Scherzinfarkt
7Mrz/101

Buchkritik: “1000 Gründe, dich zu hassen”

Darum geht's: Deine Freundin hat dich sitzengelassen? Du gehst nur noch aus der Wohnung, um neues Bier zu holen? Du redest mit deinem Fernseher nächtelang über Beziehungsprobleme? Damit ist jetzt Schluss! Hier ist das Buch für Männer mit gebrochenem Herzen und klarem Verstand. Beziehungsopfer (männlich) schreiben sich ihren Frust von der Seele, rechnen mit ihren Ex-Freundinnen ab und geben rachelüsternen Leidensgenossen Tipps für den angemessenen Umgang mit dem grausamen Geschlecht.
So ist's: Kurzweilige Geschichten von Männern, die ihre Ex-Freundinnen hassen füllen dieses Buch. Dutzende Autoren haben ihre Beiträge eingereicht und genauso abwechslungsreich liest es sich auch. Die ein oder andere Geschichte ist lustig oder nett geschrieben, aber das meiste sind einfach recht normale Abhandlungen über das Scheitern von Beziehungen. Das Coverversprechen wird nicht gehalten - dennoch ist's eine kurzweilige Lektüre und durch die vielen kurzen Geschichten ist es auch wunderbar als Klo-Buch geeignet...

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27Feb/100

Buchkritik: “200 Tricks für ein besseres Leben”

Darum geht's: Nahezu täglich ist irgendwo zu lesen, wie man Männer erwachsen, Frauen rum-, einen flachen Bauch hin- oder Rotweinflecken rauskriegt. Aber Lösungen für die wahren Probleme des Alltags waren bis jetzt Mangelware. Wie man Fruchtfliegen loswird, unpeinliche Gedichte schreibt, Lampenfieber besiegt, versalzenes Essen rettet, Sexpannen vermeidet oder jemanden auf dem Handy anruft, ohne mit ihm reden zu müssen...

So ist's:Eine krude Mischung aus Tipps für alle Lebenslagen. Manchmal schräg, manchmal eine Lösung, die man schon lange gesucht hat. Die Tipps sind nahezu allesamt von Experten auf dem jeweiligen Gebiet. Und selbst wenn man keinen einzigen der Tipps umsetzt, hat man eine spannende und lehrreiche Lektüre, die dazu noch unterhaltsam ist.

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24Feb/101

Buchkritik: “Wo wohnt der Fisch…”

Darum geht's: Was tun, wenn man den Freund im eigenen Dessous erwischt? Kann man dick verhungern? Warum stehen Männer liebend gern am Grill, aber nie am Herd? Wem gehört der Mond? Was sind die besten Tipps gegen Schluckauf? In diesem Ratgeber finden die Leser Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen aus allen Lebensbereichen. Die Themen gehen von »Ich und die anderen« über »Wir und die Gesellschaft«, »Job und die lieben Kollegen« bis zu »Haushalt, Alltag und weitere Leiden«. Vom ersten Kuss über müffelnde Kollegen und plärrende Nachbarskinder bis zur hoppelnden Waschmaschine.

So ist's: Diese Sammlung der besten Fragen und Antworten der Community gutefrage.net schafft es, gleichermaßen zu lehren und zu unterhalten. Es ist eine Sammlung von abstrusen und abgefahrenen Fragen - aber auch jede Menge Fragen, die man sich immer mal gestellt hat, sind dabei. Dazu herrlich offene Antworten, teilweise mit Pfiff und teilweise mit Insiderwissen. Jede Frage ist ein einzelnes Häppchen des Wissens, was das Buch so kurzweilig macht. Und nun weiß ich endlich auch mal, warum Alleskleber überall klebt - nur nicht in der Tube.

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15Feb/100

Buchkritik: “Allwissend”

Darum geht's: Am Straßenrand steht ein Kreuz mit roten Rosen: zum Gedenken an einen Autounfall. Das Todesdatum: morgen. Und tatsächlich entdeckt die Polizei am nächsten Tag eine junge Frau gefangen in einem Kofferraum – nur Sekunden trennen sie vom Tod. Ihr Peiniger wusste offensichtlich, dass sie unter schwerer Klaustrophobie litt. Die Verhörexpertin und psychologische Ermittlerin Kathryn Dance erkennt als Erste, dass der Mörder es darauf abgesehen hat, die schlimmsten Ängste seiner Opfer wahr werden zu lassen. Und weitere Kreuze kündigen weitere Morde an…

So ist's: Wer sich lange auf den zweiten Thriller mit Kathryn Dance gefreut hat, sollte nicht allzu viel erwarten. Deaver erzählt zwar wieder eine starke Story mit vielen unerwarteten Wendungen - aber wie unerwartet sind schon erwartete Überraschungen? Deaver-Fans wissen von Anfang an, dass sie dem ersten Eindruck nicht trauen dürfen. Leider werden gegen Ende die Wendungen immer konstruierter und man bekommt das Gefühl, Deaver wollte unbedingt noch eine Überraschung unterbringen. Nichts desto Trotz ist "Allwissend" wieder ein spannender Thriller, der sich mit einem interessanten Thema beschäftigt: Was richten Blogs und Onlinespiele heutzutage an - und wie gefährlich sind sie wirklich?! Sicher nicht der beste Deaver - aber ein Deaver!

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31Jan/104

Buchkritik: “Der Fixierungscode”

Darum geht's: Wir spielen, mailen, bloggen, twittern, und vor allem googeln wir, was das Zeug hält. Die Maschinen, die wir dazu benutzen, werden immer schöner und mehr und mehr zu einem Teil unserer selbst. Ohne Zweifel sind wir ungemein fixiert auf den digitalen Kosmos hinter unseren Endgeräten nur leider oftmals mit einem sehr fragmentarischen Wissen ausgestattet. Wer überblickt schon alle Dienste, mit denen Google an unsere Daten und geheimsten Wünsche kommt? Wer hat mehr als eine vage Ahnung von den Abhängigkeiten, in die man geraten kann? Ibrahim Evsan erklärt, was sich hinter all den Begriffen verbirgt, von denen man manche nur vom Hörensagen kennt, wie man sich (und seine Kinder) vor den Gefahren schützt, wie man seinen Ruf im Netz pflegt, welche gewaltigen Veränderungen wir aus seinen Weiten noch zu erwarten haben und wie wir auch als Volkswirtschaft in der digitalen Zukunft bestehen können.

So ist's: Da hat jemand die Zeichen der Zeit erkannt! Ibrahim Evsan beschreibt die aktuelle Situation des Lebens mit dem Internet praxisnah und verständlich. Wer sich noch nicht auskennt, versteht das Buch ganz leicht und wer sich auskennt und viel Zeit im Web verbringt, wird die ein oder andere Bestätigung finden. Evsan beleuchtet vor allem erschreckend deutlich, welche Übermacht Google darstellt und welche Gefahren das bergen kann - und das, ohne den Suchmaschinengiganten zu verteufeln. "Der Fixierungscode" ist genau das richtige Buch für die Internet-Generation 2010. Sehr angenehm geschrieben und trotzdem sehr augen-öffnend.

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9Jan/100

Buchkritik: “12 Stunden Angst”

Darum geht's: Laurel lebt mit ihrem Mann Warren und ihren beiden Kindern in der perfekten Nachbarschaft. Doch Laurel hat ein Problem: Sie ist schwanger, und zwar wahrscheinlich nicht von ihrem Ehemann. Eines Morgens wacht sie auf und stellt fest, dass Warren nicht neben ihr liegt. Er ist dabei, das Haus zu durchsuchen. Als Laurel später von der Arbeit heimkehrt, sitzt Warren auf dem Sofa, mit einem wilden Ausdruck im Gesicht. Vor ihm liegt ein Brief, den Laurel sorgsam versteckt hatte - ein Brief von ihrem Liebhaber. Und dann sieht sie den schwarzen Revolver in Warrens Hand. Doch Warren hat ein noch viel größeres Problem als die Untreue seiner Frau...

So ist's: Schon nach knapp 100 Seiten hab ich gemerkt: Das ist eine echte Produktenttäuschung! Was im Gewand eines spannenden Thrillers daherkommt, plätschert lange nur so dahin und verliert sich in zahlreichen teils unnützen Nebenhandlungen. Da kommt kaum Spannung oder Beklemmung auf. Wer hier einen packenden Kampf zwischen Eheleuten erwartet, wird enttäuscht. Zu oft springt der Fokus weg und verliert sich unterwegs wieder in Nebensächlichkeiten. Schade.

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5Jan/100

Buchkritik “Speak no Evil”

Darum geht's: Wer immer sie getötet hat, muss sie gehasst haben, so brutal wurde die achtzehnjährige Angie ermordet. Detective Carina Kincaid verdächtigt den Exfreund des Mädchens, doch dieser beteuert seine Unschuld und bittet seinen älteren Bruder, Sheriff Nick Thomas, um Hilfe. Unwillig muss Carina mit ansehen, wie Nick sich einmischt. Als jedoch klar wird, dass der Killer bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen hat, nehmen die ungleichen Ermittler den Wettlauf gegen den Tod gemeinsam auf...

So ist's: "Speak no Evil" bietet nette Thriller-Unterhaltung mit jeder Menge klassischen Elementen: Serienmörder, tote Teenies, obligatorische "unverhoffte" Romanze zwischen Protagonistin und dem Partner wider Willen. Das Buch ist gut geschrieben und liest sich auch recht spannend - ist aber keineswegs was Besonderes. Solide 08/15-Thrillerware für Fans von Serienkillern, die junge Mädels töten.

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