen, die GEZ-Schergen. Was sie da suchen? Abonnierte Fernsehzeitschriften, auf denen noch Adresskleber sind. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Darf ich kurz reinkommen, oder störe ich beim Fernsehen?&#8221; oder &#8220;Wie fanden Sie denn letzte Woche &#8220;Wetten, dass&#8230;?&#8221;?&#8221; &#8211; Fangfragen gehörten bislang immer zum festen Stamm der Arbeitsmethoden von Deutschlands wohl unbeliebtester Berufsgruppe. Auch im Müll sollen sie gerne mal wühlen, die GEZ-Schergen. Was sie da suchen? Abonnierte Fernsehzeitschriften, auf denen noch Adresskleber sind. Wer die hat, wird ja auch einen Fernseher haben. Und wird zur Not zwangsangemeldet.</p>
<p>Kein Wunder, dass bei solchen Methoden das Image der GEZ seit Jahren etwa so gut ist wie das von Kevin-Prince Boateng. Und umso besser, dass nun bald Schluss ist damit. Denn die bisherige Rundfunkgebühr hat ausgedient, jetzt <a href="http://www.express.de/news/politik-wirtschaft/jetzt-muss-jeder-haushalt-zahlen-/-/2184/3591924/-/index.html">kommt die Haushaltsabgabe</a>.</p>
<p>Statt freiwilliger, aber verpflichteter Selbstanmeldung (was für ein dämliches System!) soll nun also demnächst jeder Haushalt zahlen. Nicht mehr Geld als vorher, aber eben unabhängig von Geräten. Es entfällt jegliche Stalkerei, es kommen keine nervigen &#8220;Haben Sie wirklich keinen Fernseher&#8221;-Briefe mehr &#8211; und letzten Endes ist es auch endlich ein gerechtes System zur Gebührenerhebung.</p>
<p>Ob Rundfunkgebühren an sich gerecht oder angebracht sind, ist noch eine andere Frage. Von mir aus kann man den ganzen Quatsch komplett abschaffen. Ich muss kein &#8220;Wetten, dass&#8230;?&#8221; schauen, ich brauche keine Rosamunde-Pilcher-Filme, ich kann auf gebührenfinanzierte, aber schlecht gemachte Reportagen verzichten. Aber die Argumentation, die hinter der Gebühr steht, ist ja der Bildungsauftrag. Naja, den halte ich in Zeiten des Internets ohnehin für überholt. Bildung gibt&#8217;s für die, die wollen, an jeder virtuellen Straßenecke. Und gezwungenermaßen gebildet wird hier ja auch keiner &#8211; wer keine Lust auf die Öffentlich-Rechtlichen hat, kann auch die gut ignorieren.</p>
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<p>Ich finde, die Überarbeitung der Rundfunkgebühr ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Schluss mit Schwarzseherei und Schluss mit GEZ-Schnüffelei. Jetzt sollte man die Gebühr vielleicht nochmal genereller ins Visier nehmen. Wenn es hier um das Grundrecht auf Bildung geht &#8211; warum ist das denn nicht schon mit meinen Steuern abgedeckt? Für Straßensanierung und Kindergartenplätze zahle ich ja auch keine monatliche Pauschale. Das behält der Staat ja einfach von meinem Gehalt ein. Warum also nicht auch die letztlich staatlich verordnete Rundfunkgebühr?</p>
<p>Und dann könnte man sich im nächsten Schritt auch mal darauf besinnen, das gute Geld nicht mehr für so viel Blödsinn rauszupulvern. Aber bis es dazu kommt, ist das Fernsehen wahrscheinlich schon ausgestorben&#8230;</p>
<p><em>
<p style="text-align: right;">(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/matthiaswicke/">MatthiasWicke</a> / flickr)</p>
<p></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Phänomen Lena Meyer-Landrut</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 09:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Lena Meyer-Landrut]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Raab]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein 18-jähriges Mädchen hat Deutschland im Griff. Egal, was Lena Meyer-Landrut macht &#8211; es interessiert. Warum nur? Die Siegerin von Stefan Raabs &#8220;Ein Star für Oslo&#8221; selber redet nicht viel über sich. Sie singt lieber, tanzt und redet in Interviews darüber, wie gern sie singt und tanzt. Private Worte kommen ihr nicht über die Lippen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein 18-jähriges Mädchen hat Deutschland im Griff. Egal, was Lena Meyer-Landrut macht &#8211; es interessiert. Warum nur? Die Siegerin von Stefan Raabs &#8220;Ein Star für Oslo&#8221; selber redet nicht viel über sich. Sie singt lieber, tanzt und redet in Interviews darüber, wie gern sie singt und tanzt. Private Worte kommen ihr nicht über die Lippen &#8211; ganz so wie bei dem Mann, der sie berühmt gemacht hat. Und während auch Stefan Raab schon erfahren musste, dass die Presse trotzdem gerne über Sachen berichtet, über die er nicht sprechen möchte, wiederholt sich das Muster nun bei seinem Schützling Lena.</p>
<p>Lena wiederum hatte das Pech &#8211; von dem sie wohl damals dachte, dass es Glück sei -, dass sie schon diverse Fernsehauftritte als Komparsin hinter sich hatte. In unserer Lena steckte wohl schon immer so eine kleine Rampensau. Und wenn Lena vor einem Jahr <a href="http://www.express.de/news/promi-show/grand-prix/lena-meyer-landrut-knutscht-nackt-im-pool/-/1195972/2648840/-/index.html" target=blank>Nacktszenen für eine RTL-Trashsoap gedreht hat</a>, war es doch nur eine Frage der Zeit, bis die Aufnahmen nochmal an die Öffentlichkeit gezerrt werden. Jetzt, wo sie jeder kennt. Jetzt, wo sie jeder liebt. Jetzt, wo sie nur noch darüber redet, wie gerne sie singt und tanzt.</p>
<p><strong>Normal und doch anders.</strong></p>
<p>Woher kommt die Faszination für dieses Mädchen nur? Vielleicht liegt es daran, dass sie so angenehm normal ist &#8211; und doch irgendwie anders. Lena freut sich wie ein kleines Kind &#8211; so, wie wir uns auch gerne nochmal freuen würden. Sie quatscht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und wirkt dabei immer natürlich. Sie schreibt locker ihre Abi-Klausuren, während die Charts vollgeschrieben sind mit ihrem Namen. Und doch ist zwischen all dem Natürlichen was Besonderes &#8211; sei es ihre Nora-Tschirner-Art in Interviews oder die Kate-Nashige Art zu singen, die immer ein wenig klingt, als hätte der liebe Gott Lena die Stimmbänder falsch verbunden.</p>
<p>Eigentlich hatte Stefan Raab bei seinem Wettbewerb ja nach dem deutschen Vertreter für den Eurovison Song Contest gesucht. Gefunden hat er einen Star für Deutschland. Lena erlebt hierzulande einen Hype, wie ihn kein Castingsieger mehr erlebte, seit die ersten Staffeln von DSDS und Popstars vorbei sind. Wie Lena nun beim Song Contest abschneidet, ist ja fast schon noch Nebensache.</p>
<p><strong>Und Europa?</strong></p>
<p>Kann Europa sich auch so blitzschnell in unsere Lena verlieben wie Deutschland? Eher nein. Das Phänomen Lena Meyer-Landrut ist wohl ein deutsches. Schließlich kennen die Zuschauer des Eurovision Song Contest nicht die Vorgeschichte. Für die ist Lena nur eine flippige Sängerin, die lustig über die Bühne hopst. Aber das ist ja auch sympathisch! Und warum sollte sie denn deswegen schlechtere Chancen beim Grand Prix haben als andere?</p>
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<p>Inzwischen, einen Tag nachdem die Nackt-Aufnahmen von Lena auftauchten, hat sie sich auch mal geäußert. Knapp, aber immerhin. Sie würde sich nicht schämen für die Aufnahmen, sagt Lena. Schließlich wusste sie damals noch nicht, dass sie mal berühmt wird. Heute würde sie das aber wohl nicht mehr machen. Mehr hat Lena auch dazu nicht dazu zu sagen&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fußball ist euer Leben</title>
		<link>http://www.scherzinfarkt.net/2010/04/fusball-ist-euer-leben/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 06:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Hobbys]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Haste Hamburg gesehen?&#8221; Ich persönlich würde ja auf so eine Frage etwas wie &#8220;Ja, der Hafen ist beeindruckend&#8221; antworten. Aber die meisten meiner Mitmenschen wissen, dass die korrekte Entgegnung eher in Richtung &#8220;Jaaaaa, war das ein krasses Spiel &#8211; was sagst du zu dem Foul?&#8221; oder &#8220;Klar &#8211; das war doch eindeutig ne Schwalbe, oder?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Haste Hamburg gesehen?&#8221; Ich persönlich würde ja auf so eine Frage etwas wie &#8220;Ja, der Hafen ist beeindruckend&#8221; antworten. Aber die meisten meiner Mitmenschen wissen, dass die korrekte Entgegnung eher in Richtung &#8220;Jaaaaa, war das ein krasses Spiel &#8211; was sagst du zu dem Foul?&#8221; oder &#8220;Klar &#8211; das war doch eindeutig ne Schwalbe, oder?&#8221; geht.<br />
<span id="more-1795"></span><br />
Keine Frage: Fußball ist in Deutschland eindeutig die beliebteste Sportart. Zumindest bei anderen. Ich kann dem Ganzen nämlich nichts abgewinnen. Wenn 22 Männer hinter einem Ball herrennen (oder 20 hinterherrennen und zwei ein Stück Rasen bewachen), kommt bei mir selten Adrenalin auf. Klar &#8211; bei einer WM oder sogar zur EM schaue ich mal zu, wenn Deutschland spielt. Aber es gibt ja auch nicht wenig Leute, die sich ein Fußballspiel ansehen und denen es scheißegal ist, wer da gegen wen spielt. Hauptsache, andere Menschen schwitzen sehen.</p>
<p>Ich verstehe es ja vollkommen, wenn man Fan eines Vereins ist. Sympathie für die Heimatstadt oder Identifikation mit einem netten Trainer &#8211; das geht mir alles in den Kopf. Aber warum schaut man sich an, wie zwei ausländische Vereine gegeneinander spielen und am Ende einer weiter kommt, um dann vielleicht irgendwann mal gegen einen deutschen Verein zu spielen? Wenn ein deutscher Verein, den man eigentlich nicht mag, gegen einen ausländischen spielt, verstehe ich wiederum das Mitfiebern &#8211; immer für die Deutschen, klar! Selbst wenn&#8217;s die Bayern sind.</p>
<p>Inzwischen ist die Liebe für den Fußball in Deutschland ja schon so weit, dass man als Mann schon von Frauen angeblafft wird, wenn man keine Ahnung hat und noch nie im Stadion war: &#8220;Musst mal mitkommen, ist voll geil da!&#8221;. Das alte Klischee, dass Frauen sich beim Fußball nur über den Trikottausch freuen ist so überholt wie der Satz &#8220;Dumm kickt gut&#8221;.</p>
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<p>An diesem Wochenende steht vielleicht der neue Deutsche Meister fest und bald ist auch wieder Weltmeisterschaft. Außerdem sind die natur-verachtenswerten Bayern gerade schwer beliebt, weil sie ins Endspiel eines Turniers der Superhelden eingezogen sind. Im Moment hat man es echt schwer, am Thema Fußball vorbeizukommen. Es sei euch allen gegönnt, euch Fußball-Fans. Ich bin ja nicht intolerant, sondern nur verständnislos. Aber so geht es euch ja auch immer, wenn ich sage, dass ich Formel 1 mag: &#8220;Wie, man steht extra früh auf, um 22 Autos zuzusehen, wie sie im Kreis fahren?&#8221; Ja, macht man. Und es sind 24 Autos.</p>
<p style="text-align: right;"><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/jeremywilburn/" target="blank">jeremywilburn </a>/ flickr)</em></p>
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		<title>Lachen auf Kommando</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 08:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist es wieder so weit: Der weltweite Feiertag der Scherzkekse und Witzbolde steht an: Der 1. April. Wer sich an 364 Tagen im Jahr fürs Lachen eine Kellerwohnung angemietet hat, schmeißt sich heute so richtig ins Scherz-Zeug. Da hat man es als Ganzjahreshumoriker wie ich ganz schön schwer. Dem ersten April kann ich deswegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.scherzinfarkt.net/wp-content/uploads/2010/04/ACH_copy-150x150.jpg" alt="" title="Foto: Juttaschnecke / pixelio.de" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-1651" />Heute ist es wieder so weit: Der weltweite Feiertag der Scherzkekse und Witzbolde steht an: Der 1. April. Wer sich an 364 Tagen im Jahr fürs Lachen eine Kellerwohnung angemietet hat, schmeißt sich heute so richtig ins Scherz-Zeug. Da hat man es als Ganzjahreshumoriker wie ich ganz schön schwer. Dem ersten April kann ich deswegen in genauso wenig abgewinnen wie der Knopfdruck-Heiterkeit an Karneval. Ich finde: Man braucht keinen Anlass und keinen besonderen Tag, um lustig zu sein.<br />
<span id="more-1650"></span><br />
Besonders heiter wird es dann, wenn sich auch noch Medien am lustigen Herumscherzen beteiligen. Seit einigen Jahren hat es sich durchgesetzt, dass Zeitungen am 1. April eine Witz-Story drucken, Radiosender erfundene Reportagen senden und auch Pressestellen schonmal Pseudo-News raushauen.</p>
<p><img src="http://www.scherzinfarkt.net/wp-content/uploads/2010/04/audi_r8_b-300x235.jpg" alt="" title="Foto: Polizei Mettmann" width="300" height="235" class="alignleft size-medium wp-image-1653" />Schmunzeln musste ich letztes Jahr, als die Polizei Mettmann ankündigte, künftig den Sportwagen Audi R8 in den Streifendienst aufzunehmen &#8211; und auch noch ein Bild des Autos mitsamt Blaulicht mitlieferte (Foto links). Die Tierschutzvereinigung PETA verkündete dieses Jahr, dass Guido Westerwelle künftig nackt mit dem Slogan &#8220;Lieber nackt als Pelz&#8221; für die Tierliebhaber wirbt &#8211; und lieferte auch den Foto-&#8221;Beweis&#8221; mit (Foto unten). Wenigstens nahm es der Außenminister mit Humor und sagte, dass er seit der Aufnahme dieses Fotos schon ein wenig zugenommen hat.</p>
<p><img src="http://www.scherzinfarkt.net/wp-content/uploads/2010/04/eseterwelle-211x300.jpg" alt="" title="Foto: PETA" width="211" height="300" class="alignright size-medium wp-image-1654" />Das Problem bei Medien-Aprilscherzen ist, dass sie immer eine heikle Gratwanderung sind. Ist der Scherz zu offensichtlich (<em>&#8220;Familienministerin entscheidet: Um Familien wieder mehr zusammenzuführen, wird künftig sonntags das Internet abgeschaltet&#8221;</em>) maulen die Scherz-Opfer, dass das doch zu offensichtlich ein Scherz ist und damit nicht lustig. Ist die April-Falschmeldung aber zu ernst oder gar aufregend (<em>&#8220;Drei Politiker bei Amoklauf im Reichstag getötet&#8221;</em>) maulen andere Scherz-Opfer, dass das ja wohl zu hart sei und damit nicht lustig.</p>
<p>Die schlimmste Folge der Medien-Unsitte, sich am 1. April gegenseitig mit den lustigsten, aber undurchsichtigsten Scherzen zu überbieten, ist, dass man als Konsument einfach mal gar nichts mehr glaubt, was über das normale Alltagsgeschehen hinaus geht. Als ich letztes Jahr am 1. April <a href="http://www.dwdl.de/story/20412/guido_ich_machs_pocher_wechselt_zu_sat1/" target=blank>bei DWDL las</a>, dass Oliver Pocher zu Sat.1 wechselt, dachte ich: &#8220;Wow, damit hätte ich nicht gerechnet!&#8221;, korrigierte mich dann aber nach wenigen Sekunden selber: &#8220;Ach ne, es ist der erste April. Genialer Scherz &#8211; ich hätte es fast geglaubt. Gut gemacht, DWDL!&#8221; Tja &#8211; wir wissen, wo Pocher heute seine eigene Sendung moderiert (wobei die Frage offen ist, wie lange noch).</p>
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<p>Manchmal wünsche ich mich in die gute alte Kinderzeit zurück. Damals, als Siebenjährige fanden wir es unglaublich komisch, in der Stadt wildfremden Passanten zu sagen, dass ihr Schuh offen ist. Wenn sie dann runter geschaut haben, liefen wir lachend mit einem &#8220;April, April&#8221; weg.  Man hat es eben nicht leicht als erwachsener Ganzjahreshumoriker. Aber eins ist sicher: Der 1. April geht vorbei. Und mit ihm all die ach so lustigen Scherze der Kellerkinder. Und das meine ich ernst.</p>
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		<title>Null Zinsen, null gelernt&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 10:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Media Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Zinsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe wieder ein neues Spielzeug. Eine Playstation 3 habe ich mir gestern gegönnt, nachdem ich mir überlegt hatte, nun auf BluRay umzusteigen. Praktisch, dass es im Moment bei einem großen roten Elektroladen, der mit einem humorbefreiten selbsternannten Comedian wirbt, kostenlose Finanzierungen gibt. So zahle ich nur rund 15 Euro im Monat für meine PS3. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.scherzinfarkt.net/wp-content/uploads/2010/01/dasistmeinladen_motivmariobarthfuermediamarkt-300x171.jpg" alt="Foto: Media Markt" title="Foto: Media Markt" width="300" height="171" class="alignright size-medium wp-image-1480" />Ich habe wieder ein neues Spielzeug. Eine Playstation 3 habe ich mir gestern gegönnt, nachdem ich mir überlegt hatte, nun auf BluRay umzusteigen. Praktisch, dass es im Moment bei einem großen roten Elektroladen, der mit einem humorbefreiten selbsternannten Comedian wirbt, kostenlose Finanzierungen gibt. So zahle ich nur rund 15 Euro im Monat für meine PS3. Allerdings kam ich bei der Daten-Aufnahme ein wenig ins Plaudern mit dem Finanzierungs-Mitarbeiter &#8211; und muss feststellen: So gut, wie das alles klingt, ist es dann doch nicht. Zumindest nicht, wenn man weiterdenkt&#8230;.<br />
<span id="more-1479"></span><br />
Klar doch, wer da nicht zuschlägt, ist blöd. Und da man ja laut Laden-Slogan nicht blöd ist, schlägt man zu: Alles, was mehr als 200 Euro kostet, sollte man im Moment nicht bar bezahlen. Wer es für den gleichen Preis für 10 oder 20 Monate finanzieren kann, der legt den Betrag lieber an, nimmt selbst kleinste Zinsen gerne mit und stottert die Raten für sein neues Gerät langsam und ohne Mehrkosten ab.</p>
<p>Als ich meine Finanzierung für die PS3 klargemacht habe, habe ich einiges gelernt. Am Interessantesten fand ich dabei, dass der Laden ein eigenes Finanzierungsbüro hat, das wie eine Mini-Bankfiliale im Elektroladen wirkt. Hier wartet eine handvoll Studenten, die im Nebenjob Finanzierungen abwickelt, auf finanzierungswillige Kunden. Die jungen Leute sind über eine Agentur angestellt und arbeiten nur im Aktionszeitraum hier. Danach gehen sie wieder studieren oder füllen Finanzierungsformulare in anderen Läden aus. Interessant, dachte ich mir!</p>
<p>Dann kam ich mit dem Studenten ins Plaudern, der meinen Antrag bearbeitet. Welche Bank ist das denn, die mir da das Geld für meine Playstation zinslos leiht? Die Santander-Bank, lerne ich. Und was hat die Santander-Bank davon? Klar &#8211; Zinsen. Die zahle allerdings nicht ich, sondern der rote Elektroladen. Und was hat der nun davon, wenn er für meine Playstation noch draufzahlen muss? Klar &#8211; ich habe sie gekauft, was ich sonst vielleicht nicht gemacht hätte. Und genau so kaufen dank Finanzierung tausende andere Kunden Produkte, die sie sonst nie gekauft hätten.</p>
<p>Der Laden hat mehr Umsatz, die Bank bekommt Zinsen, der Kunde hat sein Wunschgerät &#8211; ist doch eine Win-Win-Win-Situation, oder? Naja. </p>
<p>&#8220;Der Effekt, dass die Leute nun reihenweise herkommen, um sich ihre Elektrogeräte zu kaufen und zu finanzieren, ist doch nur merkbar, wenn es auf Aktionszeiträume beschränkt ist, oder?&#8221;, frage ich den Mitarbeiter. Aber nein. Er denkt sogar, dass es bald schon so sein wird, dass wir uns alles zinslos finanzieren können, wann immer wir wollen. Schließlich laufe der Aktionszeitraum im roten Elektroladen auch schon seit zwei Monaten. Der Trend sei deutlich spürbar.</p>
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</script></center></p>
<p>Aber war es nicht gerade sowas, was in Amerika die Wirtschaftskrise ausgelöst hat? Dass die Leute dazu verleitet wurden, reihenweise Kredite aufzunehmen, die dann später genauso reihenweise geplatzt sind? Klar, sagt mir der Mitarbeiter lakonisch und ich merke, dass er es auch gar nicht gut findet, was da läuft. </p>
<p>Da läuft also eine Wirtschaftskrise, wir alle fassen uns an den Kopf und laufen dann sehenden Auges in die nächste Katastrophe? Bitte, wie war nochmal der Slogan der Ladenkette? Ich weiß nur noch, dass das Wort &#8220;blöd&#8221; drin vor kam&#8230;.</p>
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