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	<title>Scherzinfarkt &#187; ZweiPunktNull</title>
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		<title>&#8220;Fliplife&#8221;: Das Leben ist ein Spiel</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 11:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[ZweiPunktNull]]></category>
		<category><![CDATA[2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Wird das nun mein neues Suchtmittel oder nur ein bisschen Unterhaltung zwischendurch? In der Nacht zu gestern ist mit Fliplife ein (nach eigener Aussage) neuartiges Social-Web-Game gestartet &#8211; und ich habe mich direkt mal angemeldet. Fliplife ist zwar im Moment eine Beta-Version mit stark eingeschränkten Möglichkeiten, aber trotzdem hat mich die Neugierde dazu gebracht, mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wird das nun mein neues Suchtmittel oder nur ein bisschen Unterhaltung zwischendurch? In der Nacht zu gestern ist mit <a href="http://fliplife.com/">Fliplife</a> ein (nach eigener Aussage) neuartiges Social-Web-Game gestartet &#8211; und ich habe mich direkt mal angemeldet. Fliplife ist zwar im Moment eine Beta-Version mit stark eingeschränkten Möglichkeiten, aber trotzdem hat mich die Neugierde dazu gebracht, mich schonmal anzumelden.</p>
<p><strong>Worum geht&#8217;s eigentlich?</strong><br />
Ich nenne Fliplife immer eine Mischung aus &#8220;Farmville&#8221; und &#8220;Die Sims&#8221;. Kurz umrissen geht es ums Leben: Der Spieler entscheidet sich für eine Karriere (in der ersten Beta-Fassung gibt&#8217;s nur Koch oder Journalist) und muss sich dann hocharbeiten. Er verdient Geld und Erfahrungspunkte, muss bald auch mit anderen zusammenarbeiten. Die &#8220;Arbeit&#8221; ist für den User dabei keine solche: Man klickt einfach auf &#8220;jetzt arbeiten&#8221; und das war&#8217;s (so wie man bei Farmville ein Feld bestellt und dann auch einfach abwartet).</p>
<p>Außerdem kann man bei Fliplife seine virtuelle Freizeit verbringen (in der Beta mit Fußball oder im Biergarten) und hat einen virtuellen Freundeskreis, den man sich allerdings -und das ist das Besondere- nicht selber aussucht. Freunde und Kumpels setzen sich aus den Spielern zusammen, die man im Spiel trifft (weil sie einen zum Fußballspiel einladen oder einem bei einer Arbeit geholfen haben). Später soll man offenbar auch sein verdientes Geld ausgeben können &#8211; aber der Button &#8220;Shopping&#8221; ist in der Beta noch inaktiv.</p>
<p><strong>Und was hab ich davon?</strong><br />
Nichts. Gar nichts. Aber Fliplife ist ein netter zeitvertreib, vor allem nebenbei. Wie Farmville kann man auch Fliplife super in einem Tab die ganze zeit offen lassen und seinen Charakter hin und wieder neue Aufgaben erledigen lassen, während man selber gerade was anderes macht. Mit größerem Umfang kann man sicher später auch mehr mit dem Spiel anfangen, aber die aktuell abgespeckte Beta ist einfach ein netter Zeitvertreib.</p>
<p><strong>Taugt es denn was?</strong><br />
Jein. Viele erste Stimmen zu Fliplife sagen einfach: &#8220;Wie lahm!&#8221; Ich selber finde es ein gelungenes Nebenbei-Spiel, das einen sicher (spätestens demnächst mit mehr Umfang) in seinen Bann ziehen kann. Durch Erfahrungspunkte und virtuelles Geld bekommt man immer einen leichten Ehrgeiz-Schub &#8211; denn es wird auch immer angezeigt, auf welchem Rang man sich im Vergleich zu den anderen Mitspielern befindet. Wer im echten Leben ehrgeizig ist, kann es auch bei Fliplife sicher schnell werden. </p>
<p>Fliplife ist schön und nett umgesetzt: Die selbst eintellbaren Avatare sind liebevoll gestaltet (wenngleich noch Accessoires und/oder Brillen fehlen), das Design der Seite ist nett, aber unspektakulär. Fliplife kommt ziemlich unaufgeregt daher, Animationen sucht man lange und eigentlich vergeblich (nur das unheimlich niedliche Bild am Fuß der Seite hat da ein paar Überraschungen parat).</p>
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<p><strong>Und was ist dein Fazit?</strong><br />
Nach zwei Tagen Spielen einer Beta-Version ist ein Fazit zwar eigentlich schon sehr verfrüht, aber ich will mich trotzdem dran versuchen: Für mich ist Fliplife ein nettes, kleines Spiel, das mich nebenbei unterhält. Es ist liebevoll gestaltet, witzig gemacht (bei den Job-Beschreibungen musste ich mehr als einmal schmunzeln) und einfach zu spielen. </p>
<p>Ob Fliplife wirklich der große Wurf wird, den manch einer erwartet, kann man heute sicher noch nicht sagen. Es ist eher ein erster Blick auf ein ambitioniertes Projekt. Ein Spinksen durchs Türloch in die mögliche Zukunft des Webgames. Das besondere an Fliplife ist sicher auch die soziale Komponente: Das Spiel bringt einen mit neuen Leuten in Kontakt. Erst virtuell, und später vielleicht auch in real? Denn wenn man im Spiel schon so viele Projekte zusammen gemacht hat &#8211; warum sollte man sich dann nicht auch mal im real life treffen?</p>
<p>Ich werde Fliplife erstmal die Treue halten &#8211; allein, weil ich den Ehrgeiz entwickelt habe, in der Karriereleiter aufzusteigen und mehr Erfahrungspunkte als meine Mitstreiter zu haben. Ob&#8217;s mit der Zeit langweilig wird, kann sich dann ja immer noch zeigen&#8230;</p>
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		<title>30 Tage ohne Internet und Handy</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 09:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[ZweiPunktNull]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert, wenn man sich mal für 30 Tage komplett von der digitalen Welt abkoppelt? Ein Monat ohne Handy und ohne Internet? Autor Christoph Koch hat&#8217;s gewagt und ein Buch darüber geschrieben. Einen Monat stöpselte er sein Netzwerkkabel aus und versteckte sein Handy in einer abschließbaren Schublade. Das Ergebnis ist ein höchst unterhaltsames Buch, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=F9F9F9&#038;IS2=1&#038;bg1=F9F9F9&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=scherzinfarkt-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3764503742" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" align=left></iframe>Was passiert, wenn man sich mal für 30 Tage komplett von der digitalen Welt abkoppelt? Ein Monat ohne Handy und ohne Internet? Autor Christoph Koch hat&#8217;s gewagt und ein Buch darüber geschrieben. Einen Monat stöpselte er sein Netzwerkkabel aus und versteckte sein Handy in einer abschließbaren Schublade.</p>
<p>Das Ergebnis ist ein höchst unterhaltsames Buch, das Augen öffnet. Nicht nur, dass Koch seinen Selbstversuch &#8220;Ich bin dann mal offline&#8221; überlebt hat &#8211; er hat auch noch eine Menge spannender Beobachtungen gemacht. Dabei ist Koch keineswegs einer, der skeptisch über das Internet denkt, sondern eigentlich ein echter Onliner, einer, der facebookt und twittert und seine Reisen im Internet bucht und online nach Restaurants sucht und, und, und. Sein Selbsversuch liest sich stets locker und spannend, denn Koch mischt seine eigene Erfahrungen, wie es denn so ist, wenn man nur noch eine Festnetznummer hat, mit spannenden Interviews mit Internet-Profis, Internet-Gegnern oder Ärzten, die auf Internetsucht spezialisiert sind. &#8220;Ich bin dann mal offline&#8221; liest sich kurzweilig, bringt einen aber trotzdem zum Nachdenken über seine eigenen Internet-Gewohnheiten. Ob man nach der Lektüre selber ein wenig digital kürzer tritt, steht wiederum auf einem anderen Blatt&#8230;</p>
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		<title>iPhone fressen Seele auf</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 15:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[ZweiPunktNull]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>

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		<description><![CDATA[Langsam erkenne ich mich selber nicht mehr wieder. Es gab eine Zeit, da sagte ich kategorisch: &#8220;Ich will kein iPhone&#8221;. Dieses seelenlose Hinterhergerenne hinter den Einfällen eines rollkragenpullitragendes Technik-Gurus war mir stets zuwider. Doch irgendwann hat mich dieser Steve Jobs auch gefangen. Erst mit dem iMac und dem iPad. Klar, dass ich auch ein iPhone [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Langsam erkenne ich mich selber nicht mehr wieder. Es gab eine Zeit, da sagte ich kategorisch: &#8220;Ich will kein iPhone&#8221;. Dieses seelenlose Hinterhergerenne hinter den Einfällen eines rollkragenpullitragendes Technik-Gurus war mir stets zuwider. Doch irgendwann hat mich dieser Steve Jobs auch gefangen. Erst mit dem iMac und dem iPad. Klar, dass ich auch ein iPhone haben will.</p>
<p>Doch Herr Jobs macht es einem nicht gerade leicht, ihm einige Euros zuzustecken und dafür sein neuestes Wunderwerk der Telefonie zu bekommen. Im Gegenteil. Seit Wochen suche ich eine Möglichkeit, ein iPhone 4 zu kaufen &#8211; und scheitere immer wieder. </p>
<p>Gewiss, ich könnte einfach in eine Filiale der vorherrschenden deutschen Mobilfunkfirma gehen, unsäglich viel Geld und meine Seele abgeben und dann mit den neuesten Apfel-Telefon rausspazieren (wobei noch nicht mal das geht, weil der &#8220;Exklusiv-Vertriebspartner&#8221; die begehrten Geräte ja einen Monat nach Einführung immer noch nicht einfach so im Verkauf hat). Aber nein, ich will meinen Mobilfunkvertrag bei O2 behalten und sicher nicht zur Magenta-Konkurrenz wechseln, die sich bei meinen Besuchen im Shop außerdem nicht nur durch Arroganz, sondern auch durch Unfreundlichkeit hervorgetan haben.</p>
<p>Aber es gibt ja noch mehr Möglichkeiten. Eines Tages wird das neue iPhone sicher auch bei O2 verkauft werden, so wie das alte Modell inzwischen auch. Blöd nur: Wenn ich die Kundenhotline anrufe oder in drei verschiedene Filialen gehe, bekomme ich sieben verschiedene Antworten. Von &#8220;Das werden wir in vier Wochen etwa haben&#8221; bis zu &#8220;Da wissen wir gar nichts zu&#8221; und &#8220;Auf keinen Fall noch dieses Jahr&#8221; habe ich schon alles gehört. Auch der geneigte O2-Mitarbeiter leidet unter dem irrsinnigen Exklusiv-Vermarktungsrecht der Konkurrenz.</p>
<p>Bleibt noch die Möglichkeit, die Ländergrenze zu kreuzen. Andere Nationen bekommen ihre iPhones ganz ohne Knebelverträge, einfach so wie ein normales Elektrogerät: In den Laden gehen, Geld auf den Tisch, mitnehmen, freuen. Frankreich und England sind hier Optionen. Knappe 650 Euro muss man ausgeben, um das 16-GB-Modell zu ergattern &#8211; allerdings kommen da natürlich noch Reisekosten hinzu. Nach England ist mir zu weit und Frankreich meide ich aus Prinzip. Also: Auch nicht gut. </p>
<p>Man könnte natürlich online im Ausland bestellen und einen Fracht-Weiterleitungsservice nutzen. Dann bekommt man sein englisches iPhone per Post und zum günstigen Preis (die Weiterleitung des Paketes ist günstiger, als selber zu fliegen), aber dann dauert der Spaß satte vier Wochen. Mindestens. Und ich bestelle doch keinen Trabbi, sondern ein Telefon, herrje.</p>
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<p>Wie kommt es eigentlich, dass ich so seelenlos verloren bin und zombiegleich durch die Gegend irre, um dieses Telefon zu kaufen? Wenn einem die Verkaufskonditionen nicht passen, kehrt man dem Verkäufer doch eigentlich ganz einfach den Rücken und denkt sich schnippisch &#8220;Dann eben nicht, ihr Pimmelflitschen!&#8221; Nicht so bei mir und dem iPhone. Ich will das Ding haben, obwohl es &#8220;nur&#8221; ein Handy ist. Und ich will es so schnell wie möglich. Freilich bin ich nicht so dämlich, einem gewieften Importeur, der die Geräte in Massen in Frankreich kauft und hier wieder verkauft, über 1000 Euro in den Rachen zu werfen. Aber ich bin schon fast kurz davor. Echt schlimm, wie die Gehirnwäsche klappt. </p>
<p>Je schwieriger es ist, etwas zu bekommen, desto begieriger wollen wir es haben. Das wissen wir nicht erst seit dem ersten einseitigen Verliebtsein, das gilt eben auch für Güter, die (künstlich?) verknappt sind. Und so ging es mir das ein oder andere Mal durch den Kopf, ob hinter der Knappheit des iPhones nicht ein gewiefter Apple-Trick steckt. Die sind doch bestimmt so raffiniert und gemein und machen sich ein Spiel daraus, um den Verkauf anzukurbeln.</p>
<p>Wie dem auch sei. Ich mache erstmal weiter mit dem »iErtanz« und denke weiter darauf rum, wie ich mir das iPhone besorgen kann, ohne zuviel dafür auszugeben und ohne zu viel zu zahlen. Und. Ohne meine Seele an diese eine Firma da aus Bonn zu verkaufen&#8230;</p>
<p><strong>Update:</strong> Vier Stunden nach Verfassen dieser Zeilen habe ich mir einfach ein Herz gefasst und ein iPhone 4 in England bestellt.</p>
<p style="text-align: right;"><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/ivyfield/">Yutaka Tsutano</a> / flickr)</em></p>
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		<title>Twitter im Katastrophenfall</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 08:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[ZweiPunktNull]]></category>
		<category><![CDATA[2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Loveparade]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Tagtäglich tummele ich mich mit tausenden Anderen bei Twitter. Manchmal posten wir interessante Links oder verbreiten eine Neuigkeit. Die meiste Zeit veröffentlichen wir aber mittelgute Witze, platte Sprüche und vermeintlich lustige Alltagssituationen. Und dann passiert so etwas wie gestern: Bei einer als fröhlichen Feier geplanten Großveranstaltung mitten in Deutschland bricht eine Massenpanik aus, Menschen sterben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tagtäglich tummele ich mich mit tausenden Anderen bei Twitter. Manchmal posten wir interessante Links oder verbreiten eine Neuigkeit. Die meiste Zeit veröffentlichen wir aber mittelgute Witze, platte Sprüche und vermeintlich lustige Alltagssituationen. Und dann passiert so etwas wie gestern: Bei einer als fröhlichen Feier geplanten Großveranstaltung mitten in Deutschland bricht eine Massenpanik aus, Menschen sterben inmitten von über einer Million Feiernden. Und plötzlich ist alles anders.</p>
<p>Ich saß gestern Abend mit Freunden bei einem Bierchen zusammen, als wir es erfuhren. 15 Tote, hieß es zu dem Zeitpunkt. Erstmal ein Schock. Dann erwachte der Newsjunkie in mir und ich wollte mehr zu der Tragödie erfahren. Anlaufstelle Nummer eins: Twitter. Denn im Katastrophenfall &#8211; und das gestern war ein Katastrophenfall &#8211; bietet dieses Netzwerk ungeheures Potenzial, wenn es darum geht, Nachrichten schnell, prägnant und weit zu verbreiten.</p>
<p>Ein Drama, wie es sich gestern in Duisburg abgespielt hat, verändert alles. Und ich finde, es sollte auch bei Twitter alles verändern. Und das tat es auch zum Teil: Ich las Tweets, in denen besorgte Angehörige nach Menschen fragten, die zur Loveparade gefahren waren, ich las mehrfach die Nummer der Hotline für Betroffene, ich las mehrere Posts darüber, dass schon im Vorfeld gewarnt, dass der Tunnel eine Todesfalle sei. Genau das waren die Sachen, die ich lesen wollte. Und ich denke, das ist das unheimliche Potenzial, das Twitter im Katastrophenfall hat: Die schnelle Vernetzung, das blanke Weiterleiten von Informationen, die aktuell von Belang sind.</p>
<p>Aber ich las auch anderes. Morbide Witze haben sich die meisten in den Stunden nach dem Drama zum Glück verbissen. Aber unzählige Male musste ich &#8220;Ich bin geschockt&#8221; oder &#8220;Ach du Schreck, das ist krass&#8221; lesen. Liebe Leute: Auch wenn ich im Alltag gerne lese, was euch bewegt und was euch auf dem Herzen liegt: In einem solchen Falle will ich es nicht lesen! In einem solchen Fall sollte man einfach nur &#8220;die Leitung freihalten&#8221; und die Timeline nicht mit unnötigem Kram füllen, damit der Informationsfluss weiter läuft. Oder deutlicher: <strong>In so einer Situation: Einfach mal Fresse halten!</strong></p>
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<p>Als ich von der Tragödie bei der Loveparade das erste Mal las, dachte ich auch sofort &#8220;Was twitterst du denn nun?&#8221; &#8211; einfach, weil es bei mir inzwischen so im Blut steckt, ein Ereignis, das alle betrifft, sofort zu kommentieren. Aber schnell wurde mir klar: »Nein, jetzt twitterst du nichts. Du kannst nicht helfen, du kannst nichts beitragen, du hältst dich zurück.« So kam es, dass ich lediglich einmal die Nummer der Angehörigen-Hotline gepostet habe und sonst zur Tragödie auf der Loveparade geschwiegen habe. </p>
<p>Auch heute, am Morgen danach, wo inzwischen die Zahl der Toten auf 19 gestiegen ist, wüsste ich auch nicht, was ich dazu bitte sagen soll. Dass das ein Desaster war? Das weiß doch jeder. Dass die Schuldigen an den Eiern aufgehangen werden müssten? Nichts ist so selbstverständlich wie das. Eine Katastrophe wie diese muss nicht kommentiert werden. Manchmal muss man zu einem Thema auch mal schweigen. Vor allem in den ersten Stunden, wenn schnelle Hilfe und schnelle Information wichtig ist&#8230;<br />
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		<item>
		<title>Wenn die Uhren langsamer ticken&#8230;</title>
		<link>http://www.scherzinfarkt.net/2010/07/wenn-die-uhren-langsamer-ticken/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 12:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ZweiPunktNull]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[E-Post]]></category>
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		<category><![CDATA[Post]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte man sich ja nicht aufregen. Man könnte einfach schön zuschauen, wie sich die Post mit der Zeit selber zu Grunde richtet. Aber einiges ist einfach zu ärgerlich, um es zu ignorieren. Anscheinend hat man bei der Post noch immer nicht begriffen, dass die goldenen Zeit von einst vorbei sind. Nein, es gibt kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte man sich ja nicht aufregen. Man könnte einfach schön zuschauen, wie sich die Post mit der Zeit selber zu Grunde richtet. Aber einiges ist einfach zu ärgerlich, um es zu ignorieren.</p>
<p>Anscheinend hat man bei der Post noch immer nicht begriffen, dass die goldenen Zeit von einst vorbei sind. Nein, es gibt kein Monopol mehr. Nein, ihr seid nicht mehr die einzigen Zusteller und ihr seid auch nicht mehr staatlich, liebe Postler. Und doch benehmt ihr euch manchmal so.</p>
<p>Im Grunde lebt die Deutsche Post noch immer von den Zeiten, als sie staatlich und mit Monopol ausgestattet war. Ein neues Unternehmen am Markt würde sich niemals etablieren, wenn es so arbeiten würde, wie die Post heute arbeitet. Aber nein &#8211; wer mal staatlich war, bei dem ticken die Uhren des Wechsels wohl was langsamer.</p>
<p>Ich rege mich ja schon länger über diesen gelben Konzern auf. Dass die Jungs immer mehr Filialen dicht machen und dafür Post-Schalter in Kioske integrieren &#8211; geschenkt! Alle müssen sparen, da ist das dann vielleicht auch ne gute Maßnahme. Dass aber die letzten verbliebenen Filialen jeden Tag bis zu zwei Stunden Mittagspause machen, ist ein unfassbares Relikt aus den siebziger Jahren. Liebe Leute, es ist das 21. Jahrhundert &#8211; wo gibt&#8217;s denn bitte noch Mittagspausen?</p>
<p>Die Liste an Post-Aufregern (Stichwort: &#8220;Haben Sie eigentlich schon unseren günstigen Strom?&#8221;) ist nun also um einen Punkt gewachsen: Die E-Post. Das neue Produkt ist im Prinzip nichts anderes als eine E-Mail &#8211; allerdings besser verschlüsselt und mit einer gesicherten Identität. Eigentlich ein Fortschritt &#8211; endlich muss man für Behördenkram nicht mehr zum gelben Kasten laufen. Aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die mit De-Mail ein ähnliches System starten, langt man bei der Post ordentlich zu: 55 Cent wollen die Gelbmänner für einen E-Brief haben. Da kann man sich doch nur an den Kopf fassen, bei so viel Arroganz.</p>
<p>Wenn der Hybrid-Brief (ich maile den Brief, die Post druckt ihn aus, tütet ihn ein und stellt ihn zu) mich 55 Cent kosten würde &#8211; das würde ich verstehen. Aber nein: Auch der reine E-Brief kostet diese 55 Cent, die mich schon seit ewigen Zeiten der reale Brief kostet. Für eine komplett virtuelle Leistung, die die Post nichts kostet (außer vielleicht Entwicklungs- und Serverwartungskosten) soll ich genausoviel bezahlen wie für die Zustellung eines Briefes quer durch die Republik? Wie will man denn das erklären?</p>
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<p>Trotz all dieser Ärgernisse habe ich mich für E-Post angemeldet, um mir möglichst schnell meine Wunschadresse zu sichern. Denn ich fürchte, nicht nur die Post selber ist davon überzeugt, noch immer im alten Glanz zu strahlen, sondern auch noch einige andere. Es ist eben &#8220;Die Post&#8221; &#8211; und die sind die Nummer eins für die Zustellung von Briefen (ob nun real oder virtuell). Deswegen fürchte ich, dass viele Unternehmen und einige Privatleute den E-Post-Service trotz der unerklärlichen Preise nutzen werden &#8211; so ärgerlich auch sein mag. Denn langsam aber sicher sollte man dem Konzern mit der Tröte mal zeigen, dass wir im 21. Jahrhundert leben&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>(Foto: Deutsche Post)</em></p>
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		<title>Schnell-leb-ich</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 10:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schnell, rasant, kaum zu bremsen. In Windeseile geht alles zu, wenn man &#8211; wie ich &#8211; einen Großteil seiner Zeit im Internet verbringt. Sekündlich kann etwas neues passieren, immer wieder lauert irgendwo eine spannende neue Info, die entdeckt werden will. Die Nebenwirkung: Die Aufmerksamkeits-Spanne sinkt merklich. Ich merke es an mir: Lange Texte mag ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schnell, rasant, kaum zu bremsen. In Windeseile geht alles zu, wenn man &#8211; wie ich &#8211; einen Großteil seiner Zeit im Internet verbringt. Sekündlich kann etwas neues passieren, immer wieder lauert irgendwo eine spannende neue Info, die entdeckt werden will. Die Nebenwirkung: Die Aufmerksamkeits-Spanne sinkt merklich.</p>
<p>Ich merke es an mir: Lange Texte mag ich gar nicht mehr lesen. Das Internet (und vor allem Twitter) haben mich so stark auf &#8220;schnell und kurz&#8221; getrimmt, dass ich kaum noch ausführliche Artikel lesen mag. Längere Texte werden quergescannt, was mir ins Auge sticht wird gelesen und dann geht es schnell weiter. Sollte ich doch mal einen längeren Text komplett lesen, mache ich es in Etappen: Zwei Absätze lesen, dann zu Twitter &#8211; schauen, was ich verpasst habe. Nebenbei noch Mails gecheckt und vielleicht noch bei Facebook reingeschaut, was in den letzten zwei Minuten an mir vorbeigegangen ist. Dann kommen die nächsten Absätze des Textes, bevor ich wieder eine Pause mache.</p>
<p>Keine Frage: Gewissermaßen bin ich das selber &#8220;schuld&#8221; und ich habe es in der Hand, mich einfach anders zu verhalten. Aber Twitter und Co. haben mich inzwischen in meiner Mediennutzung so darauf getrimmt, dass alles kurz und knackig zu haben ist, dass ich mich vollends nach dem Muster richte. Das wirkt sich auch auf die Offline-Welt aus. Wann immer ich auf dem Sofa sitze und ein Buch lese, mache ich nach einem oder zwei Kapiteln eine Pause, greife zum <a href="http://www.scherzinfarkt.net/2010/07/warum-ich-mein-ipad-noch-immer-liebe/">iPad</a>, vergewissere mich, dass meine Online-Welt noch steht und lese dann erst weiter. Wie ich Werbepausen im TV oder Wartezeiten an der Supermarkt-Kasse nutze, brauche ich an dieser Stelle sicher nicht noch einzeln erklären, oder?!</p>
<p>Muße ist mir inzwischen total abgegangen. Das Digital-Leben ist hektisch und schnell &#8211; und ich lasse mich voll und ganz in den Sog ziehen. Die Folgen: Ich weiß eine Menge vom aktuellen Geschehen &#8211; aber nichts wirklich fundiert. Denn immer nur ist es die Oberfläche, die ich ankratze. Die ersten beiden Absätze. Dann: Tab schließen, nächsten Info-Happen suchen! Selbst meinen eigenen Feedreader, den ich ja nur mit Dingen bestücke, die mich interessieren, konsumiere ich so: Überschrift lesen, bei Interesse die ersten Absätze lesen. Dass ich einen Artikel komplett lese kommt selten vor. Und wenn, dann ist es meist einer, der eh schon schön kurz geschrieben ist.</p>
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<p>Ich bin mir sicher, ich bin nicht alleine mit dieser Schnelllebigkeit. Viele Leser, die diesen Artikel angefangen haben, werden es auch nicht bis zu diesen Worten hier geschafft haben. Ist ja auch nicht schlimm. Aber bemerkenswert. Das Internet mit seiner unüberblickbaren und unerschöpflichen Info-Fülle verleitet uns immer wieder zu dem Versuch, doch das Unmögliche zu schaffen: ALLES zu lesen, zu hören, anzuschauen. Zumindest im Ansatz. Aber so schnell wir auch konsumieren &#8211; es kommt immer schneller Neues nach.</p>
<p>Man müsste eigentlich mal auf die Bremse treten. Mit Ruhe und Muße alles ruhig lesen, was einen interessiert und einfach mal einige Happen links liegen lassen. Aber man könnte ja was verpassen&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>(Foto: flickr/</em><a href="http://www.flickr.com/photos/storem/"><em>storem</em></a><em>)</em></p>
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		<title>Warum ich mein iPad noch immer liebe</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 13:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[ZweiPunktNull]]></category>
		<category><![CDATA[2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Nerd]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit etwas mehr als einem Monat gehen wir nun gemeinsam durchs Nerd-Leben: Mein iPad und ich. Am 28. Mai zog es bei mir ein und weilt seitdem jeden Tag an meiner Seite und jede Nacht neben meinem Bett. Inzwischen haben wir also genug Zeit miteinander verbracht, dass ich mir ein Fazit zum Kauf erlauben kann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit etwas mehr als einem Monat gehen wir nun gemeinsam durchs Nerd-Leben: Mein iPad und ich. Am 28. Mai zog es bei mir ein und weilt seitdem jeden Tag an meiner Seite und jede Nacht neben meinem Bett. Inzwischen haben wir also genug Zeit miteinander verbracht, dass ich mir ein Fazit zum Kauf erlauben kann. Und da mich einige gebeten hatten, meine Erfahrungen mit dem Pad zu schildern, will ich das nun tun.</p>
<p>Eigentlich könnte ich mich sehr kurz fassen: Ich liebe mein iPad noch heute wie am ersten Tag!<br />
Aber damit würde ich es mir sehr einfach machen. Was ist es, das mich fasziniert und begeistert? Was ist es, das den Unterschied zum Netbook ausmacht? Und warum ist das iPad gerade für mich der richtige Kauf gewesen?</p>
<p>Die Antworten sind simpel: Ich bin ein Nerd und ein Sofa-Täter. Ich liege gerne auf dem Sofa und lese ein Buch oder schaue Fernsehserien. Aber nebenbei möchte ich keine eingehenden E-Mails verpassen, und was bei Twitter so los ist, will ich auch gerne wissen.<br />
Vor dem iPad hatte ich ein Netbook. Das allerdings habe ich so gut wie nie mit ans Sofa genommen &#8211; das Aufklappen und Hochfahren war mir einfach immer zu aufwändig und zeitraubend. Als versauerte mein Netbook die meiste Zeit im Regal, während ich eher vor dem großen Computer saß, um nichts zu verpassen.</p>
<p>Heute habe ich fast immer mein iPad neben mir liegen, wenn ich auf dem Sofa sitze. Es piept, wenn ich eine neue E-Mail bekomme oder wenn sich mein Twitter-Client aktualisiert. Wenn mir etwas (mehr oder weniger) Lustiges einfällt, kann ich es immer gleich twittern. Wenn ich etwas nachschlagen möchte, habe ich die gesamte Wikipedia neben mir liegen. Alles Dinge, die ich mit dem Netbook auch hatte &#8211; aber nie gemacht habe.</p>
<p>Ein weiterer Faktor ist, dass mein iPad nie aus ist. Im Gegensatz zum Netbook, das immer wieder hoch- und runtergefahren werden will, ist mein treuer Begleiter von Apple immer an. Wie ein iPhone lässt er sich schnell aus dem Sleep-Modus wecken und ist sofort einsatzbereit. Der Akku hält bei meiner (nicht gerade intensiven, aber auch nicht sparsamen) Benutzung mehrere Tage locker durch und ist in einer Nacht schnell wieder bis zum Anschlag geladen.</p>
<p>So ist das iPad der immer bereite Begleiter in meinem Nerd-Alltag geworden. Mit diversen Apps checke ich die aktuellen Angebote im Supermarkt, lese Zeitungen, schaue abends im Bett Fernsehserien, die ich mir via W-Lan vom Mac streame (den Mac mache ich danach mit dem iPad via WLan aus), twittere, facebooke, und, und, und.</p>
<p>Mein iPad begleitet mich nahezu überall in den eigenen vier Wänden. Auf dem Sofa, auf dem Balkon, im Bett (wo ich schon vor dem Aufstehen Postfach und Timeline checke) und auch in der Küche, wo ich beim Kochen alles im Blick behalte. Mein flacher, treuer Begleiter ist immer dabei &#8211; nur nicht, wenn ich das Haus verlasse.</p>
<p>Als Unterwegs-Gerät sehe ich das iPad nicht. Da müsste ich schon gezielt losgehen und mir vornehmen, bei Starbucks Surfen zu gehen. Aber warum auch? Wenn ich unterwegs meine Mails checken oder einen Tweet absetzen will, habe ich immer noch mein Handy dabei. Einzig auf längere Zugfahrten würde ich das iPad mitnehmen, um mich unterwegs mit Musik oder Filmen zu unterhalten. Und auch, wenn man seine Großeltern besucht und Fotos zeigen will, macht das iPad eine vorzügliche Figur &#8211; und beeindruckt alte Leute für Technik. Ich spreche aus Erfahrung.</p>
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<p>Insgeheim hatte ich ja ein bisschen Angst, als ich mir das  iPad gekauft habe. Angst, dass es ein Lustkauf ist, der mir ein paar Tage Spaß bereitet und dann in der Ecke landet (denn so bin ich &#8211; ich kaufe mir teure Gadgets, die ich nicht brauche und nach kurzer Zeit schon ignoriere). Aber mitnichten: Das iPad hat sich in meinen Nerd-Alltag eingefügt und ist ein fester Teil meines Lebens geworden (was jetzt vielleicht ziemlich pathetisch klingt, aber ich bin nun mal bekennender Internet- und Technikjunkie).</p>
<p>Kann ich den Kauf eines iPads empfehlen? Keine Ahnung. Es muss jeder für sich selber entscheiden, ob er eins haben möchte. Es gibt sicher niemanden, der ein iPad &#8220;braucht&#8221;, aber es ist ein tolles Technikspielzeug und eine Möglichkeit, das Internet stets ganz nah zu haben, ohne dass es auf einem mickrigen Handy-Display erscheint. Man muss für sich selber entscheiden, ob man bereit ist, einen hohen Anschaffungspreis zu zahlen für ein Gerät, dass kaum mehr kann, als ein Netbook &#8211; aber eben anders ist.</p>
<p>Für mich hat der Kauf definitiv Sinn gemacht. Aber das musste ich in den letzten Wochen erst rausfinden. Ich bereue es nicht. Ich würde mir jederzeit wieder ein iPad kaufen. Aber ich bin ja auch Nerd&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>(Foto: flickr/<a href="http://www.flickr.com/photos/arnybo/">arnybo</a>)</em></p>
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